(openPR) Das Coaching-Angebot ist heute so umfassend wie noch nie. Meist geht es darum, neue Perspektiven zu gewinnen, Kompetenzen zu fördern, Potenziale zu entwickeln, Lösungen zu erarbeiten und diese nachhaltig umzusetzen. Coaching ist zum festen Bestandteil der Wirtschaftswelt geworden. Rund 40.000 Coachs und Trainer gibt es in Deutschland. Der Markt ist unübersichtlich und darin stecken die Risiken für potenzielle Auftraggeber und Klienten.
Um einen möglichst hohen Nutzen aus dem Coaching ziehen zu können, zählt einzig und allein Dienstleistungsqualität. Der Begriff impliziert, dass die immaterielle "Leistung" gerade deshalb erbracht werden soll, um eine gewollte Wirkung zu erreichen. Es geht also darum, etwas Positives zu bewirken.
Ein Auftraggeber im Business Coaching - meist der Arbeitgeber oder eine Einzelpersonen - sollte sich von einem Coach die Frage beantworten lassen, wie er die Qualität der Leitung sicherstellt. Eine berechtigte und zentrale Frage, die in anderen Wirtschaftsbereichen insbesondere durch Zugangsbeschränkungen (z.B. im Handwerk oder in der Medizin), durch Aufsichtsbehörden (z.B. beim Thema Datenschutz) oder durch Gesetze geregelt werden.
Im Coaching gibt es bisher weder geschützte Berufsbezeichnungen noch ein Aufsichtsorgan. Auftraggeber und Coach haben somit eine besondere Verantwortung. Im eigenen Interesse sollte der Auftraggeber den Coach gewissenhaft auswählen. Hier gibt es hilfreiche Fragen, die einem Coach vor Beginn der Zusammenarbeit gestellt werden sollten: Wie prüfen Sie die Voraussetzungen für das Gelingen der Coachingmaßnahme? Wie gestalten Sie Transfermöglichkeiten in die Praxis? Wie wahren Sie Vertraulichkeit im Coaching? Auf Basis welcher Ausbildung und Kompetenzen arbeiten Sie? Wie soll die Leistung messbar gemacht werden?
„Jeder Coach steht in der Verantwortung so zu arbeiten, dass das Ansehen des Tätigkeitsbereiches keinen Schaden nimmt“, appelliert Christian S. Braun, Business Coach aus Düsseldorf. „Dies stellt hohe ethische Anforderungen an den Coach, denen er beispielsweise durch die Orientierung an Grundsätzen und Prinzipien im Coaching oder durch eine Selbstverpflichtung gerecht werden kann“, so Braun.
Eine entsprechende Grundlage hierfür bietet der Qualitätsstandard für das Einzelcoaching, die Public Available Specification, PAS 1029 (veröffentlicht im Beuth-Verlag). Darin werden die Aspekte der Dienstleistungsqualität für das Coaching sowie die notwendigen Kompetenzfelder für Coachs beschrieben. An der PAS 1029 orientieren sich in Deutschland ausgewählte Ausbildungsgänge zum Coach. Sie ist weiterhin Grundlage für eine Reihe von Prüfungen und Zertifizierungen im Coaching.
Wenn Auftraggeber und besonders Coachs ihrer jeweiligen Verantwortung für dieses spannende Tätigkeitsfeld gerecht werden, haben Scharlatane und Trittbrettfahrer keinen Platz in dieser Branche.









