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Backpacker Network Germany gegen Steuervergünstigungen gemeinnütziger Beherbergungsbetriebe

13.07.200916:48 UhrTourismus, Auto & Verkehr
Bild: Backpacker Network Germany gegen Steuervergünstigungen gemeinnütziger Beherbergungsbetriebe

(openPR) In den letzten Jahren sind in Deutschland an vielen Orten privatwirtschaftlich organisierte Hostels (Amtsdeutsch: Jugendhotel) entstanden. Als reguläre Beherbergungsbetriebe unterliegen diese dem einheitlichen Mehrwertsteuersatz von derzeit 19% auf alle Übernachtungsumsätze. Wie auch in der übrigen Tourismusbranche ist die Betriebsstruktur sehr heterogen. Es gibt alles: vom Kleinstbetrieb mit weniger als 8 Betten bis hin zum internationalen Konzern.


Ebenso variieren die Zielgruppen von eher auf Jugendreisegruppen orientierten Betrieben bis zu Häusern mit Spezialisierung auf den jungen Individualreisenden.
Gleichzeitig eröffnen in zunehmendem Maße gemeinnützige Vereine Hostels in deutschen Städten und nutzen das gesetzliche Sonderrecht der vollständigen Umsatzsteuerbefreiung für Gäste bis 26 Jahre.
Diese Hostels firmieren oft als gGmbH oder gemeinnütziger Verein (e.V.) bzw. Zweckbetrieb eines solchen. Ein Zusammenhang mit dem im der Vereinssatzung hinterlegten Vereinszweck lässt sich in vielen Fällen nicht herstellen.
Nach Interpretation des Umsatzsteuergesetzes ergibt sich aus dem Text, dass die Mehrwertsteuerfreiheit nur gewährleistet werden darf, wenn förderungswürdige Jugendhilfe zu erkennen ist. Das reine Anbieten von Übernachtung an Individualreisende im Wettbewerb mit dem regulären Markt erschließt sich nicht zwangsläufig als förderungswürdig.
In der Regel werden von solchen Betrieben aber eben in großem Maße auch Individualreisende auf den üblichen Vermarktungswegen (z.B. Internetvertrieb über Plattformen oder eigene Webseite) angesprochen. Eine Eigendarstellung als geförderter Betrieb mit entsprechendem Inhalt und gesellschaftlichem Auftrag findet nicht statt. Der Mehrwertsteuervorteil wird in Form von Preiswettbewerb weitergegeben - meist werden die Nettopreise als reguläres Preisniveau angegeben (im Kleingedruckten lässt sich dann lesen, dass Gäste über 26 noch 19% Mehrwertsteuer bezahlen müssen).
Das Backpacker Network Germany vertritt mittlerweile 58 unabhängige und inhabergeführte Hostels in über 30 bundesdeutschen Städten und möchte auf diesem Weg eine politische Diskussion über den Sinn dieser Steuervorteile und die daraus resultierende Wettbewerbsverzerrung anstoßen. Dass zudem beträchtliche Steuereinnahmepotentiale ignoriert werden sei ergänzend hinzugefügt. Viele Mitgliedsbetriebe können auf entsprechende Mitbewerber in ihrem unmittelbaren Umfeld verweisen.
Die Mitgliedsbetriebe des Backpacker Network Germany und viele andere Hostels, sowie klassische Hotels mit Jugendtourismus sind in besonderem Maß von diesen „gemeinnützigen“ Hostels betroffen, da die meisten ihrer Gäste jünger als 26 Jahre alt sind. Bei gleichem Angebotspreis wie die Mitbewerber müssen sie von jedem eingenommenen EURO 0,11 - 0,17 EURO (je nach Betriebsausgabensituation) direkt als Mehrwertsteuer abführen - die gesetzlich bevorzugt behandelten Mitbewerber aber behalten diese Umsätze als Einnahmen. Hinzu kommen zusätzliche Belastungen wie Gewerbesteuer, IHK Mitgliedsbeiträge, GEMA, GEZ etc. etc. welche für die Gemeinnützigen entfallen oder vergünstigt sind.
Letztendlich müssen sich die unabhängigen Beherbergungsbetriebe im Wettbewerb um Existenzsicherung bemühen und schaffen trotzdem echte und nachhaltige Arbeitsplätze. Es ist nicht einsichtig, wieso auf politischer Ebene hier nichts unternommen wird, um fairen Wettbewerb in einem wichtigen Wirtschaftssektor herzustellen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann es nicht sein, dass in Deutschland eine gesunde Branche durch Wettbewerbsverzerrung mittels staatlicher Eingriffe geschwächt wird. Die möglichen Steuereinnahmen könnten gut genutzt werden, um z.B. förderungswürdige Projekte der Jugendarbeit gezielt zu unterstützen, anstatt blind zu streuen.
Das Backpackernetwork Germany ist der Meinung, die ungerechtfertigten Marktvorteile für „gemeinnützige“ Betriebe seien untragbar, da diese genau das Gleiche Geschäft betreiben wie die Steuerzahler. Der Jugendreisesektor wird mittlerweile in sehr guter Qualität und preisgünstig von privaten Anbietern bedient. Die bestehende Förderung ist nicht mehr zielgerichtet sondern verzerrt einen gesunden Markt. Die nicht realisierten Steuereinnahmen sollten die Angelegenheit zu einem Thema für jeden Bundesbürger machen.
Das Backpacker Network Germany fordert eine steuerliche Gleichbehandlung aller Anbieter im Jugendreisesektor.

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