(openPR) VDP: „Berufsfachschulen bieten Alternativen zu betrieblicher Lehre“
Berlin. Anlässlich der anhaltenden Debatte um das duale Ausbildungssystem weist der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) auf die steigende Attraktivität vollzeitschulischer Ausbildungen hin. „Immer mehr Jugendliche suchen nach Alternativen zur betrieblichen Lehre und entscheiden sich für eine vollzeitschulische Ausbildung“, erklärt VDP-Bundesgeschäftsführerin Julia Schier. „Angeboten werden diese Ausbildungen in der Regel an Berufsfachschulen, von denen sich mittlerweile fast die Hälfte in freier Trägerschaft befindet. Gerade vor dem Hintergrund, dass aktuelle Studien wie die der Universität Bremen dem deutschen dualen System dringenden Reformbedarf bescheinigen, stellen vollzeitschulische Ausbildungen eine gute Alternative für Jugendliche dar.“
Ein Blick in die Statistik zeigt: Die Zahl der Berufsfachschulen in freier Trägerschaft ist in den letzten Jahren stetig angestiegen, allein um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Anzahl der Jugendlichen, die eine solche Einrichtung besuchen, wächst kontinuierlich: Im Schuljahr 2007/08 waren es bereits rund 121.000.
„Die Vorzüge einer vollzeitschulischen Ausbildung liegen auf der Hand“, weiß Schier: „Besonders die freien Berufsfachschulen können durch ihr hohes Innovationspotential schnell und flexibel auf die Anforderungen der Wirtschaft reagieren und neue, an der Nachfrage orientierte Ausbildungen anbieten. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten bieten sie damit Jugendlichen eine gute berufliche Perspektive. Den Praxisbezug stellen Berufsfachschulen durch eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen und einen hohen Anteil an Berufspraktika sicher.“
Zudem sei die vollzeitschulische Ausbildung bei freien Trägern eine Chance für sozial schwächere oder bildungsfernere Jugendliche, die bei der Suche nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz oft nicht erfolgreich sind: „Berufliche Schulen in freier Trägerschaft verhelfen auch in schwierigen Fällen durch intensive Betreuung in kleineren Lerngruppen zu einem qualifizierenden Abschluss“, so Schier. „Durch ihren Anspruch, gezielt zu fördern und Zusatzangebote bereitzuhalten, machen freie Berufsfachschulen die jungen Menschen fit für den Arbeitsmarkt.“











