(openPR) Napster, Google, Facebook und Twitter sind allesamt Unternehmen, welche die Informations- und Kommunikationskultur revolutioniert haben und nach wie vor entscheidend prägen. Aus den einstigen Start-ups sind mittlerweile Unternehmen erwachsen, welche mit mehreren Millionen Euro bilanziert werden. Und sie haben alle eines gemeinsam: Sie wurden von Studierenden gegründet. In Deutschland kann nur StudiVZ eine ähnliche Erfolgsstory vorweisen.
Verglichen mit der US-amerikanischen Grün-derszene ist die deutsche noch sehr übersichtlich und nicht so stark entwickelt. Doch fehlt es nicht an guten Ideen, oftmals mangelt es lediglich an Mut. So ist Larry Page, einer der Gründer von Google, der Ansicht, dass man kein größeres Unternehmen braucht um eine Idee zur Marktreife zu entwickeln. Ein Computer, etwas freie Zeit und der entsprechende Wille reichen vollkommen aus.
Für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung einer Region sind kleine Wachstumsunternehmen aus dem IT-Bereich bedeutsam. Sie schaffen nicht nur weitere Arbeitsplätze, sondern sichern langfristig durch Innovationen die regionale Wirtschaftskraft. Betrachtet man die regionale Verteilung der deutschen Unternehmens-Inkubatoren, muss man feststellen, dass vor allem in Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt und München die meisten Gründungsvorhaben verwirklicht werden. Prof. Dr. Richard Lackes und sein Team am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität Dortmund wollen dazu beitragen, die Situation im Ruhrgebiet zu verbessern. Im Rahmen der Veranstaltung E-Venture werden Internet-Projekte von der Idee über die konzeptionelle und technische Umsetzung bis hin zur unternehmenspraktischen Realisierung initiiert und begleitet. Die Devise lautet daher: „Yes, we do!“
„Die Voraussetzungen für Dortmunder Studierende sind ideal.“ so Dr. Markus Siepermann, wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl und langjähriger Betreuer der Veranstaltungen, „Mit dem Technologiepark und der Dortmunder Wirtschaftsförderung ist die Infrastruktur vorhanden. Die Grundlagen wie Datenmodelle, Datenbanken und Internet-Technologien als Basis für das Doing schaffen wir in unseren Veranstaltungen.“ Darüber hinaus ist wesentlich, die Studierenden dazu anzuspornen, eigene Ideen zu entwickeln. Vor allem letzteres ist den aktuell betreuenden wissenschaftlichen Mitarbeitern, Dipl.-Inform. Chris Börgermann und Dipl.-Wi.-Ing. Erik Frank, Gründer des Heimwerkerportals Wawerko.de , wichtig. „Die Studierenden können aus unseren Erfahrungen lernen, sollen aber vor allem ein Interesse an der selbständigen, unternehmerischen Tätigkeit entwickeln. Wir hoffen sehr, dass der Funke überspringt.“ So will beispielsweise Philip Budeus mit Kommilitonen den Schritt in die Selbständigkeit wagen und mit myKickers.de zukünftig Fußballspielern eine Plattform bieten: „In den kommenden Monaten soll es losgehen.“
Um den Start in die Selbstständigkeit zu erleichtern, nehmen die Gründerteams mit ihren Businessplänen für ein Dotcom-Unternehmen am Start2Grow Gründungswettbewerb teil. Durch das Feedback erfahrener Branchenexperten wird das eigene unternehmerische Denken geschärft. Zusätzliche Praxisvorträge von Gründern runden das Lehrangebot ab und erlauben einen tieferen Einblick in die unternehmerische Praxis eines jungen Start-ups. „Auf dem Papier kann man die Gründung noch so penibel planen, in der Praxis sieht dann doch manches ganz anders aus.“ so Dipl.-Kfm. Andreas Unger, Gründer des Tee-Shops allmytea.de, der im Rahmen der Veranstaltung über seine Gründungserfahrungen referierte.
Wenngleich die Veranstaltung die Studierenden und die Betreuer gleichermaßen stark fordert, zeigen doch der Enthusiasmus und das Engagement aller Beteiligten, dass das Thema Internet-Business und Unternehmensgründung für viele von starkem Interesse ist.











