(openPR) Von Thomas Ackermann, MSc.(Univ.) | Zum einen herrscht steigender Wettbewerbs- und Kostendruck im Gesundheitswesen. Zum anderen gleichen sich Behandlungsmethoden, medizintechnische Geräte und medizinische Dienstleistungen immer weiter an. Dies macht eine Differenzierung der eigenen Praxis gegenüber den anderen Marktteilnehmern zunehmend schwieriger. Der Erfolg einer Praxis wird zukünftig verstärkt davon abhängen, ob es dem Praxisinhaber gelingt, Wettbewerbsvorteile für sich nutzbar zu machen. Eine bislang unterschätzte Chance zur Entwicklung von nachhaltigen und schwer imitierbaren Wettbewerbsvorteilen liegt in der Auswahl des richtigen Praxisstandortes. Gemeint ist der geographische Ort, an dem der Arzt seine Leistungen anbietet. Andere Branchen – wie etwa der Handel – haben den Standort als wesentliches Kriterium für nachhaltigen Unternehmenserfolg schon vor Langem erkannt.
Demgegenüber sind dem (zahn)ärztlichen Existenzgründer – wie auch der etablierten Praxis – solche Überlegungen erfahrungsgemäß nach wie vor eher fremd. Angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen im Gesundheitswesen ist dies ein fahrlässiger Umgang mit Gewinnchancen: Die Patienten stimmen erfahrungsgemäß „mit den Füssen ab“. Wer also an dem Ort nicht
dabei ist, wo sich Patientenströme befinden oder entwickeln, der wird an diesen Gewinnchancen kaum oder gar nicht teilhaben.
Für jeden Heilberufler, der den Schritt in die eigene Selbständigkeit gehen möchte, stellt sich die Frage, wo er seine Praxistätigkeit zukünftig ausüben möchte. Primär ist diese Grundsatzentscheidung
von persönlichen Präferenzen geprägt. Im Gegensatz zu den finanzwirtschaftlichen Fragestellungen
einer Praxisgründung, die anhand von vorliegenden Daten objektiv beurteilt werden können, erfolgt die Beurteilung eines Praxisstandortes hinsichtlich seiner Qualität – definiert durch Chancen und Risiken – jedoch zumeist aufgrund von subjektiven und nicht quantifizierbaren Faktoren.
Bislang gab es nahezu keine Möglichkeiten, aussagefähige und valide Praxisstandortanalysen in Abhängigkeit von der Fachrichtung zu erstellen. Die aufwendige Beschaffung der Daten sowie die Entwicklung von fachgruppenspezifischen Kennzahlen ließ – wenn überhaupt – nur sehr grobe und keinesfalls valide Bewertungsergebnisse zu. Dieser Umstand sowie die Tatsache, dass die Standortsuche für eine Existenzgründung zumeist nebenbei etwa vom Praxiseinrichter oder Finanzdienstleister erledigt wird, dürften die wesentlichen Gründe für die nachlässige Betrachtung des Standortes als Wirtschaftsfaktor sein.
Nach dreijähriger Entwicklungszeit konnte eine Strukturanalysedatenbank
fertig gestellt werden. Unter dem Namen „praxis.finder“ ermöglicht diese Software repräsentative Aussagen über die Qualität eines Praxisstandortes hinsichtlich seiner Chancen und Risiken – flächendeckend im Bundesgebiet für alle Facharztgruppen. Die hohe Informationsdichte der hinterlegten Daten macht den standardisierten Einsatz von Kennzahlen möglich, die genau auf die Anforderungen einer jeweiligen Facharztgruppe abgestimmt sind. Durch den Abgleich dieser Kennzahlen mit den regionalen Präferenzen des Existenzgründers – oder der etablierten Praxis – kann gezielt nach geeigneten Standorten gesucht werden, die wiederum hinsichtlich ihrer qualitativen und quantitativen Merkmale analysiert werden.
Selbst in Großstädten ist eine hausnummerngenaue Darstellung des Wettbewerbs, aufgeteilt nach Fachgruppen in Abgleich mit Geostrukturdaten und soziodemografischen Daten, möglich. Den Abschluss der Analyse bildet eine gutachtliche Stellungnahme in Form einer Risikobewertung. Somit lässt sich die Standortanalyse der Praxis zielgenau analysieren und verifizieren, weil der Standort wesentliches Kriterium für den Unternehmenserfolg ist.
Die Standortanalyse ist für Ärzte, Zahnärzte und Apotheker, Medizinische Versorgungszentren und Ärztehäuser erhältlich.
Für Anfragen und weitere Informationen steht Ihnen das Team von ackermann. jederzeit gerne zur Verfügung.











