(openPR) Interview mit IW-Ökonom Dr. Michael Voigtländer
- Der Markt für Gewerbeimmobilien hinkt der übrigen Wirtschaft hinterher
- Wohn- und Logistikimmobilien sind vergleichsweise krisenfest
Köln, 4. Februar 2009. Der Markt für Gewerbeimmobilien hat die schlimmsten Auswirkungen der Finanzkrise noch vor sich. Diese Ansicht vertritt Dr. Michael Voigtländer, Leiter der Forschungsstelle Immobilienökonomik am Institut der deutschen Wirtschaft, in der neuesten Ausgabe 1/2-2009 des Fachmagazins immobilienmanager. Für das Jahr 2009 erwartet er noch eine relativ komfortable Lage für die Vermieter von Büroimmobilien, doch wenn die Zahl der Bürobeschäftigten sinkt, werden auch die Leerstände steigen.
Der Markt für Wohnimmobilien wird dagegen deutlich weniger unter der Krise leiden, so Voigtländers Erwartung. Der deutsche Mietwohnungsmarkt funktioniert, die Zinsen haben lange Festschreibungsfristen, und es wurde in den vergangenen Jahren wenig neuer Wohnraum errichtet. Als ähnlich stabil dürften sich seiner Ansicht nach auch Logistikimmobilien erweisen.
Die Zahl der Immobilientransaktionen hat stark abgenommen. Ob das Volumen weiter schrumpft, hängt davon ab, wie schnell die Probleme der Finanzmärkte gelöst werden können. Für Investoren mit viel Eigenkapital ist der deutsche Markt jedoch weiterhin attraktiv, da er sich als wertstabil erwiesen hat. Pensionsfonds, Versicherungen und Staatsfonds könnten verstärkt als Käufer auftreten.
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