(openPR) Ein Workshop besonderer Art fand in der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) in Horstmar-Leer statt. Dr. Klaus Querengässer aus der Tierklinik im bayrischen Babanhausen demonstrierte moderne Methoden der "Zitzenreparatur".
Es ist möglich, dass sich Kühe an den Zitzen (oder auch Strichen) verletzen können. Dies bedeutet aber noch lange nicht, dass diese Kühe nicht mehr gemolken werden können. Zum Schutze der Tiere, wozu die Tierärzte berufen sind, wurden in dem Kurs der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) Möglichkeiten aufgezeigt, mittels endoskopischer Untersuchungen und Operationen diese Verletzungen zu heilen.
AVA-Akademiedirektor EG Hellwig, studierter Landwirt und Tierarzt, führte im Eingangsreferat aus, dass die hohen Remontierungskosten von rund 1.800 Euro pro Färse es nicht zulassen, so ohne weiteres ein betroffenes Tier zu ersetzen. Auch bei anderen Erkrankungen sollte erst mit dem Tierarzt eine Kosten-Nutzen-Rechnung durchgeführt werden, um zu entscheiden, ob eine "Reparatur" nicht aus Tierschutz- und ökonomischen Gründen der bessere Weg sei. Dr. Querengässer belegte anhand vieler Beispiele, meist aus seinem langjähriger Erfahrung, dass in vielen Fällen eine vollständige Genesung der Zitze möglich ist, wenn entsprechend die richtigen Operationsmethoden angewandt werden. Die Vorstellungen spezieller endoskopischer Instrumente (Leihgabe Fa. Dr. Fritz) und Übungen dazu, rundeten die praktischen Übungen ab. Die teilnehmenden Tierärztinnen und Tierärzte konnten an vorbereitetem Übungsmaterial entsprechend die OP-Techniken üben. Dr. Querengässer begleitete mit großem Engagement den Fachkurs, wo keine Frage offen blieb. So konnte jede Operationstechnik an der Zitze entsprechend oft geübt werden. Die Teilnehmer waren begeistert in der ruhigen und angenehmen AVA-Workshop-Atmosphäre im münsterländischen Horstmar-Leer, und sie konnten anhand des ausreichend vorhandenen "Materials" üben, üben und nochmals üben. Aufgrund der sehr positiven Resonanz wird dieser Workshop im Herbst 2009 noch einmal angebotent.
Auf der 8. Haupttagung der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) im März 2009 in Göttingen werden im besonderen Maße Euterkrankheiten des Tierbestandes behandelt. Im Rahmen der tierärztlichen Bestandsbetreuung ist es Aufgabe der Mediziner auch hier entsprechend tätig zu werden. Rund 500 Tierärztinnen und Tierärzte werden auf der 4tägigen Veranstaltung erwartet, die sich nahezu eintägig mit dem "Euter der Kuh" beschäftigen. Das vollständige AVA-Tagungsprogramm der 8. AVA-Haupttagung findet man unter dem Link: www.ava1.de










