(openPR) Am Samstag, den 21.2.2009 um 16.00 Uhr wird im Dachgeschoss die Ausstellung „Joachim Lambrecht – Keramische Arbeiten“ eröffnet. Nach der Begrüßung durch Dr. Julia Hümme, neue Leiterin des Ostholstein-Museums, wird Hans-Peter Jakobson, ehemaliger Direktor des Museums für Angewandte Kunst in Gera, in die Ausstellung einführen.
Der aus Süddeutschland stammende Keramiker Joachim Lambrecht hat sich in seiner künstlerischen Auseinsandersetzung mit dem Material Ton in besonderer Weise der Technik des Raku verschrieben: Das glühende Objekt wird mit Zangen aus dem Feuer geholt und dann in Sägemehl getaucht. Danach wird die verkohlte Sägemehlkruste mit Wasser und Holzwolle abgewaschen: Erst im Anschluss daran zeigt sich die für Joachim Lambrechts Arbeiten so typische unglasierte schwarze Oberfläche. Denn im Vordergrund steht für ihn die Form, nicht die Farbe. Viele seiner Werke wirken auf diese Weise kraftvoll und archaisch, doch zeigt sich in ihnen ganz deutlich auch die Ausgewogenheit zwischen Statik und Dynamik, die er durch geschwungene Bodenlinien und Schrägen erzeugt: „Dieses Spannungsverhältnis von Strenge und Lebendigkeit, ruhiger Form und expressiver Oberfläche, Kalkuliertem und Unwägbarem fasziniert mich stets von Neuem und ist ständiger Impulsgeber meiner keramischen Arbeit.“
Joachim Lambrecht wendet sich aber nicht nur freistehenden Gefäßen wie beispielsweise Rippenvasen und kästchenähnlichen Objekten zu, sondern auch Wandelementen, die ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sind.
Insgesamt präsentiert der Künstler, der 2008 den Staatspreis Baden-Württemberg erhielt, etwa siebzig seiner neuesten Arbeiten in Eutin.











