(openPR) Während der diesjährigen art KARLSRUHE, der sechsten Ausgabe der Messe, ist die GALERIE Supper als treuer Teilnehmer wieder an altbekannter Stelle zu finden.
An unserem Stand in Halle 2 / E 07 präsentieren wir die folgenden, neun jungen, künstlerischen Positionen aus unserem Galerieprogramm:
Patricia Thoma, Katharina Meister, Monika Thiele, Naoko, Andreas Lau, Dag Seemann, Joerg Eyfferth, Jochen Schambeck und Andreas Wachter. Dabei möchten wir den in Karlsruhe lebenden Künstler Jochen Schambeck herausheben, dem wir in diesem Jahr eine One-Artist-Show widmen.
One-Artist-Show
Jochen Schambeck (*1964, Karlsruhe) schafft leuchtende Farbgebilde, die der Zweidimensionalität des Bildes entwachsen: Aus Ölfarbe modelliert er dreidimensionale Farbwirbel, formt gewissermaßen plastische Farbberge, deren großer visueller Wirkung sich der Betrachter nicht entziehen kann. Kräftige Farben voller Leuchtkraft bilden in ihrem dynamischen Neben- und Miteinander, in ihrer Verdichtung und pastosen Überlagerung einen suggestiven Farbentaumel. Dabei negiert er die Grenzen zwischen Malerei und Plastik und thematisiert auf völlig neuartige und zeitgemäße Weise eine jahrhundertealte Frage nach den Eigenschaften, Vorzügen und Grenzen dieser Gattungen.
Schambeck wurde 1964 in Bremervörde geboren. Der Künstler studierte von 1984 bis 1989 Malerei und Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Horst Antes und von 1989 bis 1990 das Verbreiterungsfach Werken an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Sotirios Michou. 2008 erhielt Jochen Schambeck den Ruf als Lehrbeauftragter an das Caspar-David-Friedrich Institut für Kunstwissenschaften der Uni Greifswald.
Ausgewählte Ausstellungen:
2002 Badischer Kunstverein Karlsruhe (K)
2003 Kunsthalle Darmstadt (mit Dieter Krieg und Artur Stoll) (K)
2005 Heidelberger Kunstverein (K)
2008 GALERIE Supper, Karlsruhe (K)
2009 Kunsthalle Dominikanerkirche, Osnabrück (K) (G)
Ausgestellte Künstler
Die Arbeiten von Patricia Thoma (*1977 Berlin) sind in ihrer besonderen Handschrift frech und provokativ gefasst. Auf den ersten Blick wirken sie arglos und friedfertig, doch schon im nächsten Moment kippt dieser harmlose Ausdruck. Ihre Bilder - gegenständlich, figurativ und in einer Spielart des Realismus - sind ironisch, frech, witzig, aber auch hintergründig und manches Mal etwas verstörend.
Mit ihren einzigartigen Fadenbildern schafft Monika Thiele (*1966, Erfurt) Menschenbilder von eindringlicher Präsenz und großer Intensität. Aus farbigen Fäden spannt sie ein dichtes, im wörtlichen Sinne stoffliches Netz, in dem Gefühle, Hoffnungen, Wünsche, aber auch Leid und innere Zerrissenheit ihrer Figuren eingefangen sind. Der Blick des Betrachters dringt tiefer und tiefer in das Bild und auch in das Innenleben der Figuren ein.
Katharina Meister (*1981, Karlsruhe) spielt mit der Wahrnehmung und eingefahrenen Sehgewohnheiten: Durch übereinander geschichtete Landschaftsausschnitte, Zeichnungen auf Transparentpapier und Scherenschnitte, die sie in alte, massive Holzbretter setzt, provoziert sie einen Zustand zwischen Anblick und Durchblick, Greifbarem und Unsichtbarem, Zwei- und Dreidimensionalität.
Im Zentrum des Schaffens des japanischen Künstlers Naoko (*1960 Nagoya, Japan) steht farbgewaltig und glorifizierend die Darstellung des Weiblichen. Er verwebt in seiner realistischen Malerei Figur und Grund miteinander. Seine Frauen, die weder Heilige noch Huren sind, werden von abstrakt-floralen Ornamenten, von stilisiert Gegenständlichem und Symbolhaftem vielfarbig eingesponnen und überlagert.
Andreas Lau (*1964, Karlsruhe) knüpft mit seiner neuen, 2008 begonnenen Serie Initialen an die Bildserien „Anonym“ und „Bildstörung“ an. Im Gegensatz zu vorher verbergen sich nun hinter den Namenskürzeln Portraits prominenter Persönlichkeiten und Zeitgenossen des letzten Jahrhunderts. In seiner künstlerischen Arbeit geht es Lau um die Auslotung malerischer Möglichkeiten und damit verbunden um die Frage, wie man in unserer heutigen, medial geprägten Zeit dieses Genre noch darstellen kann.
Dag Seemanns (*1959, Düsseldorf) Gemälde erinnern an die Ästhetik von Computerbildern oder Comiczeichnungen. Seine flächigen und glatten Figuren wirken fast schablonenhaft und stehen in irritierendem Kontrast zu den verschiedenen Raumebenen. Er zögert nicht, völlig gegensätzliche Motive auf ein und derselben Fläche zusammenzubringen. Dabei betont er in seinen Bildern geradezu das Heterogene, wie auch das Fragmentarische, hütet sich jedoch davor, die unterschiedlichen Elemente miteinander zu verschmelzen.
Joerg Eyfferth (*1957, Hanau) zeigt in seinen Arbeiten Spiegelungen, Verzerrungen und Lichtbrechungen verschiedenster Glasgegenstände. Die Materialität und Stofflichkeit des Glases setzt Eyfferth in Bezug zu trivialalltäglichen Gegenständen wie Äpfel oder Kastanien. Diese sorgfältig in einem leeren Bildraum komponierten Stillleben setzt er in realistische Malerei um.
Andreas Wachter (*1951, Chemnitz), ein wichtiger Vertreter der Leipziger Schule, weckt mit seinen Raumszenen und stimmungsvolle Landschaften beim Betrachter ein unbestimmtes Déjà-vu-Erlebnis. Seine Bildfiguren scheinen aus verschiedenen Zeitebenen zu stammen, das Bildgeschehen bleibt für den Betrachter rätselhaft - begünstigt durch die an Caravaggio erinnernde Lichtregie und die Suggestivkraft der Farben. In altmeisterlich gekonnter Malweise schafft er dabei Bilder von großer Aktualität.
Messe:Messe Karlsruhe, Messehallen Rheinstetten
Weitere Informationen finden Sie im Netz unter www.art-KARLSRUHE.de
Messedauer: 05. bis 08. März 2009
Öffnungszeiten: Do – Sa 12:00 bis 20:00 Uhr, So 11:00 bis 19:00 Uhr


















