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Finanzaufsicht BaFin setzt Lebensversicherungen zu

(openPR) Nichtbilanzierung von Verlusten könnte zu gefährlicher Konsequenz führen

Es ist dem renommierten Fachjournalisten Herbert Fromme aus Köln zu verdanken, dass immer wieder spannende Themen aus der Versicherungswirtschaft bekannt werden. So macht er in seinem Beitrag „BaFin warnt Versicherer“ in der Financial Times darauf aufmerksam, dass es ein Gespräch zwischen der Finanzaufsicht BaFin und dem Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) gegeben hat, wonach die BaFin die „Beliebigkeit“ in der Bilanzierung von Versicherungsunternehmen nicht weiter akzeptieren will.



Zum Hintergrund: Aufgrund des Börsencrashs zwischen 2000 und 2002 hatte man den Versicherern ermöglicht, dass diese Wertpapiere nicht mehr zwingend abschreiben müssen, wenn deren Wert sinkt, aber zu erwarten ist, dass sich deren Wert in absehbarer Zeit wieder erholt. Der Begriff, der hierfür gewählt wurde, lautet „stille Lasten“. Bislang wurden die Versicherer nicht auffällig, die stille Lasten im Volumen von zehn Prozent bilanziert haben. Nun will die BaFin selbst zwanzig Prozent zulassen, vermutlich, weil zehn Prozent Abschreibungsbedarf schon eher die Regel ist als die Ausnahme. Gleichzeitig will sie jedoch die Kontrollsituation verschärfen. Genaue Angaben verschweigt die BaFin jedoch - wie bereits in der Vergangenheit.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich auch der Pressesprecher der BaFin erneut nicht zu den entsprechenden Vorgängen äußern will – sieht sich die BaFin doch als „Controlleur“ der Finanzdienstleistungsbranche, offenkundig jedoch nicht verpflichtet, dies auch der Öffentlichkeit transparent zu machen. Die Frage sei daher erlaubt, für wen diese Behörde eigentlich tätig ist, wenn sie nicht einmal ihre aus unserer Sicht absoluten Verpflichtung nachkommt, potentielle Versicherungskunden sowie Teilnehmer des Finanzdienstleistungsmarktes darüber zu informieren, dass doch einiges im Argen liegt.

Die Versicherer, die Kapitalanlagen in einem Volumen von mehr als 1.100 Milliarden Euro verwalten, scheinen jedenfalls mit dieser Situation recht gelassen umzugehen. So hat man gerade unlängst im Rahmen einer Fachtagung kommuniziert, dass man mögliche Schräglagen lieber „unter sich“ lösen will, als dass sie in der Öffentlichkeit bekannt würden. Dabei sollte die Situation nicht darüber hinwegtäuschen, dass es um das Geld der Versicherten geht und nicht um die Interessenlage der Versicherungsgesellschaft.

Und vor diesem Hintergrund erscheint die Forderung der BaFin zwar nachvollziehbar, in Anbetracht der Finanzmarktkrise kulanter mit der Gesamtsituation umzugehen. Richtig ist sie dennoch nicht, denn bislang jedenfalls haben sich viele Maßnahmen der Finanzaufsicht als zahnloser Tiger erwiesen und die Marktteilnehmer verstanden es immer wieder, die ihnen gebotenen Lücken auch entsprechend auszunutzen. So will die BaFin zwar künftig den Gesellschaften die gelbe Karte zeigen, die zwanzig Prozent und mehr als „stille Rücklagen“ bilanzieren. Ob dies jedoch entsprechend geahndet wird, bleibt fraglich.

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