(openPR) Schmelz-Hüttersdorf. Jede Krankheit - besonders Krebs - ist nicht nur für den Patienten schlimm, sondern sie betrifft auch die Familie. Es beginnt eine schwere Zeit des Leidens und der Tränen.
Diese Zeit prägt alle miteinander, aber dennoch sollten die Angehörigen nicht alles aufgeben und sich aufopfern. Dies will kein Betroffener und es wäre auch nicht angebracht.
Eine gute Mischung aus Fürsorge und Normalität im Alltag ist der Schlüssel.
Jeder Mensch bekommt einen Schock, wenn er die Diagnose Krebs gestellt bekommt. Das Leben gerät völlig aus den Fugen. Nicht nur der Patient ist verzweifelt, sondern auch sein ganzes Umfeld wie Familie oder Freunde.
Die Diagnose löst bei allen das Gefühl aus, dass eine Welt zusammenbricht. Nichts ist mehr, wie es einmal war.
Jeder Betroffene geht anders mit der Diagnose um: Einige verfallen in dumpfes Schweigen und ziehen sich zurück, bis sie den ersten Schock überwunden haben, und andere wollen gerade jetzt nicht allein sein und darüber reden.
Angehörige sollten den Patienten behutsam darauf ansprechen, ob er über seine Krankheit reden möchte.
Die Angst ist bei allen Beteiligten dominierend. Dabei ist es jedoch besonders wichtig, dass die Angehörigen dem Kranken so normal wie möglich begegnen und kein verkrampftes Schweigen entstehen zu lassen.
Soweit es möglich ist, sollte der gewöhnliche Alltagsablauf aufrecht gehalten werden und die Krankheit nicht zum Thema Nummer Eins gemacht werden. Soweit es geht, sollte man den Patienten in alle gemeinsamen Aktivitäten mit integrieren – und wenn er nur dabei sitzt und zuschaut.
Man sollte dem Patienten keine negativen Sätze, die ihn immer wieder an seine Krankheit erinnern, suggerieren wie z.B. „Du bist krank, ich mache das für dich“. Überfürsorglichkeit drängt den Patienten noch tiefer in seine Krankheit hinein und er fühlt sich nicht mehr gebraucht und bevormundet.
Jeder Angehörige sollte sich bewusst machen: Kranksein bedeutet nicht, nicht mehr am Alltagsgeschehen teilnehmen zu können und entscheidungsunfähig zu sein.
Sehr wichtig ist auch, dass man den Kranken durch seine schweren Therapien begleitet und ihm zur Seite steht. Angehörige und Patienten können gemeinsam nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten suchen, die während einer Therapie Linderung verschaffen.
Genauso sollten sich Angehörige negative Aussagen von Anderen nicht zu Herzen nehmen und diesen kein Gehör schenken.
Nur durch ein gemeinsames Miteinander kann man diese Krankheit besiegen. Man muss bedenken, dass heutzutage sehr viele Krebsarten heilbar sind und die Heilungsquote bei bestimmten Krebsarten sehr hoch ist. Deshalb ist Krebs nicht gleichzusetzen mit einem Todesurteil.
Wenn Kinder in der Familie sind, sollte man mit diesen offen darüber reden, denn sie haben ein sehr ausgeprägtes Feingefühl und bekommen mit, dass etwas nicht stimmt. Man sollte bedenken, dass Kinder stabiler sind als man denkt und sie leichter damit umgehen können, wenn sie die Wahrheit wissen.
Die Therapien können manchmal sehr langwierig sein und allmählich gehen sie mit der Zeit in den Alltag über. Durch richtiges Verhalten der Angehörigen und durch die Liebe, die man dem Patienten gibt, kann ein großer Beitrag zur Heilung geleistet werden.
Geborgenheit, Anteilnahme, nicht übertriebene Fürsorge und Verständnis sind für jeden Krebspatienten eine wichtige Unterstützung.
Aber es kommt auch die Zeit, wo der Krebs besiegt und die letzte Therapie überstanden ist. Wenn man gemeinsam solch eine schwere Zeit überstanden hat, ist der Zusammenhalt auf immense Art gewachsen und man weiß, wie stark man gemeinsam sein kann und dass man zusammen alles überwinden kann.
„Familien müssen zusammenhalten, denn nur im Zusammenhalt liegt der Erfolg.“
Sylvia Poth und Jessica Hund (Copyright)












