(openPR) Im vergangenen Jahr konnte das Kinderhilfswerk „Unsere kleinen Brüder und Schwestern e.V.“, Karlsruhe, so viele Spendengelder wie nie sammeln. Mehr als zehn Millionen Euro spendeten Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet. Mit den Geldern unterhält der gemeinnützige Verein in neun Ländern Lateinamerikas Kinderdörfer, Schulen und Krankenhäuser. Dort finden verwaiste und verlassene Kinder und Jugendliche eine neue Heimat in familiärer Atmosphäre. Darüber hinaus profitierten rund 40.000 weitere arme und bedürftige Menschen von den deutschen Spendengeldern. Aufgrund der großen Armut vor Ort, wird Hilfe für große Teile der Bevölkerung Lateinamerikas auch künftig benötigt. In den letzten Jahren konnte der Verein, der das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen (DZI) besitzt und Mitglied im Deutschen Spendenrat ist, immer mehr Menschen für sein Engagement begeistern. Allein im letzten Jahr unterstützten knapp 100.000 Menschen das Kinderhilfswerk. Die anhaltende Finanzkrise bereitet der Organisation dennoch Sorgen. Die Heimleiter müssen in 2009 voraussichtlich mit rund 20 Prozent weniger Geld auskommen als im Vorjahr.
Lateinamerika gilt als eines der Armenhäuser der Welt. Politische Instabilitäten hemmen die ohnehin schwache wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich und Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche oder Hurrikane verschlimmern die vorhandene Armut. Das Kinderhilfswerk „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ betreibt in Mexiko, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Haiti, Peru, Bolivien und der Dominikanischen Republik Kinderdörfer. Dort haben knapp 3.500 Not leidende Kinder und Jugendliche eine neue Familie gefunden. Mit den Spendengeldern leistet das deutsche Förderbüro einen wesentlichen Beitrag zum Überleben der Schützlinge. „Seit der Gründung unserer Organisation vor 55 Jahren ist unsere Familie beständig gewachsen. Wir konnten neue Kinderdörfer einrichten, Schulen und Krankenhäuser bauen, um die größte Not zu lindern und Kindern ein zukunftsgerichtetes Leben zu ermöglichen“, berichtet Stefan Gräfe, Geschäftsführer des Förderbüros in Karlsruhe. „Dank der Spendenbereitschaft unserer deutschen Mitbürger können wir einen wesentlichen Beitrag zum Unterhalt unserer Kinderdörfer leisten. Dafür bedanken wir uns bei allen Förderern.“
In den Kinderdörfern werden die Spendengelder für den alltäglichen Bedarf an Nahrungsmitteln, Kleidung, Medizin und Lernmittel eingesetzt. Der Gesundheit und Bildung der Kinder kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Denn nur gesunde und gut ausgebildete junge Menschen können dem Kreislauf der Armut entfliehen und sich zu nützlichen Mitgliedern in ihrem Heimatland entwickeln. Mit Hilfe der Spendengelder konnten im letzten Jahr in El Salvador und Peru neue Schulen gebaut werden. In Nicaragua haben die Verantwortlichen mit dem Neubau eines Kinderdorfs auf dem Festland begonnen, da die bisherigen Einrichtungen auf der Insel Ometepe von Vulkanausbrüchen bedroht sind.
In Haiti, einem der ärmsten Länder der westlichen Hemisphäre, eröffnete das Kinderhilfswerk im Dezember das erste Rehabilitations- und Physiotherapiezentrum des Landes. Es ist als Tageseinrichtung für Familien mit behinderten Kindern gedacht und wird auch von der Regierung Haitis als Meilenstein in der Geschichte des Landes gewürdigt. Zur feierlichen Eröffnung waren Hollywood-Stars wie der James-Bond Drehbuchautor Paul Haggis sowie der frühere US-Senator und Präsidentschaftskandidat John Edwards angereist, um die Bedeutung des Ereignisses zu würdigen. Papst Benedikt XVI und der italienische Startenor Andrea Bocelli hatten Grußbotschaften gesandt.
Nach der Philosophie des inzwischen verstorbenen Gründervaters des Kinderhilfswerks, Padre William B. Wasson, teilen die Kinderdörfer in allen neun Ländern ihre Güter mit anderen Bedürftigen. Rund 40.000 Menschen profitieren jährlich von dieser Hilfeleistung. „Leider ist die Not in vielen Ländern Lateinamerikas unvorstellbar groß. Damit wir weiterhin hilfsbedürftige Kinder in unsere große Familie aufnehmen können, sind wir auch künftig auf Spendengelder angewiesen“, stellt Stefan Gräfe fest.
Helfen kann jeder, ob als Spender, Pate für Kinder oder Freiwilliger vor Ort. Seit Dezember 2008 betreibt der Verein das innovative Online-Spendenkaufhaus „MyGoodShop“. Unter www.MyGoodShop.de können Spender den aktuellen Bedarf im Kinderdorf in Honduras einsehen und gezielt Artikel, wie Kücken, Pullover oder Reis spenden. Darüber hinaus nehmen „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ Spenden auf dem Konto 12 000, BLZ 660 205 00 bei der Sozialbank Karlsruhe entgegen.
Pressemeldung und Fotos können Sie downloaden unter www.nphamigos.de/presse
Hinweis: Pressemeldung und Fotos zur freien Verfügung, in Verbindung mit Kontaktmöglichkeit zu uns bzw. Veröffentlichung unseres Spendenkontos. Danke.











