(openPR) Die Konzentration eines kleinen Moleküls im Urin könnte zeigen, wie fortgeschritten der Prostatakrebs eines Patienten ist. Die Entdeckung könnte dazu führen, dass ein einfacher, nicht-invasiver Test für Männer verfügbar wird, der etwas über das Stadium der Erkrankung aussagt, ohne dass dem Patienten eine schmerzhafte Biopsie zugemutet werden muss.
US-Forscher haben erstmals einen Marker für das Prostatakarzinom im Urin gefunden. Sie identifizierten bei 262 Patienten Sarcosin und Abbauprodukte dieses Markers, die sich in verschiedenen Stadien der Erkrankung befanden – von der gutartigen Prostatavergrößerung bis zum metastasierenden, aggressiven Prostatakrebs. Sie entdeckten hierbei, dass mit dem Fortschreiten der Erkrankung der Marker Sarcosin zunehmend in höherer Konzentration gefunden werden konnte.
Das bis date als Marker verwendete „prostataspezifische Antigen“ (PSA) ist ein vom Drüsenepithel der Prostata gebildetes Protein – leider ist es ein sehr ungenauer Marker für das Prostatakarzinom. Denn es wird auch bei der benignen Prostatahyperplasie, eine im Alter regelmäßig auftretende Vergrößerung der Prostata, vermehrt gebildet. Dieser Fakt führt dazu, dass auch bei Patienten mit gutartigen Prostatavergrößerungen unnötige schmerzhafte Feinnadelpunktionen durchgeführt werden.
Sarcosin und seine Abbauprodukte könnten zu einer neue Generation von Tests verwendet werden, die uns die Möglichkeit geben, wesentlich genauer zu unterscheiden, in welchem Stadium der Prostata-Erkrankung sich ein Patient befindet und nur bei Patienten eine Feinnadelpunktion einzuleiten, welche auch wirklich ein bösartiges Prostataleiden haben.










