(openPR) Die Krankheiten der Armen - Lepra, Tuberkulose und HIV/AIDS - weiter entschieden bekämpfen
Anlaesslich des Gespraechs auf Einladung der SPD-Bundestagsfraktion mit Dr. Ruth Pfau, einer Pionierin der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, die sich seit 40 Jahren in Pakistan fuer Lepra- und Tuberkulosekranke ein setzt, erklaert die entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Karin Kortmann:
Die weltweiten Infektionskrankheiten Lepra, Malaria, Tuberkulose und HIV/AIDS stellen zusammengenommen die groesste Bedrohung der menschlichen Gesundheit in Entwicklungslaendern dar. Denn 90 Prozent der Kranken leben in Laendern des Suedens. Schlechte Lebensbedingungen und Armut sind der Naehrboden fuer diese tueckischen Krankheiten. Sie verursachen Leid, das die Armen wegen geringer Vorbeugungs- und Behandlungsmoeglichkeiten oft besonders hart trifft. Die Infektionskrankheiten tragen durch die entstehenden Kosten und die ausfallende Arbeitskraft auch zur Verbreitung weiterer Armut bei und treffen ueber den einzelnen Menschen hinaus die Familien und die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft in den armen Laendern des Suedens.
Bei Tuberkulose liegt die Zahl der Neuinfektionen weltweit in Hoehe von 3,7 Millionen, bei HIV/AIDS sind es zwei Millionen und bei Lepra sind es 700.000 neu infizierte Menschen pro Jahr. Die Zahl der Tuberkulose-Kranken wird weltweit auf 10,7 Millionen geschaetzt - etwa 1,7 Million Menschen sterben jaehrlich. Tuberkulose und HIV/AIDS sind zudem toedliche Partner, da Tuberkulose weltweit fuer ein Drittel der AIDS-Toten verantwortlich ist.
Will man die ehrgeizigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zum neuen Jahrtausend erreichen:
- die Zahl der weltweit extrem Armen und Hungernden bis zum Jahr 2015 zu halbieren,
- die Kindersterblichkeit zu reduzieren und
- die Gesundheitsversorgung von Muettern zu verbessern,
sind weiterhin entschiedene und nachhaltige Schritte zur Bekaempfung dieser Krankheiten notwendig. Dies war auch der weitgehende Konsens in der heutigen Bundestagsdebatte zur Regierungserklaerung von Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul.
Deswegen ist es ausserordentlich zu begruessen, dass die Bundesregierung auf internationaler Ebene im Rahmen des deutschen Aktionsprogramms Armutsbekaempfung 2015 den UN- Fonds zur Bekaempfung von HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria mit 150 Millionen Euro unterstuetzt und die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit im Gesundheitsbereich in den letzten Jahren deutlich auf 70 Millionen Euro gestiegen ist.







