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Berufliche Bildung muss nachhaltig sein

Bild: Berufliche Bildung muss nachhaltig sein
Gute Fachkräfte sind ein Vermögen wert!
Gute Fachkräfte sind ein Vermögen wert!

(openPR) Fachkräfteausbildung zur regionalen Vermögensstärkung

Berlin, 03.03.2009. Am 26. Februar 2009 fand im bbw Bildungszentrum Frankfurt (Oder) eine vom WIRTSCHAFTSRAT DEUTSCHLAND organisierte Podiumsdiskussion statt, die am Beispiel des „Brandenburger Modells der beruflichen Bildung“ die Bedeutung und Problematik der Fachkräfteausbildung erörterte:



Dipl.-Ing.-Päd. Fritz Georgi, Geschäftsführer der bbw Bildungszentrum Frankfurt (Oder) GmbH, betonte zur Einführung, dass eine langfristig angelegte, systematische und bedarfsgerechte, also an den Anforderungen der Wirtschaft orientierte, Fachkräfteausbildung von elementarer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit sei.
Dabei müsse man die Schwerpunkte auf die bereits vorhandenen Wachstumskerne legen: Diese seien für Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt die Metall- und die Elektronikbranche. Solche gut ausgebildeten Fachkräfte seien der wesentliche Indikator für das Vermögen und Potenzial einer Region.
Mit Blick auf den zu erwartenen Rückgang der Schulabgängerzahlen um 2010 / 2012 gelte es nun, die Schüler und Absolventen intensiv zu betreuen, gerade weil diese überwiegend von einer Leistungsabnahme und mangelnder beruflicher Orientierung gezeichnet seien. Daher erhebe der CAMPUS DER BERUFLICHEN BILDUNG Frankfurt (Oder) an sich selbst den Anspruch, „Moderator zwischen Schule und Wirtschaft“ zu sein, um jungen Menschen eine Zielorientierung zu geben, nämlich ihre Schulausbildung als die Eintrittsvoraussetzung für das spätere Erwerbsleben anzuerkennen. Dazu werde ein Kooperationsnetzwerk aus CAMPUS, Wirtschaft und Industrie benötigt, das „Theorie und Praxis aus einer Hand“ in den Phasen der Berufsorientierung, -ausbildung und -betreuung anzubieten versteht, um dem Nachwuchs frühzeitig Berufsbilder möglichst konkret vorzustellen sowie zur Entwicklung und Erweiterung der eigenen Kompetenzen zu ermuntern, aber auch um Zuzüglern und deren Kindern berufliche Perspektiven bieten zu können.

Ulrich Junghanns, MdL, Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg, unterstrich die Dimension der langfristigen Standortsicherung und -entwicklung. Dabei nahm er die Arbeitgeber in die Pflicht: Diese trügen vorrangig die Verwantwortung für ihren Nachwuchs. Schuldzuweisungen etwa an die Berufsschulen im Zusammenhang mit unzureichender Nachwuchsausbildung erteilte er eine klare Absage und lenkte den Blick auf ein brennendes Problem des Landes: Die Abwanderung gut ausgebildeter Leute aus Brandenburg, der nur durch einer Stärkung der Attraktivität des Standortes begegnet werden könne.
Erschwerend käme die Geringschätzung der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) hinzu; so würden Eltern ihren Kindern mehrheitlich raten, entweder ihr Bewerbungsglück bei einem der wenigen Großunternehmen zu suchen oder aber in andere Bundesländer abzuwandern – das Interesse für die lokale KMU-Wirtschaft müsse daher geweckt werden!
Für Brandenburg sei die Fachkräftesicherung etwa im Bereich Luftfahrt und Automotive existenziell, der Drang zu den großen Vorzeigeunternehmen stark, so dass nicht alle Bewerber Berücksichtigung finden könnten. Den abgelehnten Bewerbern werde nun aber konkret die Empfehlung gegeben, sich bei den KMU-Zulieferern im Lande zu bewerben, um ihrer Abwanderung vorzubeugen.
Die Ausbildung der Fachkräfte müsse räumlich wie inhaltlich firmennah erfolgen, um eine dauerhaft enge Bindung zu begründen, und dürfe nicht „abgehoben“ erfolgen, sondern müsse sich als Verstärkerin des „Images der Region“ verstehen.

Stefan Fritsche, Geschäftsführer der Klosterbrauerei Neuzelle GmbH, erläuterte am Beispiel der Suche nach einem Braumeister, wie relevant der Familienhintergrund für die Ansiedlung von Fachkräften sei: Eine Standortentscheidung richte sich demnach keinesfalls allein nur nach dem zugesagten Entgelt, sondern auch nach der Infrastruktur und den Freizeitangeboten.
„Erziehung heißt Vorleben, sonst ist es Dressur“, so Fritsche. Sein Unternehmen habe sich daher der Schaffung von Vorbildern für Schüler verschrieben, sehe sich aber immer wieder – auch von Seiten der Verwaltung – einer schädlichen Kapitalismuskritik ausgesetzt. Zudem stünden KMU-Gründern bürokratische Hindernisse im Wege, die die Politik wegräumen müsste, damit sich Unternehmerpersönlichkeiten ganz auf die Umsetzung ihrer „genialen Idee“ konzentrieren könnten.

GTIV-Initiator Dirk Pinnow, Beobachter der Veranstaltung, begrüßt die gemeinsame Erkenntnis der Repräsentanten aus den Bereichen Bildung, Politik und Wirtschaft, dass das wahre Vermögen eines Landes in dem Wissen und Können gut ausgebildeter Menschen zu finden sei!
Wenn aber diese Einigkeit mehr als ein Lippenbekenntnis sei, müsse es doch gemeinsam gelingen, von gegenseitigen Anschuldigungen wegzukommen, sich gemeinsam für die Etablierung einer regionalen und lokalen Wertschöpfungskultur durch Neufokussierung auf ein nachhaltiges Vorbildverständnis einzusetzen und somit attraktive Alleinstellungsmerkmale für ein Gemeinwesens zu entwickeln, die selbst die Rückwärtsgewandtheit, Trägheit und Ignoranz einzelner Kreise in der Verwaltung und Bevölkerung positiv überstrahlen.

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