(openPR) Studentischer Dachverband kritisiert einseitige positive Analyse der bisherigen Bologna-Umsetzung
Berlin (fzs). Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften äussert sich kritisch zu Art und Stand der Umsetzung des Bologna- Prozesses in der Bundesrepublik Deutschland. Am heutigen Tage hatte das Bundekabinett den nationalen Bericht zum Stand der Umsetzung des Bologna-Prozesses beschlossen.
Hierzu erklärt Sarina Schäfer, Mitglied des fzs-Vorstands: "Es kann nicht darum gehen die auf Bachelor und Master umgestellten Studiengänge zu zählen und diese großen Zahl anschliessend als Erfolg zu verkaufen. Wir müssen vielmehr auf die qualitativen Merkmale und Inhalte der neuen Studiengänge eingehen und darauf achten, dass kritische und selbständige Lernprozesse im Verlauf des Studiums möglich sind."
Viel zu oft wurde versucht, alte Diplom-Studiengänge vollständig in einen sechs Semester umfassenden Bachelor-Studiengang zu überführen. Die daraus resultierende Arbeitsbelastung (Workload) sprengt oftmals jede Skala und kann von vielen Studierenden kaum noch bewältigt werden. Auch die Bewertung der Lissabon Konvention kann zum aktuellen Zeitpunkt keinesfalls allein positiv ausfallen: "Die Konvention erleichtert seit ihrer Ratifizierung durch die BRD Anrechnungen von Studienleistungen aus dem Ausland - leider ist sie aber in der Praxis vieler Prüfungsämter noch lange nicht angekommen. Somit ist ein positives Fazit aus studentischer Sicht völlig verfehlt." so Florian Keller, ebenfalls Mitglied des fzs-Vorstands.






