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Kloster Ragya in Golog von Sicherheitskräften abgeriegelt - massive Restriktionen

25.03.200908:15 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Kloster Ragya in Golog von Sicherheitskräften abgeriegelt - massive Restriktionen
Der Machu bei Ragya und die Stelle, wo Tashi Sanpo sich ertränkte
Der Machu bei Ragya und die Stelle, wo Tashi Sanpo sich ertränkte

(openPR) Das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie (TCHRD, tchrd.org, erfuhr von mehreren Quellen aus Tibet, daß über das Kloster Ragya Restriktionen in bisher noch nicht erlebtem Maße verhängt wurden. Vor wenigen Tagen waren 93 Mönche und zwei Laien im Zusammenhang mit dem Hissen der verbotenen tibetischen Nationalflagge auf dem Dach des Klosters verhaftet worden.



Das TCHRD hörte von neuen Informationsqellen, daß in den Dörfern Ragya und Gartse, TAP Golog, Provinz Qinghai, drei verschiedene Pamphlete verbreitet und an Mauern angebracht worden seien. Eine der markantesten Botschaften darauf lautete: „Es ist besser für Tibet und sein Volk zu sterben als sich durch die Geldgeschenke der chinesischen Regierung betrügen zu lassen“. In diesem Jahr weigerten sich die Tibeter in vielen Teilen des Landes, besonders in Kardze, als Ausdruck ihrer Trauer um jene Tibeter, die bei der brutalen Niederschlagung der friedlichen Protestaktionen 2008 getötet wurden, das Neujahrsfest in gewohnter Weise zu feiern. Daraufhin verlockte die chinesische Regierung die Tibeter mit finanziellen Belohnungen, Neujahr festlich zu begehen.

Weiter geht aus den Quellen hervor, daß Tashi Sangpo, der sich am 21. März das Leben nahm, auf seine Festnahme am 10. März hin in einem dortigen Haftzentrum schweren Schlägen,unmenschlicher Folter und quälenden Verhören unterzogen wurde. Diese fortgesetzten Verhöre unter Folter blieben schließlich nicht ohne Folgen für Tashi Sangpos Gemütszustand, was ihn vermutlich dazu brachte, sich in den Fluß zu stürzen. Die anderen festgenommenen Mönche werden derzeit in dem Haftzentrum zermürbenden Verhören und Mißhandlungen ausgesetzt.

Am späten Nachmittag des 21. März 2009, kurz nachdem sich die Nachricht über Tashi Sangpos Tod verbreitet hatte, stürmten die Mönche von Ragya in das Gebäude des örtlichen Public Security Bureau (PSB). Dabei bemächtigten sie sich der tibetischen Nationalflagge, die die PSB-Polizisten zuvor von dem Dach ihres Klosters entfernt hatten, und gaben sie dem jüngern Bruder von Tashi Sangpo. Mit dieser Flagge in der Hand demonstrierten er und die Mönche von Ragya zusammen mit anderen Tibetern auf den Straßen und vor den Verwaltungsgebäuden von Ragya und riefen Parolen.

Nach einigen Stunden traf der höchstrangige Funktionär der Präfektur Golog, der Chef des Büros für Öffentliche Sicherheit (PSB) und der Bewaffneten Volkspolizei (PAP) von Golog am Ort des Geschehens ein. Ohne sich von der bedrohlichen Anwesenheit der PSB und PAP Kräfte einschüchtern zu lassen, protestierten die Tibeter weiter, schwenkten die verbotene tibetische Nationalflagge und riefen „Hört auf damit, das unschuldige tibetische Volk zu ermorden!“.

Tashi Sangpo, der Sohn von Dolma Kyap (Vater) und Phagdron (Mutter), wurde im Dorf Gartse im Bezirk Kaba Sumdho, TAP Tsolho, Provinz Qinghai, geboren. In frühen Jahren kam er in das Kloster Ragya, wo er die Kunst des Rezitierens der heiligen Schriften, die Ausführung von Riten und Zeremonien lernte. Später widmete er dem Studium des Vinaya, das er dieses Jahr abschloß.

Die Lage im Kloster Ragya und den umliegenden Gebieten ist sehr düster und unberechenbar. Ein riesiges Aufgebot an PSB und PAP Sicherheitskräften haben das Kloster eingeschlossen und vollkommen abgeriegelt. Die Telefon-, Mobilfunk- und Postverbindungen wurden abgebrochen, so daß kaum mehr Informationen an die Außenwelt durchdringen.

[Tenzin Choeying, der Leiter von Students for a Free Tibet, Indien, fügt hinzu, die Berichte, die in den chinesischen Staatsmedien erscheinen, seien „infame Lügen, die die Aufmerksamkeit der internationalen Medien vom Tod eines unschuldigen Mönches infolge der Grausamkeit der Chinesen ablenken sollen… Ganz Tibet befindet sich im Belagerungszustand, Journalisten wird der Zugang zu tibetischen Gebieten verwehrt. Die Informationen, die die in Peking sitzenden Journalisten verbreiten, sind nichts als Lügen, die von den chinesischen Staatsmedien wie Xinhua ausspuckt werden, die behaupten, der tibetische Mönch habe sich ja gar nicht das Leben genommen.“

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