(openPR) Der 20. Oktober 2007 war ein historischer Tag. Organisiert von der Fanszene Rostock e.V. und der Initiative "Unser Ostseestadion" gingen Fans des F.C. Hansa Rostock auf die Straße und demonstrierten für traditionelle Werte und den Erhalt des Stadionnamens "Ostseestadion".
Bis zum heutigen Tag tragen die Fans diesen Namen in sämtliche Fußballstandorte in ganz Deutschland. Das Banner mit der Aufschrift "Ostseestadion" ist immer im Gepäck der Fans, die Hansa im Herzen tragen und für die kein Weg zu weit ist. Die Liebe zu ihrer Heimstätte, dem Ostseestadion, rufen sie Woche für Woche auf den Rasen, egal wo sie sich befinden. Auch Fans des Gegners zeigen - wie zuletzt die Fans des MSV Duisburg - ihre Solidarität durch eigene "Ostseestadion"-Banner.
Zwar konnte die Initiative "Unser Ostseestadion" bisher nicht erreichen, dass das Stadion auch offiziell seinen Namen zurück erhält, aber die Liste mit weit über 10.000 Unterstützern zeigt, wieviele Leute hinter der Initiative standen und stehen.
Umso erstaunlicher ist es, dass ausgerechnet das "Hansa-Fan-Projekt" nun auf den Zug aufspringen will und mit Bannern versucht, einen Bezug zwischen der Umbenennung des Ostseestadions und der Kündigung des Mietvertrages für den eigenen Standort, das vereinseigene sogenannte "blaue Haus" im Sportforum herzustellen. Es war schliesslich das "Hansa-Fan-Projekt", das die Demonstration und ihre Organisatoren seinerzeit belächelt und teilweise beschimpft hat, sich anschliessend in gewohnter Manier distanzierte und den Namensverkauf sogar guthiess. Dieselben Leute wechseln nun aus ureigenstem Interesse die Seiten und kritisieren den Namensverkauf.
Das "Hansa-Fan-Projekt" kümmert sich sehr um behinderte Hansafans, vor allem bei der Organisation der alljährlichen Weihnachtsfeier, bei den Heimspielen und einigen Auswärtstouren. Das allein ist für einen selbsternannten "Dachverband aller Hansafans" jedoch zu wenig. Denn von den problematischen Fans und von denen, die anders ticken, von den jüngeren und den Anhängern der "neuen Generation des Fanseins", von allen anders denkenden distanzierte man sich in schöner Regelmäßigkeit, anstatt den wirklichen Aufgaben eines Fanprojektes nachzukommen. Man war und ist kein "Dachverband" und schon gar nicht "aller Hansafans".
Diese Aufgabe nimmt nun das kommunale Fanprojekt wahr und hat in der kurzen Zeit seines Bestehens schon mehr bewirkt, als das "Hansa-Fan-Projekt" in den ganzen Jahren davor. Deshalb ist es aus Sicht der Initiative "Unser Ostseestadion" nur konsequent, dass der F.C. Hansa und seine Abteilung Fanbetreuung nun das blaue Haus wieder allen Fans zur Verfügung stellen will. Denn ein gewöhnlicher Fanclub wie das "Hansa-Fan-Projekt" benötigt weder ein eigenes Haus, noch eine Vorzugsbehandlung durch den F.C. Hansa.











