(openPR) Hamburg, 02. Februar 2009. Hatschi! Der Massenangriff der Bazillen auf Immun geschwächte Organismen ist in vollem Gange. Die Erkältungswelle hat schon viele Opfer gefunden und wogt übers Land. Wie wird man mit dieser Plage stilvoll fertig?
Niesende und hustende Menschen stecken ihr Umfeld an, indem sie keine Hand als Schutzschild vor den Mund halten – und falls doch, kleben die Viren nun an der Handinnenfläche und werden munter weiter verteilt. Die klare Botschaft lautet daher: Wer niest sollte sich oft die Hände waschen. Oder konsequent den linken Handrücken als Puffer nehmen. Oder gleich in die Ellenbeuge niesen und husten.
Jeder kennt die Situation: Man registriert seinen stark verschnupften Gesprächspartner und fragt sich, ob man die Hand ausschlagen darf. Ja, z. B. mit den Worten: „Es ist wohl besser, wir geben uns in dieser Erkältungszeit nicht die Hand.“ Oder von sich selbst: „Ich bin leider hochinfektiös und möchte Sie nicht anstecken. Darum gebe ich Ihnen besser nicht die Hand.“
In Gesellschaft wendet man sich beim Schnäuzen zur Seite. Auch bei Tisch ist es viel angenehmer für die Mitesser, wenn sie möglichst wenig von der Unpässlichkeit mitbekommen. Daher kann es in einer Tischgemeinschaft besser sein, den eigenen Stuhl etwas nach hinten zu rücken, um sich die Nase zu putzen. Natürlich wird danach das Resultat nicht begutachtet!
In den USA und China gehört Naseputzen bei Tisch übrigens nicht zum guten Ton. Chinesen empfinden (Stoff-) taschentücher generell als ein fürchterliches Utensil.
Papiertaschentücher sind bei Schnupfen durchaus berechtigt und werden nach einmaligem Gebrauch entsorgt – in den Abfalleimer oder in eine Kunststofftüte in der Handtasche.
Hatschi! „Gesundheit!“ Man muss die Umwelt auf ein unverhofftes Geräusch von anderen nicht noch aufmerksam machen, darum ist der mittelalterliche Wunsch „Gesundheit“ (auch „Wohlsein“ …) ersatzlos gestrichen. Niesen kann man nicht steuern und deshalb muss der Verursacher auch nicht um Entschuldigung bitten. Generell gilt: Körpergeräusche werden nicht kommentiert.
Manchen Menschen ist es unangenehm beim Niesen des Gegenübers nichts zu sagen. Hier kommt es ganz darauf an, wo man sich befindet. Alten Menschen wünscht man vielleicht weiterhin „Gesundheit“, weil sie es so gewohnt sind, bei jüngeren kann man sogar einen kleinen Smalltalk daraus machen: „Na, hoffentlich wird das keine richtige Grippe“.
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