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WLAN und die Internet-Telefonie – Revolution der Sprachvermittelung keine Zukunftsmusik

01.01.200410:00 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR)  
WLAN und die Internet-Telefonie – Revolution der Sprachvermittelung keine ZukunftsmusikStuttgart - Mit der Leitungs- und Paketvermittlung stehen sich in der Telefonie zwei grundsätzlich verschiedene Übertragungsverfahren gegenüber. Während bei der paketorientierten Vermittlung alle Informationen in den Datenpaketen selbst enthalten sind, außer den überhaupt nicht im Internet vorhandenen Gebühreninformationen, werden bei der Leitungsvermittlung alle notwendigen Informationen außerhalb der Sprachleitung übertragen. Obwohl auf den Glasfaserkabeln der großen Carrier-Backbone-Netze Sprache und Daten mit den gleichen Transportprotokollen übertragen werden und sich somit die gleichen physikalischen Kabel teilen, sind Daten- und Sprachübertragungen heute an der Schnittstelle zum Anwender völlig inkompatibel. Die erste Software zur Übertragung von Sprache über TCP/IP und damit auch potenziell über das Internet wurde bereits 1995 vorgestellt. Aber erst jetzt entwickelt sich die Sprachübertragung über TCP/IP als Konkurrenzmedium zu den klassischen Telefonnetzen.



Wegen der Komplexität der Sprachvermittlung, besonders der weltweiten Erreichbarkeit der fest vergebenen Rufnummern und der individuellen Gebühreninformationen für das einzelne Telefongespräch, ist nicht die Übertragung der Sprache über Datenpakete das noch zu lösende Problem. „IP-Telefonie ist heute in unternehmensinternen Netzen bereits Standard. Gerade bei Unternehmen mit verteilten Standorten werden ohnehin die benötigten Mietleitungen heute effizient für die internen Telefongespräche transparent mitgenutzt. Der Anwender merkt davon überhaupt nichts, da auch die Qualität der Übertragung einwandfrei ist“, skizziert Helmut Reisinger, Geschäftsführer des Stuttgarter IT-Dienstleisters NextiraOne http://www.nextiraone.de, den Status quo. Längst beruhen moderne TK-Anlagen grundsätzlich auf mit IT-Servern verwandter Technik und sind IP-fähig. IP-basierende Telefonendgeräte und Voice-over-IP Gateways ermöglichen den parallelen Einsatz beider Technologien in einem Gebäude oder Corporate Network.

Die noch große Herausforderung ist die Internet-Telefonie in voller Kompatibilität zu den leitungsvermittelten Fernsprechnetzen. Im Nischenmarkt einer Grauzone, was die öffentlichen Regulierungsbehörden als Aufsicht über die Sprachtelefonie betrifft, haben Anbieter wie Vonage in den USA bereits sechsstellige Kundenzahlen gewonnen. Der erste Erfolg dieser kleinen Anbieter veranlasst auch Long Distance Carrier und große Internet Provider, die Regulierungsbehörden zur Klärung aufzufordern. Technisch ist die Umsetzung von der Leitungsvermittlung zur Paketvermittlung und umgekehrt durchführbar, wenn der VoIP-Anbieter über öffentliche Rufnummern für seine Kunden verfügt. Außerdem muss er sich an die derzeit üblichen Abrechnungsmethoden zwischen den Netzbetreibern halten, wo der Überhang an abgegebenen Gesprächsminuten an den übernehmenden Carrier bezahlt wird. Nach Ansicht von Experten steht jetzt die „Revolution“ der Sprachvermittlung unmittelbar bevor. Studien gehen davon aus, dass in 5 Jahren bereits 40 Prozent aller Telefonminuten über IP übertragen werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass  damit auch Umwälzungen in den heutigen Marktpositionen der Carrier stattfinden. Bislang ist die leitungsvermittelte Telefonie die Cash-Cow der großen Ex- und Quasi-Monopolisten. Aber mit VoiP-Diensten und neuen Preismodellen und Preisniveaus wird ein neuer, massiver Wettbewerb und auch drastisch fallende Endkundenpreise erwartet. Feste monatliche Flat Rates zumindest für nationale Telefongespräche werden in den USA bereits angeboten. 

Ist die Paketübertragung von Telefongesprächen erst einmal salonfähig, bieten sich sofort weitere Einsatzfelder an: „Die Nutzung von WLAN für VoIP wird durch den neuen Standard 802.11f erheblich voran gebracht. Das WLAN-Endgerät ist mit einem Cluster von WLAN-Access Points adressierbar. Mit der erwarteten, rapiden Verbreitung von WLAN-Hot Spots in den nächsten 12 bis 24 Monaten kann dann eine drahtlose Internet-Telefonie überall dort zum Standard werden, wo die Anwender ohnehin WLAN benutzen,“ so Reisinger. Sind die technischen Voraussetzungen einmal gegeben, werden auch kommerzielle Angebote für den Dienst folgen, da sind sich Reisinger und andere Marktbeobachter einig.

Die Internet-Telefonie kann Mechanismen bedienen, die man aus dem Internet kennt. Mnemonische Codes, wie wir sie heute nur bei Vanity-Servicerufnummern einsetzen, werden numerische Telefonnummern generell ersetzen. Im Web ist das längst Standard und nicht der Rede wert. Niemand gibt IP-Adressen ein, um auf einen WWW-Server zuzugreifen. Und werden solche mnemonischen Rufnummern über vernetzte Name-Server verwaltet,  steht auch der flexiblen, weltweiten Erreichbarkeit der Nummern nichts im Wege. E-Mail-Adresse und Telefonnummer werden zu einem universellen Code, für jede Art von Medium und Nachrichtenformat. Technisch ist das bereits heute lösbar, sobald die alte Technik der Leitungsvermittlung durch IP-Netze abgelöst wurde. Und das wird in den nächsten 10 bis 15 Jahren erfolgt sein“, so die Prognose von Reisinger.

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