(openPR) Hamburg/München, 05.03.2009 - Die Löhne und Gehälter in der Logistik sind im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbranchen in den vergangenen zwei Jahren überdurchschnittlich gestiegen. Das Vergütungsniveau von Führungskräften im Bereich Logistik, Einkauf und Supply Chain Management erhöhte sich durchschnittlich um zehn Prozent. Logistikfachkräfte verdienten rund fünfeinhalb Prozent mehr. In anderen Branchen wie zum Beispiel der IT-Bereich gab es in den vergangenen zwei Jahren nur Gehaltszuwächse von 7,5 Prozent (Führungskräfte) beziehungsweise 1,1 Prozent (Fachkräfte)
Das ist ein Ergebnis der „Vergütungsstudie Führungskräfte und Spezialisten in Logistik-Funktionen 2009", die die Hamburger Beratungsunternehmen PersonalMarkt und Baumgartner & Partner zusammen mit den Münchner Fachzeitschriften „LOGISTIK inside“, „Gefahr/gut“ und „VerkehrsRundschau“ heute zum zweiten Mal veröffentlicht haben. In Deutschlands umfangreichster Logistik-Vergütungsstudie wurden auf 550 Seiten wieder Gehaltsdaten für insgesamt 18 Führungsfunktionen und 22 Fach- und Spezialistenfunktionen in Industrie, Handel und Logistikdienstleistung erfasst. Für die Studie wurden über 12.000 aktuelle Datensätze ausgewertet.
Zu den Spitzenverdienern bei den Logistikdienstleistungs-Unternehmen gehören neben den Geschäftsführern (mit rund 131.000 Euro jährlich) auch IT-Chefs (95.200 Euro) und Vertriebsleiter (97.000 Euro). Bei den Logistikfunktionen in Industrie und Handel liegen Personalverantwortliche aus den Bereichen Einkauf (84.700 Euro) und Logistik/Materialwirtschaft (85.400 Euro) vorn.
Bei den Logistik-Funktionen ohne Personalverantwortung sind es Speditionsleiter (rund 52.400 Euro), Mitarbeiter in der Materialwirtschaft (47.700 Euro) sowie im Einkauf (46.600 Euro). Am unteren Ende der Gehaltsskala finden sich hier Funktionen wie Versand (30.600 Euro), Berufskraftfahrer (26.800 Euro) und Mitarbeiter in der Lagerwirtschaft (25.600 Euro).
„Die Gehälter in der Logistik haben sich in den letzten beiden Jahren sehr positiv entwickelt“, sagt Tim Böger, Geschäftsführer von PersonalMarkt und Projektleiter der Studie. Die Gehaltszuwächse sind vor allem auf höhere Prämienzahlungen zurückzuführen. Für das aktuelle Jahr rechnet der Vergütungsexperte aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise allerdings mit deutlich niedrigeren Steigerungsraten. Die Grundgehälter würden nur moderat ansteigen, Prämien, sofern vereinbart, geringer ausfallen.
Erstmals liefert die Studie auch Daten zu den Einstiegsgehältern von Hochschulabsolventen mit den neuen Abschlüssen „Bachelor“ und „Master“. Während der Bachelor im Logistikbereich mit durchschnittlich 36.400 Euro in das Berufsleben eintritt, erhält sein Kommilitone mit Master-Abschluss 40.500 Euro. „Die Analysen zeigen auch, dass künftig nur noch zwischen Bachelor und Master unterschieden wird. Ob der Abschluss an einer Universität oder Fachhochschule erfolgte, spielt beim Einstiegsgehalt keine Rolle mehr“ , sagt Andre Kranke, stellvertretender Chefredakteur von LOGISTIK inside.




