(openPR) Langjähriger Kunde von Scholl Communications spricht über seine Erfahrung mit Weblication und der Entwicklung im Bereich Internet in der Pharmabranche in den letzten Jahren.
Herr Dr. Wittal, wie hat sich das Internet als Kommunikations- und Informationsplattform in Ihrer Branche in den letzten zehn Jahren entwickelt?
Die meisten Unternehmen der Pharmaindustrie hatten ihre Internetpräsenzen zunächst lediglich dafür genutzt, ihr Leistungsportfolio vorzustellen – für die klassischen Zielgruppen Ärzte und Apotheker. Gleichzeitig sind im Laufe der Zeit die Patienten und Angehörige sukzessive „mündiger“ geworden und verlangen zu Recht nach detaillierten Informationen für ihre Entscheidungsfindung. Die Webauftritte der Pharmaunternehmen begannen, sich als Informationsplattform allen Nutzern zu öffnen.
Wie wichtig ist für Sie grundsätzlich das Internet als Kommunikations- und Informationsplattform? Sehen Sie Roche Pharma hier in einer Vorreiterrolle?
In Benchmarking-Untersuchungen sind wir mit unserem Internetauftritt zum fünften Mal in Folge Nummer Eins der deutschen Pharmabranche geworden. Auch Stiftung Warentest bescheinigte uns mit seinem Qualitätsurteil gute Arbeit. Das beweist uns das hohe Niveau unseres Inhalts und dass die Besucher der Seite sehr zufrieden sind. Um auf Ihre erste Frage zu kommen: Es ist nicht mehr denkbar, als Unternehmen auf das Internet als Medium zu verzichten. Das Internet bietet zahlreiche Möglichkeiten der Wissensvermittlung, die uns früher in diesem Rahmen gar nicht zur Verfügung standen. Denken Sie beispielsweise allein daran, dass jeder User überall auf der Welt rund um die Uhr Zugriff auf alle Informationen hat und auch den direkten Kontakt zum Unternehmen suchen kann. Für uns Kommunikatoren hat sich ein Traum verwirklicht: die Veröffentlichung von Inhalten im Real-Time-Modus.
Bestehen für die Pharma-Branche stärkere rechtliche Vorgaben für Webauftritte? Wenn ja: Inwiefern gelten diese beispielsweise für das von Ihnen lancierte Presseportal?
Das Heilmittelwerbegesetz schränkt die Wissensvermittlung an Laien ein. Als ein Unternehmen, das kontinuierlich innovative Medikamente mit komplett neuen Wirkstoffprinzipien auf den Markt bringt, müssen wir daher den Spagat schaffen, einerseits den Wunsch der Patienten nach umfassender Information zu erfüllen, andererseits aber auch die gesetzlichen Vorgaben zu befolgen, die genau festlegen, wie viel öffentlich überhaupt zugänglich und in welcher Form bekannt gemacht werden darf. Diese Problematik hat auch die Europäische Union erkannt und arbeitet daher an Verbesserungen dieses Sachverhaltes. Wir haben aus diesem Grunde einen geschlossenen Bereich, der nur Fachkreisen zugänglich ist. Das bedeutet, dass sich jeder Arzt und jeder interessierte Fachjournalist registrieren und legitimieren muss – über eine Approbationsurkunde beziehungsweise einen Presseausweis –, um dann über eine Kombination aus User-ID und Passwort Zugang zu erhalten. Unter dieser Voraussetzung können wir auf dieser nicht öffentlichen Plattform detailliertere Beschreibungen liefern, was die Therapie mit unseren Medikamenten betrifft.
Kommen wir zum IT-seitigen Management solcher Plattformen – hier setzen Sie in Sachen CMS bereits seit 2003 auf Weblication von Scholl Communications. Wann kam es zur Entscheidung, ein CMS einzusetzen, und warum?
Vor der Umstellung kümmerte sich eine Agentur um die Seitenerstellung und die Programmierung der Inhalte. Standen Änderungen an, so mussten die entsprechenden Anweisungen übermittelt, umgesetzt und nachfolgend freigegeben werden. Das nimmt bei Texten, die sich nicht so oft ändern, kaum Zeit in Anspruch, aber umso mehr in speziellen Bereichen, die sehr oft bearbeitet werden müssen. Vor diesem Hintergrund haben wir uns zur Einführung einer Content-Management-Lösung entschlossen, die es uns ermöglicht, selber Inhalte pflegen und sie auch in Echtzeit publizieren zu können.
Welche Funktionalitäten waren konkret gefragt? Welche Bereiche sollten abgedeckt werden und welchen konkreten Nutzen haben Roche Pharma AG und die Benutzer der Plattform?
Besonders wichtig war uns, dass die Software bedienerfreundlich und leicht handhabbar ist, damit die Redakteure komfortabel damit arbeiten und Änderungen zeitnah umsetzen können, so dass den Benutzern des Presseportals permanent die aktuellen Informationen zur Verfügung stehen, die sie benötigen. Auf diese Weise sollte sich die Kollaboration unter den Akteuren entscheidend vereinfachen, zu der auch externe Dienstleister wie PR-Agenturen mit dem Status eines Redakteurs gehören. Sehr angenehm empfanden wir die Möglichkeit, zeitgesteuert Inhalte freizugeben genauso wie gezielt Informationen nur für bestimmte Personenkreise zugänglich zu machen.
Geschah das auf eigene Initiative hin oder gab es Anfragen beispielsweise von Seiten der Journalisten nach einer solchen Möglichkeit?
Da wir viele Pressekonferenzen veranstalten, an denen natürlich nicht immer alle Fachjournalisten teilnehmen können, haben wir denjenigen, die nicht kommen konnten, im Anschluss die Text- und Bilddateien sowie sonstiges Hintergrundmaterial per CD-ROM bzw. DVD zugesandt, Die Idee eines speziellen Presseportals für die Fachpresse war die optimale Lösung: Hier können wir alle Informationen jederzeit in vollem Umfang zum Download bereitstellen – die aktuellen wie auch sämtliche bisherigen. Wie es sich gezeigt hat, nehmen die Journalisten das Angebot gerne wahr, was mit Sicherheit auf die hohe Bedienerfreundlichkeit der Webseite und die komfortablen Suchfunktionen zurückzuführen ist.
Gemeinhin gelten Open-Source-Lösungen als kostengünstigere Alternative – wie wichtig war es für Sie, eine Standardsoftware einzusetzen statt eines Open-Source-Systems?
Wir haben damals den Markt intensiv evaluiert und uns in der Branche genau umgesehen. Nach eingehender Prüfung fiel unser Entschluss gegen eine Open-Source-Lösung und zwar aus dem Grund, dass letztendlich wieder ein Dienstleister dazwischengeschaltet werden muss, wenn ein Ausbau der Anwendungen und damit der Software stattfinden soll. So entstehen wieder ein Abhängigkeitsverhältnis und ein Aufwand ähnlich dem einer Eigenentwicklung. Eigenentwicklungen gehen jedoch immer mit einem komplizierten und zeitaufwändigen Prozess der Generierung von Funktionalitäten einher. Genau das wollten wir ja nicht. Stattdessen haben wir nach einer Lösung eines im Markt bekannten und erfahrenen Anbieters gesucht, der bereits im Standard alle benötigten Module zur Verfügung stellt, gleichzeitig aber so flexibel ist, schnell auf Kundenwünsche reagieren zu können. Wir haben uns natürlich auch die Zahl der Installationen und die jeweiligen Referenzen angesehen und da konnte Scholl Communications mit Weblication überzeugen.
Welche Gründe sprechen noch für Weblication? Gab es spezielle Wünsche von Mitarbeiterseite?
Für das tägliche Geschäft war es für uns wesentlich, dass sich über Weblication auch bestehende Webinhalte einfach integrieren und nachfolgend pflegen lassen. Erwähnenswert sind auch die Weblics, die Scholl anbietet: fertige Anwendungen, die sofort und ohne Programmierung einsetzbar sind und individuell konfiguriert werden können. Dies erleichtert noch zusätzlich die Pflege der Seiten und das Erstellen kleinerer Anwendungen.
Häufig nehmen Implementierung und Schulung sehr viel Zeit in Anspruch – welche Erfahrungen haben Sie hier mit Weblication gemacht?
Die Implementierung gestaltete sich einfach und trotz der hochentwickelten Server- und Sicherheitstechnik sind Updates quasi per Knopfdruck über das Internet möglich, so die Rückmeldung aus unserer IT-Abteilung. Auch die Schulungen durch einen Referenten von Scholl waren professionell – die Anwendung ist so bedienerfreundlich und intuitiv, dass es fast keine Rückfragen zur Bedienung der geschulten Redakteure gab.
Welchen konkreten Nutzen bieten Sie innerhalb des Extranets? Wo sehen Sie die expliziten Vorteile für die jeweiligen Beteiligten, auch im Vergleich zu den Angeboten anderer Unternehmen?
Nun, unser Angebot umfasst zum Beispiel ein umfangreiches Archiv, sortiert nach Kategorien. Im übersichtlichen Download-Bereich finden die Besucher Informationen, Hintergründe und Broschüren zu speziellen Themen, Krankheiten, Produkten, der Forschung sowie auch Bildmaterial; zudem können ein Medien- und ein Newsletter im PDF-Format abonniert sowie Informationsbroschüren und E-Pressemappen als DVD bestellt werden. Meldungen lassen sich automatisch in Übersichtslisten darstellen und kategorisiert auflisten. Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit der Personalisierung, dass also nur berechtigte Personen Zugriff auf bestimmte Informationen haben. Als „Dienstleister“ der Journalisten können wir nun in Situationen, bei denen zu einem bestimmten Thema oder Produkt oder seiner Herstellungsweise sehr viele redundante Anfragen gleichzeitig eingehen, viel schneller als früher reagieren, indem wir den Journalisten ganz einfach per E-Mail den entsprechenden Link zusenden.
Können Sie Kennzahlen benennen, inwieweit Ihr Angebot von den Journalisten genutzt wird, Zugriffs- und Klickzahlen etwa?
Wir erhalten positive Rückmeldungen von den Journalisten, die unser Angebot gerne nutzen. Übrigens handelt es sich um kein beworbenes Presseportal, wir sperren den Suchrobotern die Indizierung – soweit möglich –, trotzdem erreichen uns permanent neue Anfragen von Presseschaffenden, was eindeutig auf das hohe Qualitäts- und Aktualitätsniveau unseres Angebots und zufriedene Nutzer schließen lässt, die uns entsprechend an Kollegen weiterempfehlen.
Das sind natürlich überaus überzeugende Argumente. Aufgrund dieser durchweg positiven Erfahrungen planen Sie sicher auch weiterhin den Einsatz von Weblication – in welche Richtung gehen Ihre Zukunftspläne?
Wir werden weiterhin auf Weblication setzen. Nicht zuletzt durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Produkts auf der Basis modernster Technologien freuen wir uns auf weitergehende Funktionalitäten und den Fortbestand der erfolgreichen Zusammenarbeit, gerne auch in der Zukunft.
Hintergrundinformationen zu Dr. med. dent Cornelius Wittal
Studium Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und Zahnmedizin Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; Wissenschaftliche Tätigkeit Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; Wissenschaftlicher Referent/Product Manager FRIATEC AG, Mannheim; später Leiter Public Relations Friadent GmbH (Headquarters, Mannheim); seit Oktober 2000 Roche Pharma AG; Senior Communications Manager und Manager Internet/Intranet.
Hintergrundinformationen Roche
Roche wurde 1896 in Basel gegründet. Ein Jahr später entstand die deutsche Niederlassung in Grenzach, wo auch die deutsche Roche Pharma AG ihren Sitz hat. Das Unternehmen entwickelte sich vom kleinen Arzneimittellabor zu einem führenden forschenden Unternehmen im Gesundheitssektor. Heute zählt Roche zu den weltweit führenden Healthcare-Unternehmen mit den beiden Divisionen Pharma und Diagnostik. Sie ist die Nummer eins im globalen Diagnostika-Markt (in vitro), führender Anbieter von Medikamenten für die Behandlung von Krebs und Transplantationen sowie ein Marktführer in der Virologie. Drei Nobelpreise, drei internationale und mehrere nationale Auszeichnungen (Prix Galien) sorgten für weltweites Renommee. Roche beschäftigt in Deutschland 12.000 der weltweit 80.000 Mitarbeiter und verkauft seine Produkte in 150 Ländern. Die Roche Pharma AG ist für die Herstellung, Vermarktung und den Vertrieb verschreibungspflichtiger Medikamente (Onkologie, Virologie, Entzündungskrankheiten, zentrales Nervensystem und Stoffwechselerkrankungen) für den gesamten deutschen Markt zuständig.





