(openPR) Auch der VMF ist gegen die staatliche Finanzunterstützung der Autobanken / Markenunabhängige Gesellschaften sind erstaunt über Zusage.
Bad Homburg, im Februar 2009. Die im Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften vereinigten, marktführenden Fuhrparkmanagementgesellschaften – allesamt herstellerneutral – sprechen sich vehement gegen die staatliche Unterstützung der Autobanken aus. „Jahrelang haben die finanzstarken Autobanken den Wettbewerb verzerrt, indem sie Restwerte unrealistisch kalkuliert und quersubventioniert haben – und sich damit Kunden gekauft haben. Jetzt, wo das Modell nicht mehr aufgeht ist es ein Unding, dass eine offensichtliche, jahrelange Misswirtschaft auch noch belohnt wird und der Staat – ja letztendlich der Steuerzahler – für die Verluste bürgen soll.“, fasst der Vorstand des VMF die derzeitige Gemütslage seiner Mitglieder zusammen. Und weiter: „ Wenn wir Verluste machen, müssen wir sie selbst tragen – und das ist mit Verlaub ja auch Sinn der Marktwirtschaft.“
Neben dem Bankgeschäft sind die Autobanken die größten Wettbewerber von herstellerneutralen Leasinggesellschaften. Dass Unternehmen, die sich rein auf die Verkaufförderung und Absatzsteigerung der eigenen Marken spezialisiert haben, von der Allgemeinheit gestützt werden sollen, stößt nicht nur bei den anderen Marktteilnehmern auf Unverständnis. Auch einige verantwortliche Experten des Finanzmarktgremiums äußern erhebliche Bedenken. Dazu gehört der oberste Bankenfondskontrolleur Albert Rupprecht (CSU) genauso, wie der Haushaltsexperte der Grünen, der der Bundesregierung sogar vorwirft, den Banken-Rettungsschirm für industriepolitische Zwecke zu missbrauchen.
Die Automobilindustrie erhält neben der Abwrackprämie und den Steuererleichterungen damit auch noch einen dritten staatlichen Geschenkkorb. „Gegen die Unterstützung der Automobilindustrie durch das Konjunkturpaket haben wir keinerlei Einwände, doch die Markt verzerrenden Methoden der Autobanken sollen nicht durch staatliches Zutun fortgeführt werden können. Eine wettbewerbsorientierte Marktwirtschaft braucht realistische Preissysteme und keine Subventionen.“, stellt der VMF klar. Der Rettungsfonds wird nach Meinung des VMF immer mehr missbraucht, denn er ist in erster Linie aufgebaut worden, um den Geldverkehr zwischen den Geschäftsbanken wieder in Gang zu bringen. Nicht, um Herstellern zu helfen, Ihre Produkte preislich aufzuhübschen. „Und sollten Hilfen gewährt werden, so müssten sowohl alle Hersteller in den Genuss kommen, als auch die unabhängigen Anbieter, die gerne die vergünstigten Konditionen an ihre Kunden weitergeben“, zeichnet der VMF-Vorstand ein Bild, wie eine faire Behandlung aller Marktteilnehmer aussehen könnte.








