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Private Vorsorge in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise

Bild: Private Vorsorge in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise
Görke Finanzplanung
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(openPR) Schlimmste Krise seit 60 Jahren
Wer hat in den letzten zwölf Monaten nicht fast täglich davon gehört, dass wir uns weltweit in der schlimmsten Finanz- und Wirtschaftskrise seit vielen Jahrzehnten befinden?
Mehrmals wöchentlich laufen im Fernsehen Talk Shows zu diesem Thema.


Erst die geplatzte Immoblienblase in den USA, daraus folgend die Finanzkrise und in deren Gefolge die Wirtschaftskrise, die noch längst nicht ihren Höhepunkt überschritten hat.

Und immer wieder tauchen dort die Experten von gestern auf, die sich jetzt wieder zu Wort melden und überrascht tun, weil es ja schon lange klar ist, dass die Blase an den Finanzmärkten platzen musste. In dem Punkte haben sie sogar Recht. Man konnte es spätestens seit 2006 wissen.

Private (Alters-)Vorsorge tut Not
Und allen voran auf allen Kanälen der gute alte Norbert Blüm, unbedarft wie eh und je. Man erinnere sich, wie vehement er seinerzeit die These vertrat, „die Rente ist sicher“. Stimmt! Zunächst einmal seine eigene. Und die gesetzliche Rente der Anspruchsberechtigten ist dem Grund nach auch sicher. Nur keiner sagt uns jemals, in welcher Höhe. Wer will – und vor allem kann – schon in 20 oder 30 Jahren von knapp 1.500 Euro im Monat leben? Vorausgesetzt, es gibt den Euro dann überhaupt noch. Denn das ist keineswegs sicher.
Wie dem auch sei. Wer nicht rechtzeitig selber privat vorsorgt, d.h. gleich nach der Lehre oder Ausbildung damit anfängt, der wird zunehmend Schwierigkeiten bekommen, die so genannte Versorgungslücke aufzufüllen. Im Durchschnitt kostet ein Zögern von nur 5 Jahren bei der Privatvorsorge 15.000 Euro extra Eigenaufwand. Wer also statt mit 25 Jahren erst mit 30 Jahren anfängt, selber für sein Alter vorzusorgen, der wird am Ende 15.000 Euro mehr bezahlen müssen, um das gleiche Ziel zu erreichen, wie mit 25 Jahren.
Na wunderbar – fange ich dann also gleich 'mal an, damit nicht noch mehr Zeit verloren geht. Zeit ist Geld – nie war es zutreffender als in diesem Zusammenhang.

Eine Lebensversicherung muß her
Und schon stehe ich vor dem Problem: Wie soll ich denn überhaupt vorsorgen?
Vorsorgen heißt ja in diesem Fall, ich muß möglichst viel Vermögen bilden, solange ich es noch kann, um dann, wenn ich es nicht mehr oder nicht mehr richtig kann, davon leben zu können.
Nun ja, die Alten haben es vorgemacht: Eine Lebensversicherung muß her; oder noch besser, eine private Rentenversicherung.
Doch gleich kommen mir auch Zweifel. Warum denn eine Versicherung? Eine Versicherung brauche ich doch eigentlich, um eventuelle Schäden finanziell abzusichern. Also z. B. eine KfZ Versicherung, Haftpflicht, oder auch Krankenversicherung. Aber um Vermögen zu bilden?
Außerdem: Die Krise der Lebensversicherungsgesellschaften steht uns ja erst noch bevor. Nachdem die Banken nun reihenweise vor dem Kollaps stehen, wird es den Versicherungsgesellschaften kaum besser gehen – sie konnten es bisher nur geschickt hinauszögern. Man stelle sich einmal vor: Ich gebe monatlich 100 Euro an eine Lebensversicherungsgesellschaft, und ausgerechnet diese Gesellschaft meldet demnächst Insolvenz an. Ja, ich weiß es: es gibt ja noch den „Protektor“. Ein Sicherungsfonds, der genau für diesen Fall geschaffen wurde. Sollte einmal eine Lebensversicherung zahlungsunfähig sein, übernimmt der Protektor die Anteile und die Kunden und führt dann die Verträge ordnungsgemäß weiter. Das hatten wir vor einiger Zeit schon einmal. Die Mannheimer Leben, eine damals schon kleine Lebensversicherungsgesellschaft ging Pleite. In aller Hektik wurde der Protektor aus dem Boden gestampft. Übrigens eine freiwillige Angelegenheit für die Lebensversicherer. Die Mannheimer Leben hatte ca. 0,6% Marktanteil. Der Protektor war dann mit dem Fall Mannheimer Leben zu 40% aufgebraucht. Ich wage es kaum weiter zu denken. Man stelle sich vor, eine Lebensversicherungsgesellschaft mit nur 5% Marktanteil ginge im Laufe dieser Krise pleite. Der Protektor wäre das Papier nicht mehr wert, auf dem er einmal geschaffen wurde.

Lieber verkaufen, statt kündigen
Viel besser für eine sichere Anlage ist es, das Risiko eines Ausfalls auf mehrere oder viele Schultern zu verteilen; sich also nicht auf die eine Lebensversicherungsgesellschaft zu verlassen, sondern auf mehrere.
Eine Lebensversicherung taugt aber grundsätzlich nicht nur nicht für die Altersvorsorge, sondern ist - gerade in diesen Zeiten – eine höchst riskante Anlageform. Fast möchte ich sagen: Geldvernichtungsmöglichkeit. Also am besten wäre es, gleich einmal in der Familie herum zu hören, wer denn alles eine solche Police gezeichnet hat. Und dann am besten schnell auflösen, bevor es zu spät ist.
Und genau hier gibt es nun Alternativen zur herkömmlichen Kündigung mit den hohen Verlusten für die Kunden. Warum nicht einfach die Lebensversicherung verkaufen, anstatt zu kündigen? Geht über das Internet. Auf der Seite: http://lv.heaven11.net erhält man einige Informationen und man kann den Ankauf seiner Police anfragen.
Noch viel interessanter wäre es doch, wenn man seinen Lebensversicherungsvertrag nicht nur irgendwie verkaufen könnte, sondern den schon vorhandenen Rückkaufswert auch gleich noch verdoppeln lassen könnte. Also, wenn meine Lebensversicherung schon 6.000 Euro Guthaben hat, bekomme ich 12.000 Euro als Kaufpreis. Auch das geht! Ebenfalls im Internet kann man dazu ein Angebot erhalten: http://www.heaven11.net/Das_Doppelte.html – hier einfach die Daten der Police in das Formular eintragen und nach ein paar Tagen erhält man ein Angebot.
Ich bin ganz begeistert. Nach Jahren der Verluste soll nun durch ein solches Angebot das Geld wenigstens teilweise wieder zurückkommen? Da muß ich doch gleich erst mal alle Familienmitglieder aktivieren, damit die ihre Lebensversicherungen so schnell wie möglich verkaufen.

Staatsanleihen, wie Bundesschatzbriefe sind sicher
Und die ganze Sache hat ja noch einen Vorteil: Ich spare dadurch auch noch die Monatsbeiträge für die Lebensversicherung ein und kann das Geld jetzt wirklich für die Altersvorsorge anlegen.
Ach ja, das war mein eigentliches Problem. Wie, wo, wie lange und wie sicher?
Als guter Deutscher vertraue ich ja auf den Staat. Angeblich sind ja wir alle „der Staat“. Also vertraue ich mir und uns allen. Also mir vertraue ich – meistens.
Ich könnte ja zur Bank gehen und dort einen Sparplan einrichten, in dem ich dann mein Geld in Bundesschatzbriefe anlege.
O je, gleich mehrere Probleme in einem Satz: Bundesschatzbriefe, Bank, Geld.
„Bundesschatzbriefe“ hört sich doch gut an. Die kommen ja vom Staat und sind deshalb sicher. Hm, stimmt das? Staatsanleihen gab es auch schon im deutschen Kaiserreich; und nach dem Kaiser waren sie wertlos. Die Deutschen die ihr Geld in Reichsanleihen des Kaiserreichs angelegt hatten, verloren ihr Geld. Und auch in den Jahren von 1923 bis 1926 gab es Staatsanleihen – von der Weimarer Republik. Wieder kauften viele Deutsche die Anleihen, allen voran die Lebensversicherungsgesellschaften mit dem Geld ihrer Anleger. Dann kam die Inflation. Ein Brot war nicht unter 500 Milliarden Mark zu haben. Was nutzte einem da eine Lebensversicherung oder Staatsanleihen im Werte von 50.000 Mark, die mühsam zusammengespart wurden. Wieder haben viele Deutsche, die ihrem Staat vertrauten, ihr Geld verloren. Aber mit Hitler sollte dann ja alles anders werden. Wieder gab es Lebensversicherungen, Staatsanleihen, wieder kauften die Deutschen Anteile. 1948 war mit der Währungsreform nach dem Zusammenbruch Deutschlands der Traum ausgeträumt. Das alte Geld wertlos, die Sparer, die auf den Staat vertraut hatten, hatten wieder alles verloren.
Doch unerschütterlich kaufen wir Deutsche seit Jahrzehnten wieder Bundesschatzbriefe, Bundesanleihen und legen unser Geld in Lebensversicherungen an, die mit dem Geld wiederum Bundesanleihen und Bundesschatzbriefe kaufen.
Und jetzt kommen gleich mehrere Probleme auf uns, den Staat, zu. Wenn die Lebensversicherungen insolvent werden, also in Zahlungsschwierigkeiten kommen, dann müssen sie diese Staatsanleihen verkaufen. Wir, der Staat, wollen aber nicht, daß die Versicherungsgesellschaften pleite gehen. Also schaffen wir einen Rettungsplan, wie bei den Banken; die sollen ja auch nicht pleite gehen. Für den Rettungsplan brauchen wir Geld, viel Geld. Das haben wir aber nicht. Also müssen wir weitere Schulden machen. Wie macht der Staat Schulden? Der Staat gibt Staatsanleihen aus, also Bundesanleihen und Bundesschatzbriefe usw. Die verkauft er dann, zu 70% an Lebensversicherungen, der Rest geht direkt an einige Fonds und an uns Privatanleger, also an den Staat selbst. Die Lebensversicherungen kaufen wieder wir Privatanleger, also auch der Staat selbst. Denn wir sind ja der Staat. Aber nun kaufen die Lebensversicherungen keine Staatsanleihen mehr, sondern verkaufen sie aus Geldnot. Der Staat bekommt keine Kredite mehr, die Lebensversicherungen und Banken können nicht mehr unterstützt werden. Nachdem also hunderte Milliarden Euro – unser Geld – verbrannt wurden, wird letzten Endes doch die Insolvenz so mancher Institute unvermeidlich sein. Und wir Anleger verlieren gleich zweimal. Einmal direkt, wenn wir auf unser Erspartes verzichten müssen und ein andermal durch die hinausgeworfenen Steuermilliarden. Und noch ein drittes Mal durch die aufkommende hohe Inflation. Schon heute, damit meine ich, vor all diesen Rettungsplänen für Bankmanager und Autobauer und vor all diesen Konjunkturpaketen, ist der Staat so hoch verschuldet, daß an eine Rückzahlung der Schulden nicht zu denken sein wird. Im Gegenteil. Um die Schuldzinsen überhaupt bezahlen zu können, müssen laufend neue Schulden aufgenommen werden. Der Staat ist nicht nur verschuldet, sondern de facto überschuldet. Jeder private Gewerbetrieb, vom Einmann Handwerker bis zum globalen Konzern, wäre in dieser Situation per Gesetz zur Konkursanmeldung verpflichtet. Von den Banken bekäme er längst keine Kredite mehr.
Jetzt frage ich mich: Würde ich einer überschuldeten Person, einem Pleiteunternehmen, noch Geld leihen?
Meine Antwort ist klar. Warum denn in Herrgottsnamen, sollte ich dem Staat noch Geld leihen und dessen Bundesschatzbriefe kaufen?
Weil ein Staat nicht pleite geht? Weit gefehlt. Staaten sind immer schon pleite gegangen. Zuletzt war Island dran – und das liegt so zu sagen direkt vor unserer Haustür und nicht etwa irgendwo in Asien oder Südamerika. Weitere Staaten werden folgen. Im übrigen ist die inoffizielle Insolvenz eines Staates an der stark steigenden Inflation zu sehen, denn nur so kann noch der finanzielle Kollaps abgewendet werden; bestes aktuelles Beispiel ist Zimbabwe.

Das gute alte Sparbuch soll es richten
Mit einem Sparbuch sind schon Eltern und Großeltern gut gefahren, also werde ich halt mein Geld aufs Sparbuch bringen. Das hat mehrere Vorteile. Ich sehe sofort, wieviel Geld dort liegt; alles Geld, das ich einzahle wird dem Konto gutgeschrieben. Das ist ja bei Lebensversicherungen ganz anders; da habe ich mit viel Glück erst nach 10 bis 12 Jahren das Geld auf dem Konto, das ich auch selber eingezahlt habe. Von Rendite ganz zu schweigen. Na ja, die Rendite, sprich Zinsen, sind auf dem Sparbuch auch eher mager. Bei 3-5% Inflation und 0,75% Sparbuchzinsen verbuche ich sogar einen richtigen Verlust. Vermögen aufbauen wird damit wohl nicht möglich sein. Aber genau das ist doch eigentlich mein Ziel.
Immerhin ist das Sparbuch sicher. Sagen jedenfalls alle Leute. Die Bundesregierung sagt, daß mindestens 20.000 Euro gesetzlich abgesichert sind, und die Banken geben ja auch noch einmal eine Garantie in fast unbegrenzter Höhe. Die Banken! Und wenn die der Reihe nach Insolvenz anmelden müssen, bzw. nur am staatlichen Tropf hängen? Dann wird es mit der Garantie wohl auch nicht mehr weit her sein. Also auf die Sparkasse bringen – die Sparkassen sind ja öffentliche Institute und damit gar nicht privat. Die Sparkassen haben auch noch ihren eigenen Sicherungsfonds, ähnlich dem der Privatbanken. Da kann ja nichts schief gehen. Ich werde einmal im Internet Informationen über die Sparkassen suchen.
Nun, die Sparkassen stehen gar nicht schlecht da. Aber das Argument, daß sie ja öffentliche Institute sind und deshalb so etwas wie staatliche Banken, ist eigentlich eher beunruhigend. Die Sachsen LB hat sich als erste verabschiedet, die West LB und auch die Bayern LB haben viel Geld ihrer Kunden verzockt. Die HSH Nordbank kann auch nur noch mit Staatsunterstützung überleben. Alles öffentlich-rechtliche Institute. Und die IKB Bank, eine Tochtergesellschaft der komplett staatlichen KfW Bankengruppe war der erste Dominostein, der mit Steuergeldern künstlich vor dem Umfallen bewahrt werden mußte. Dazu kommt noch, daß die Staatsbank KfW etliche Millionen Euro an die Pleite Bank Lehman Brothers überwiesen hat; sozusagen ins Nirwana geschossen. Macht ja nichts, der Steuerzahler muß es richten. Macht doch etwas: Ich bin der Steuerzahler! Und sie auch. Wenn ich es mir recht überlege, ist die Idee mit den Sparkassen und die Sicherheit durch den Staat gar nicht so toll.

Einfach mehr Geld in Umlauf bringen
Ich komme nun doch etwas mehr ins Grübeln. Viel fällt mir nicht mehr ein. Was soll ich denn jetzt tun, um meine private Vorsorge zu betreiben, ohne irgendwann in den nächsten 20 oder 30 Jahren mein Geld zu verlieren?
Der Staat, der Staat – auch so ein Problem. Wir alle sind ja der Staat. Aber letztlich machen einige Politiker, die sich für unfehlbar und für unverzichtbar halten, was sie wollen. Im Namen des Staates, also in unserem Namen. Und was machen sie gegenwärtig? Sie vergeben Bürgschaften über hunderte Milliarden Euro und sie vergeben viele Milliarden Euro richtiges Geld als Eigenkapitaleinlage an Banken und Sparkassen (hier die Landesbanken). Darüber hinaus wird – auf Pump, mal wieder – ein Konjunkturpaket nach dem anderen geschnürt. Auch hunderte Milliarden Euro. Unser Geld!
Was bedeutet das?
Das Geld für die Konjunkturpakete wird letztlich in Wirtschaftsleistung umgesetzt. D.h. es wird sozusagen umgewandelt in neue Straßen, Brücken, Sportplätze, renovierte Schulen und Universitäten und in Löhne für die Arbeiter. Das mag ja noch sinnvoll sein. Hoffen wir einmal das beste.
Den Milliarden Einlagen bei den Banken – und zukünftig dürften die Versicherungen auch Bedarf anmelden – steht allerdings keine reale Wirtschaftsleistung gegenüber. Hier wird einfach nur neues Geld geschaffen. Es gibt also mehr Geld, aber die Summe aller Waren und Dienstleistungen bleibt gleich. Das bedeutet, daß das Geld insgesamt weniger wert wird, bis sich wieder ein neues Gleichgewicht eingestellt hat. So etwas nennt man Inflation. Weil aber die Sparguthaben nicht gleichzeitig mehr wert werden, verlieren die Sparer durch die Inflation ihr Geld. Und jetzt stellen wir uns einmal vor, was wohl passiert, wenn die Regierungen – es ist ja nicht nur die deutsche Bundesregierung – ihre gegebenen Bürgschaften wirklich einlösen müßten. Auch wenn dies nur zu einem Teil so passieren würde, hätten wir plötzlich noch viel, viel mehr Geld im Umlauf, dem aber keine Wirtschaftsleistung gegenüber steht. Die Folge: Die Inflation wird sich stark beschleunigen. Und das ist ganz im Interesse der Regierungen. Wenn vielleicht irgendwann ein Laib Brot wieder 500 Milliarden kostet, dann können die Regierungen ihre Schulden ganz leicht zurück zahlen. Nur wir Sparer und Anleger, die auf den Staat vertraut haben, werden wieder einmal unser Vermögen verlieren.

Geld in Sachen tauschen
Und wie lege ich nun mein Geld an, um vernünftig vorzusorgen? Fangen wir einfach einmal mit der Inflation an. Hätte ich zum Beispiel ein Haus für 1000 Euro gekauft und die Inflation beträgt 10% pro Jahr. Dann wäre das Haus nach einem Jahr nicht mehr 1000 Euro wert, sondern 1100 Euro, also 10% mehr. Und wenn dieses Haus eine Fabrik ist, oder irgendein anderer Betrieb, mit all den Maschinen und der Betriebseinrichtung darin, dann wäre dies alles auch nach einem Jahr 10% mehr wert. Und auch Gold, Silber und Diamanten würden der Inflation standhalten, denn mit jedem Prozent Inflation steigt auch deren Preis um ein Prozent. Im Gegensatz zu reinem Geld, wie es zum Beispiel auf einem Sparbuch liegt, oder bei Bundesschatzbriefen und anderen Staatsanleihen, aber auch in Lebensversicherungen, sind Sachen resistent gegen Inflation.
Erster wichtiger Punkt ist also: Geld gegen Sachen eintauschen. Denn genau das ist ja auch der Sinn des Geldes.
Aber halt, ich kann mir ja nicht einfach so ein Haus kaufen, oder eine Fabrik; und Gold und Diamanten sind mir auch zu teuer. Es würde nur dann funktionieren, wenn ich ein Haus, eine Fabrik, oder Gold und Diamanten jeweils in kleinen Anteilen kaufen könnte, die ich auch bezahlen kann.
Geht das? Mal nachdenken. Ich rufe einen Bekannten an und erzähle ihm von meinen Überlegungen. Doch der gibt mir den Rat Aktien zu kaufen. Ja, ist denn der von allen guten Geistern verlassen? Damit verlieren viele Leute doch gerade jetzt viel Geld. Oder etwa nicht?
Ich lasse es mir noch einmal durch den Kopf gehen. Immerhin bieten Aktien eine ganz einfache Möglichkeit, sich mit kleinen Beträgen an Sachen zu beteiligen, also an Fabriken und allen möglichen Unternehmen, die eben Aktien herausgeben. Ich ziehe wieder einmal das Internet zu Rate. Finanzseiten gibt es dort ja viele. Die Deutsche Bank ist ja auch so eine Aktiengesellschaft. Vor 12 – 14 Monaten kostete eine Aktie von denen noch ca. 75 Euro und heute nur noch so um die 20 Euro. Na also, da haben wir's. Geld verloren!
Aber wenn die Aktie der Deutschen Bank nur auf 40 Euro steigt, also nur halb so viel, wie sie vor einem guten Jahr noch wert war, dann hätte ich 100% Gewinn eingefahren. Und wenn es fünf Jahre dauert, bis es soweit ist? Dann wären es immerhin noch 20% pro Jahr. Und wenn es 10 Jahre dauert immer noch 10% pro Jahr. Auf dem Sparbuch gibt es 0,75% pro Jahr.

Investmentfonds sind eine gute Idee
Aber was passiert, wenn die Deutsche Bank pleite geht? Dann wäre mein Geld verloren, stimmt. Also lieber Finger weg; ist mir zu riskant.
Ich schaue mir die Aktienkurse vieler anderer Unternehmen an, nicht nur der Banken. Fast allen ist es ähnlich ergangen, wie der Deutschen Bank – mehr oder minder schlimm. Um beim Beispiel der Banken zu bleiben: Die Regierungen sind ja sowieso übereingekommen, daß sie keine Bank pleite gehen lassen wollen. Und wenn es auch nur Gerede ist, etwas Sicherheit verleiht dieses Gerede doch. Und eines ist auch klar: Wenn eine Bank Pleite geht, dann übernimmt eine Konkurrenzbank deren Kunden und macht die Geschäfte weiter. Und bei allen anderen Unternehmen in allen Branchen ist es genauso.
Wäre doch gut, wenn man an allen Unternehmen irgendwie beteiligt wäre. Aber mit 100 Euro im Monat, die ich gerade noch aufbringen kann, ist das wohl ein Hirngespinst.
Ich suche weiter nach Informationen; und komme ziemlich schnell in den Bereich Investmentfonds. Es ist gesetzlich geregelt, daß ein Investmentfonds, der in Aktien investiert, nicht mehr als 5% seines Vermögens in einer Aktie halten darf. Demnach muß der Aktienfonds mindestens in 20 verschiedene Aktienunternehmen investieren. Ich schaue mir die Details zu einigen Aktienfonds an und sehe sehr schnell, daß in Wirklichkeit kaum jemals 5% des Vermögens in einer Aktie investiert sind. In der Tat halten die Aktienfonds Anteile an zig verschiedenen Firmen. Das sieht schon einmal gut aus; wenn dann die eine andere Firma tatsächlich Konkurs anmelden würde, wären ja immer genug andere Firmen vorhanden, die deren Geschäft auffangen. Außerdem sind Fonds, genauso wie die Aktien selber, zur Zeit zu ausgesprochenen Schnäppchenpreisen zu haben. Ich glaube auch, daß eine solche Chance preiswert einzukaufen, nur einmal im Leben vorkommt. Das will ich mir auf gar keinen Fall entgehen lassen.

Ich brauche einen guten Berater
Da taucht das nächste Problem auf: Es gibt in Deutschland knapp 10.000 Investmentfonds. Welchen soll ich denn nun nehmen? Wieviel kostet mich der ganze Spaß? Ich glaube, damit bin ich doch etwas überfordert. Es wird doch irgendwo jemanden geben, der mich dahingehend beraten kann.
In der Tat. Solche Menschen gibt es sehr viele – noch viel mehr, als Investmentfonds. Und man hat ja auch schon von vielen Betrügern gehört, die lieber in die eigene Tasche wirtschaften, als sich um ihre Mandanten zu kümmern. Es müssen also Vorbedingungen her, bestimmte Kriterien, nach denen ich mir einen Berater aussuche. Wenn dieser Mensch für eine Bank oder Versicherung arbeitet, wird er mich auf keinen Fall neutral beraten, sondern er oder sie ist ihrem Arbeitgeber gegenüber verpflichtet und muß zu dessen Profitmaxmierung beitragen; aber nicht zu meiner Profitmaximierung. Der Berater soll unabhängig sein, also zu keiner größeren Gesellschaft gehören und er oder sie muß genügend Angebote zur Auswahl haben. Natürlich ist mir klar, daß deren Arbeit Geld kostet. Aber ein guter Berater wird mir sicherlich die Kosten im Detail erklären können. Bei meiner Internetsuche finde ich Unmengen an so genannten unabhängigen Beratern. Mir bleibt nichts anderes übrig, als einige herauszusuchen und dann einzeln zu testen, ob sie meine Kriterien erfüllen. Aus meiner Gegend ist mir die Seite von http://finance.heaven11.net aufgefallen. Die Firma bietet nicht nur unabhängige Beratung zu Investmentfonds an, sondern auch zu Direktbeteiligungen und hat auch Investments in Gold und Silber, und auch Diamanten im Angebot. Klingt doch schon einmal gut. Ich werde wohl mal hingehen und hören, was die zu sagen haben.

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