(openPR) Stuttgart, 17.Februar 2009 - Medizintourismus findet steigende Beachtung bei Krankenhäusern und Kliniken.
Nach einer Umfrage von ONMEDIX sind 92 Prozent der Kliniken in Deutschland an diesem Marktsegment interessiert. Das sind 12 Prozent mehr als noch 2005. Kliniken nützen zunehmend Onlineportale um Kunden im Ausland gezielt anzusprechen.
Deutschland hat als medizinischer Qualitätsanbieter noch großes Wachstumspotenzial. Hinzu kommen deutlich günstigere Behandlungskosten als in den USA oder in Großbritannien. Bisher konzentrieren sich die Kliniken auf arabische und osteuropäische Kunden. In den nächsten Jahren könnten US-amerikanische und chinesische Patienten ins Zentrum des Interesses rücken.
Ungefähr 70.000 Patienten ließen sich im vergangenen Jahr in Deutschland behandeln. Das ist wenig im Vergleich zu den 1,4 Millionen ausländischen Gesundheitsgästen, die im gleichen Zeitraum nach Thailand gekommen sind.
Nach Leonore Boscher, verantwortlich für das International Office des University Medical Centers Hamburg-Eppendorf, stehen Krankenhäuser und Kliniken aus Deutschland nicht in direkter Konkurrenz zu den medizinischen Billiganbietern in Thailand oder Indien. „Produkte aus Deutschland werden nicht wegen ihres günstigen Preises gekauft, sondern wegen ihrer Qualität.“ Im Ausland genießt das deutsche Gesundheitssystem und die in Deutschland ausgebildeten Ärzte ein hohes Ansehen. „Dazu kostet ein Eingriff in Deutschland nur ein Viertel von dem, was die gleiche Leistung in den USA kostet“, so Leonore Boscher.
Bisher war das jährliche Wachstum des Auslandkundensegments gering. Nach Julius Ehret, Geschäftsführer des online Medizintourismus Portals ONMEDIX steht der Medizintourismus in Deutschland noch ganz an Anfang.
Bisher konzentrieren sich die Kliniken in Deutschland überwiegend auf arabische und osteuropäische Kunden. Eine große Kundengruppe bleibt dabei noch unbeachtet.
15 Millionen US-Amerikaner könnten einer Studie der Wirtschafts-prüfungsgesellschaft Deloitte zufolge bis 2015 ins Ausland reisen, um sich dort behandeln zu lassen und dafür rund 35 Milliarden Dollar ausgeben.
Manche komplexen Eingriffe werden in US-amerikanischen Kliniken fast gar nicht durchgeführt. Gründe dafür sind ein hoher zeitlicher Aufwand und das mit dem Eingriff verbundene Risiko.
Dr. Christoph Marquardt vom Klinikum Ludwigsburg berichtet in diesem Zusammenhang von einer amerikanischen Patientin, die nach Deutschland kam, um sich einem komplizierten Darmeingriff zu unterziehen. Diese Operation wurde in den USA wegen des hohen Aufwands nicht vorgenommen.
Problematisch für Kliniken ist die zielgerichtete Ansprache dieser Kundengruppe. In der Vergangenheit wurden häufig Patientenvermittler eingeschaltet. Diese wurden für jede erfolgreiche Vermittlung eines Kunden bezahlt. Provisionszahlungen für Patientenvermittlung sind jedoch nach deutschem Recht nicht zulässig. Dies ist mit ein Grund, weshalb zunehmend auf spezialisierte Internetportale wie ONMEDIX zurückgegriffen wird. Auf einem solchen Portal können sich medizinische Dienstleister mit geringem finanziellen und zeitlichen Aufwand dem Kunden in dessen eigener Muttersprache vorstellen.









