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Die Angst vor Gott - Ein kirchliches Prinzip und ein geeignetes Therapieprogramm

10.03.200912:25 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Die Angst vor Gott - Ein kirchliches Prinzip und ein geeignetes Therapieprogramm

(openPR) Der Papst im Kreuzverhör, ein Bischof der den Austritt aus der römisch-katholischen Kirche als wichtigste Entscheidung seines Lebens sieht, eine Selbsthilfegruppe für Opfer der Kirche und zahlreiche weitere Überraschungen präsentiert die „Interessensgemeinschaft kirche. nein. danke.“ auf www.kirchenweb.info.ms.



Im dritten Anlauf präsentiert sich der Internetauftritt dieser schweizerisch-österreichischen Gruppe von Kirchenkritikern nun nicht nur im neuen Kleid sondern auch mit deutlich gesteigerter Brisanz.

Die ersten beiden Versuche von „kirche. nein. danke.“ wurden nach nur kurzer Zeit aus rechtlichen Gründen in den digitalen Abfalleimer verfrachtet. Der Ankläger unbekannt. Der Registrar der Webdomain verschwiegen. Das Gericht förmlich und korrekt.

Resignation? Keine Spur!

„Mir lond üs ned untakriaga“ so Matthäus Bühringer, Ansprechpartner und Vertreter von „kirche. nein. danke“ nach außen, mit einem schweren alemannischen Dialekt - ungewohnt für einen Gesprächspartner der sonst in astreinem Hochdeutsch spricht - und stellt klar, dass ein Aufgeben von vornherein nicht in Frage kam.
Die Sache zu wichtig, die Inhalte geradezu veröffentlichungspflichtig und die aufgedeckten Ungereimtheiten nach einer Klarstellung, oder wenn dies schon nicht möglich sein würde, zumindest nach Offenlegung förmlich schreien.

Man habe sich, so Bühringer weiter, jedoch die Sache noch einmal genauer angesehen und manche – emotional gefärbten – Passagen entfernt, auf eine sachliche und kommunikative Sprache geachtet und zweideutige Dinge entfernt oder nach Klärung verdeutlicht.

Im eigenen Interesse wurden persönliche Daten auf ein notwendiges Minimum reduziert, die Angriffsmöglichkeiten trotz der damit einhergehenden Verlustigkeit der Bedienerfreundlichkeit begrenzt und noch weitere kleinere Schönheitseingriffe vorgenommen.

Was übrig bleibt ist immer noch passabel, passabel für die Mitglieder der „IG kirche. nein. danke.“ zumindest.

Für viele wird dieser „Rest“ noch immer eine „unzumutbare Ungehörigkeit“, eine „Sauerei“, „Dreckszeug“ und dergleichen sein. So wie die Inhalte der Vorgängerseiten tituliert wurden.

Was macht nun aber offensichtlich manche Menschen so erbost wenn Sie damit konfrontiert werden wie Kirche funktioniert, wie Religionsvertreter argumentieren, welcher Reichtum sich tatsächlich hinter den scheinbar uneinnehmbaren Mauern der Weltkirchen liegt?

Es ist die Angst, so sind sich Bühringer und dessen Mitstreiter einig, jene Angst die in den Menschen steckt, die in den Köpfen der zwangsbeglückt Gläubigen geschürt wurde – über Jahrhunderte hinweg und immer noch am Lodern gehalten wird. Und das in einer modernen Welt, mit aufgeklärten Menschen, frei von Zwängen, frei in Gedanken und Worten ...

Aber lesen Sie einfach selbst, so Bühringer, der sich bereits um die nächste eingehende Email kümmern muss die ihr Ankommen mit einem kurzen, unmelodiösen Piepton anzeigt – ohne ihren Inhalt vorab preiszugeben. Beschimpfung, Lob oder sachliche Kritik für ein Projekt mit Aktualität. Alles ist möglich.

Aber was immer es auch sein mag. Die Devise von „kirche. nein. danke.“ ist eindeutig und glaubhaft: „Mia lond üs ned untakriaga!“

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