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Wenn Familienplanung zum Trauma wird

16.02.200908:21 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Der Begriff „Familienplanung“ ist in Gesellschaft und Politik eine ebenso gängige Vokabel wie die Drei-Jahres-Planung in einem Unternehmen. Nur wenige wissen, wie viel Bangen und Hoffen, wie viel Leid und Trauer sich für manche Menschen hinter diesem harmlos anmutenden Begriff verbergen können. Zu selbstverständlich gehört der Nachwuchs in unser allgemeines Weltbild. Hochglanzbroschüren und Plakatwerbung zeigen uns glückliche Eltern mit glücklichen Kindern. Eine gut ausgebaute medizinische Vorsorge vermittelt werdenden Eltern trügerische Sicherheit und bereitet sie nicht darauf vor, dass auch mal was schief gehen kann.



Nicht immer verläuft der Weg zur eigenen Familie so komplikationslos, wie es wünschenswert wäre. Das Leben folgt seinen eigenen Gesetzen und entzieht sich sowohl bei seiner Entstehung als auch im Tod der Planbarkeit. In einer Gesellschaft jedoch, in der Bildung, Gesundheitsbewusstsein und Disziplin als Garanten für Erfolg und Glück gelten, fällt es besonders schwer, Schicksalsschläge zu akzeptieren.

So erlebte es auch die 32-jährige Sigrid S., die sich durch ihren Fleiß und die ihr eigene Hartnäckigkeit ein Leben aufgebaut hat, welches nichts zu wünschen übrig ließ. Als ihr Mann und sie beschlossen, dass der richtige Zeitpunkt für Familienzuwachs gekommen sei, ahnten beide nicht, dass vor ihnen ein schmerzhafter Weg liegen würde. Überglücklich begrüßten sie ihr erstes Kind in ihrem Leben und auch das Geschwisterchen kündigte sich schon bald darauf an. Der Familiesegen schien perfekt, bis zu dem Tag, als bei einem routinemäßigen Ultraschall der Tod des Geschwisterchens in der 38. Schwangerschaftswoche festgestellt wurde. „Ich hatte es irgend wie schon geahnt, hatte mich gewundert, warum es so still war in meinem Bauch. Als der Arzt aussprach, was wir am Bildschirm längst gesehen hatten, fiel ich in ein tiefes schwarzes Loch“, berichtet Sigrid S. Jahre später. Sie war fassungslos, konnte nicht glauben, was ihr da passiert war und erlebte die nächsten Wochen und Monate wie in einem Nebel. „Besonders schmerzhaft war für uns die Erfahrung, wie wenig Hilfe und Beistand es gab. Selbst in der Familie und bei Freunden erlebten wir viel Unsicherheit und leider auch Unverständnis für unsere grenzenlose Trauer“.

Sigrid S. und ihr Mann sind längst kein Einzelfall. Viele Eltern, die durch Fehlgeburt, Totgeburt oder Frühgeburt ihr Kind verloren haben, erleben, wie hilflos ihre Umwelt auf so eine Tragödie reagiert. Hebammen, Ärzte und Klinikpersonal sind oftmals mit der Betreuung und Begleitung der trauernden Eltern überfordert. Familie und Freunde wollen zwar helfen, möchten aber nur all zu oft gern schnell zurückkehren in einen normalen Alltag. Das Leid der betroffenen Eltern findet schließlich nur Linderung in der gegenseitigen Unterstützung. Sie ziehen sich zurück, fühlen sich allein gelassen, unverstanden und isoliert.

Auch Unterstützung in rechtlichen Fragen wird den Paaren nur selten zur Verfügung gestellt. Was selbstverständlich sein sollte, bleibt aus und so sind verwaiste Eltern darauf angewiesen, sich über Personenstandsgesetze, Mutterschutz und die Bestattungsfähigkeit ihrer Kinder selbst zu informieren. Nur die wenigsten schaffen das in der entscheidenden Zeit, sie stehen noch unter Schock und so kommt es immer wieder vor, dass Abschiedsrituale, die möglich gewesen wären, nicht stattfinden. Manche Eltern begleitet der Schmerz über die dadurch für immer verloren gegangenen Erinnerungen ein Leben lang.

Der Verein Frauenworte e. V. bemüht sich seit Jahren um mehr Unterstützung, Begleitung und Beratung der betroffenen Eltern. Ein Internetforum steht als direkter und sofortiger Austausch zur Verfügung. Hier haben sich Menschen zu einer Comunity zusammengeschlossen, die nach dem Prinzip der Selbsthilfe Trauernde auffängt. Eine Telefonhotline befindet sich zur Zeit in der Entstehung, die schnell und unbürokratisch auch rechtliche Beratung liefern soll.

Über die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins soll außerdem erreicht werden, dass ein Tabu-Thema aus seiner Grauzone herausfindet. Noch in diesem Jahr sind Infoveranstaltungen geplant, auch eine Fernsehreportage soll helfen, dass Eltern sowie deren Angehörige und Freunde mehr Hilfe und Beistand finden.

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