(openPR) 25.02.2009 – Dresden/Sachsen/Kultur
Oscar®-Anwärter kämpft um Goldenen Reiter
Filmfest Dresden mit zwölf Wettbewerbsprogrammen | Achtköpfige Auswahlkommission hat 70 Filme nominiert | Sechs ehemalige Jurymitglieder in den Wettbewerben dabei | Kirgisischer Film feiert Wettbewerbspremiere | 21. Filmfest vom 14. bis 19. April 2009
Die Oscars® sind vergeben, die acht Goldenen Reiter aber warten noch auf ihre Preisträger. 70 Filme werden vom 14. bis 19. April in das Rennen um die begehrten Kurzfilm-Trophäen gehen. Seit gestern (24. Februar) stehen die Wettbewerbsprogramme des 21. Filmfests Dresden fest. In den sieben Internationalen Wettbewerben werden 43 Filme um die Goldenen Reiter kämpfen, in den fünf Nationalen Wettbewerben werden es 27 Streifen sein. Insgesamt konkurrieren Beiträge aus 20 Ländern um die Festivalpreise. Die meisten kurzen Filme im Wettbewerb kommen aus Großbritannien (9) und Frankreich (8). Erstmalig kämpft mit Akjoltoy Bekbolotov auch ein Regisseur aus Kirgisien um einen Goldenen Reiter. Mit 2.134 Bewerbungen aus 75 Ländern konnte das Filmfest einen neuen Rekord verzeichnen.
Viereckige Augen, ein überdurchschnittlich hoher Koffeinverbrauch, nur wenige Stunden Schlaf – das sind nur einige der „Nebenwirkungen“ von nächtelangem Kurzfilmgucken. In den vergangenen sechs Wochen hat sich das Filmfest-Sichtungsteam sämtliche 2.134 Bewerberfilme angeschaut und daraus das Wettbewerbsprogramm gestrickt. „Die Monate Januar und Februar waren für meine Sichtungsteamkollegen und mich eine Zeit der angenehmen Anstrengung. Am Ende haben wir ein Wettbewerbsprogramm zusammengestellt, in dem sich insgesamt sechs ehemalige Jurymitglieder wiederfinden – so viele wie noch nie“, so Filmfestdirektor Robin Mallick. Berlinale-Gewinner Daniel Elliot wird genau so dabei sein wie Vuk Jevremovic, Carsten Strauch, Piotr Lewandowski, Volker Schlecht und Schauspieler Fabian Busch mit seinem Erstlingsfilm „Edgar“.
In der diesjährigen Auswahl widerspiegelt sich einmal mehr die Vielfalt des Kurzfilms – sowohl hinsichtlich Genres als auch Themen. Und auch der Oscar® wirft seinen Schatten auf das Filmfest. „Auf der Strecke“ von Reto Caffi, am vergangenen Sonntag in Los Angeles nominiert, läuft in Dresden im Nationalen Wettbewerb. Und Runar Runarsson, dessen „The Last Farm“ 2006 für den Oscar® nominiert war, startet im diesjährigen Internationalen Wettbewerb mit „2 Birds“. „Auffällig an dem aktuellen Filmfest-Jahrgang ist, dass sich eine Reihe von Regisseuren mit dem Zusammenleben und seinen Herausforderungen in Familie und Gesellschaft beschäftigt hat“, so Mallick.
Wenn unmittelbar nach Ostern vom 14. bis 19. April die 21. Filmfest-Auflage im Kino Metropolis stattfindet, werden Trophäen und Preisgelder von über 60.000 Euro vergeben, darunter der Filmförderpreis der sächsischen Kunstministerin (20.000 Euro). Damit ist das Filmfest Dresden erneut das höchstdotierte europäische Kurzfilmfestival. Neben den Wettbewerben dürfen sich die Kurzfilmfans auch wieder auf eine Reihe von Spezialprogrammen freuen.
Dem Sichtungsteam, das für das Wettbewerbsprogramm verantwortlich zeichnet, gehörten Robin Mallick (Filmfest Dresden), Johannes Vittinghoff (Filmfest Dresden), Andrej Krabbe (Filmfest Dresden), Jörg Polenz (Filmfest Dresden), Simone Lade (AG Kurzfilm), Stephan Raack (Programmkino Thalia), Sven Voigt (Filmgalerie Phase IV) und Mandy Gerlach (TU Dresden) an. Bewerben konnten sich Filmemacher mit einem Animations- oder Spielfilm. Die Werke durften maximal 30 Minuten lang und nicht älter als zwei Jahre sein.
www.filmfest-dresden.de
F.d.R.d.A.
Stefan Bast








