(openPR) Die juristischen Querelen um den 2001 im bayerischen Chiemsee entdeckten Goldkessel nehmen kein Ende: Noch immer liegt der beschlagnahmte "Gral" im Tresor der Zürcher Kantonalbank. Wie das MYSTERIES-Magazin nun erstmals enthüllt, ist neben dem Münchner Juristen Herbert S. auch Profischatzsucher Jens Essig in den aktuellen Rechtsstreit involviert - der "Mitentdecker" des Kessels!
Basel. Neuer Wirbel um den 2001 im bayerischen Chiemsee entdeckten Goldkessel, der seit 2006 - nach seiner Beschlagnahme durch die Schweizer Justiz - im Safe der Zürcher Kantonalbank liegt: In seiner aktuellen Kiosk-Ausgabe (März/April) legt das MYSTERIES-Magazin jetzt brisante Details über die Affäre offen, die eigentlich geheim bleiben sollten.
Speziell die Identität des allerersten Käufers - "angeblich ein Sammler aus München" - und die Höhe des Kaufpreises würden in Bayern hartnäckig unter Verschluss gehalten, konstatierte am 23. April 2007 selbst der "Spiegel". Nun ist das Geheimnis gelüftet: Beim "Sammler" handelt es sich laut MYSTERIES um den Münchner Juristen Herbert S. Er hatte das keltisch anmutende Stück 2003 für 160’000 Euro vom Bayerischen Staat erworben, wovon der Freistaat und die beiden Entdecker (Taucher Stefan L. und der aus dem TV bekannte Münchner Schatzsucher Jens Essig) je die Hälfte erhielten.
2006 gelangte der vermutlich aus der Neuzeit stammende 18-karätige Goldkessel mit Hilfe eines ehemaligen Schweizer UBS-Bankers zum Endpreis von rund 250’000 Euro in die Hände des Schweizer Geschäftsmanns Marcel W. (59). Der umstrittene Finanzjongleur pries den Kübel Investoren für bis zu 300 Millionen Euro an - tausendmal mehr als der Materialwert. Interessenten überwiesen in der Folge Millionensummen und reichten später Klage gegen W. und seine Firma ein. Seither ermittelt die Zürcher Justiz wegen Verdachts auf Betrug.
"Alles deutet darauf hin, dass Marcel W. selber an die historische Bedeutung des Kessels glaubt", betont Marc Jean-Richard-dit-Bressel, der seit 2007 für den Fall zuständige Staatsanwalt, auf Anfrage. "Ohne Täuschungsabsicht ist kein Betrug möglich." Erstaunlich parteiisch anmutende Aussagen! Als der Zürcher Staatsanwalt kürzlich die Freigabe des Gold-Objekts anordnete, kam es prompt zu Rekursen. Unter den Protestierenden befindet sich offenbar auch der deutsche "Mitentdecker" und prominente Schatzsucher Jens Essig.
Entdeckt worden war das rund 10 Kilo schwere Goldgefäss im September 2001 im deutschen Chiemsee. Fazit des bayerischen Finanzministeriums im Januar 2003: Das imposante Stück sei vermutlich nach 1925 fabriziert worden - aber "kein NS-Vermögensgegenstand".










