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Finanzmarktbericht Februar 2009

(openPR) Stand 25. Februar 2009 - Zusammenfassung
Insgesamt mehren sich die Anzeichen einer Wie-deraufnahme der Abwärtsbewegungen auf den einzelnen Märkten. Die Konsolidierung der ver-gangenen Wochen kann damit abgeschlossen sein.
Gesamtwirtschaftlich scheint sich die Stimmung jedoch nicht weiter zu verschlechtern. Realwirt-schaftlich gab es in einer Vielzahl von Volkswirt-schaften im 4. Quartal 2008 zum Teil kräftige Ein-brüche. Allerdings gibt es gewisse Anzeichen der Abschwächung der Abwärtsentwicklung.


Für einen Einstieg in Erwartung steigender Kurse auf den Aktienmärkten scheint es aus konservati-ver Sicht aber noch zu früh.

Einzelne Märkte
Der US-Dollar befindet sich mit ca. 1,28 US$/ € weiterhin in seinem weiten Konsolidierungsbe-reich, den er Ende 2008 betreten hat. Die US-Währung befindet sich seit Mitte 2008 in einem deutlichen Abwärtstrend.

Die Rohstoffmärkte befinden sich seit Dezember 2008 in einer Konsolidierungsphase des ebenfalls Mitte 2008 gestarteten Abwärtstrends. Im Verlauf der Kursentwicklung der letzten Monate wurde der seit 2001 bestehende Aufwärtstrend des CRB-Index nach unten durchbrochen. Ende Febr. 2009 notierte der breite Rohstoffindex CRB bei ca. 200 US$ und damit bei weniger der Hälfte des Wertes, den er mit seinem Höchststand im Juli 2008 er-reicht hatte. Bei dem gegenwärtigen Kursniveau könnte er jedoch seine Konsolidierungsphase bereits beendet und den ursprünglichen Abwärts-trend wiederaufgenommen haben. Dasselbe gilt für den Rohölpreis (Brent), welcher zuletzt bei ca. 41,3 US$ notierte. Gold kostete zuletzt 980 US$ pro Unze und stand damit nahe seines histori-schen Höchststandes von knapp über 1.000 US$.

Auch die Zinssätze testen augenblicklich ihre Tiefststände der vergangen Wochen. So notierte der Bundfuture bei 125,86 €. Rohstoffpreise wer-den häufig als Indikator für die Höhe der zukünfti-gen Inflation betrachtet. Die Inflationserwartungen finden dann im Zinsniveau der Rentenmärkte ih-ren entsprechenden Niederschlag. So können die gegenwärtigen hohen Rentenpreise bzw. niedri-gen Verzinsungen auf sehr niedrige Inflationser-wartungen, welche durch die Niedrigststände der Rohstoffpreise induziert werden, hinweisen.

Die Aktienmärkte scheinen ihren Abwärtstrend wiederaufgenommen zu haben. Sowohl der Dax mit einem Kurs von 3867 als auch der S&P 500 Index mit 743 haben womöglich ihre Konsolidie-rungsphasen der letzten Wochen abgeschlossen.

In den meisten Volkswirtschaften hat sich die ge-samtwirtschaftliche Situation im vierten Quartal 2008 wesentlich verschlechtert. Die teilweise ka-tastrophalen Schrumpfungsprozesse des letzten Quartals in 2008 in den einzelnen Volkswirtschaf-ten entsprachen im groben Rahmen den Erwar-tungen qualifizierter Beobachter. Mittlerweile gibt es jedoch auch Hinweise, dass sich die Situation etwas beruhigt. Stimmungsindikatoren fallen nicht mehr in dem rapiden Ausmaß der letzten Monate, sondern zeigen eher eine Stabilisierung der Situa-tion an. Auch haben sich z.B. die Frachtraten für Überseetransporte nach dem drastischen Verfall in 2008 wieder etwas erholt und es konnten erst-mals wieder größere ungesicherte Anleihen wie von Goldman Sachs am Markt platziert werden.
Die Entscheidungen von Wirtschaftssubjekten scheinen augenblicklich in einem sehr viel größe-ren Ausmaß als üblich durch Unsicherheiten über die wirtschaftliche Entwicklung geprägt zu sein. Deshalb ist die Vermutung, dass die gegenwärti-gen mehr oder weniger geeigneten staatlichen Unterstützungsmaßen zu einer Abfederung oder sogar Umkehr der Abwärtsentwicklung führen, mit sehr großer Unsicherheit behaftet. Auch scheint es nicht unwahrscheinlich, dass vermehrt Banken durch zunehmende Kreditausfälle und abneh-mende Provisionseinnahmen in zusätzliche wirt-schaftliche Schwierigkeiten geraten werden. Ge-fährdet scheinen v.a. auch Banken mit großen Engagements im zuletzt besonders negativ getrof-fenem Osteuropa.
Sollten die negativen psychologischen Faktoren jedoch an Gewicht verlieren, ist auch eine mehr oder weniger deutliche Erholung einzelner Volks-wirtschaften noch 2009 nicht ausgeschlossen.

Bedeutung für die Anlagepolitik
Auch wenn sich sinkende Zinsen und Rohstoff-preise in der Regel mittel- bis langfristig positiv auf Aktienmärkte auswirken, überwiegen für die lang-fristige Anlagepolitik auf den Aktienmärkten aus konservativer Sicht gegenwärtig weiterhin die Ri-siken gegenüber den Chancen. Neben der schlechten technischen Verfassung der Märkte gibt es zum einen noch keine Anzeichen einer Beruhigung der gesamtwirtschaftlichen Situation. Zum andern ist es nicht unwahrscheinlich, dass noch einzelne osteuropäische Staaten, wie die Ukraine, oder auch Großunternehmen in den Bankrott gehen.
Auf den Rentenmärkten wird aufgrund des er-reichten niedrigen Zinsniveaus mittelfristig mit einem Ende des Aufwärtstrends der Rentenkurse gerechnet. Das heißt, auch hier könnte mit Kurs-verlusten zu rechnen sein. Dies umso mehr, als dass die erwartete Zunahme der Kreditausfälle die Risikoprämien weiter erhöhen könnten. Ein längerfristiger Einstieg in Anleihen ist aus dieser Perspektive heraus nicht zu empfehlen.

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