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Katja Pudor @ VLASAKcontemporary ab 30. Januar 09

23.01.200912:02 UhrKunst & Kultur
Bild: Katja Pudor @ VLASAKcontemporary ab 30. Januar 09
Je m´appelle.., Installationsdetail, farbige Papiere auf Papier, Folien auf Papier, Scherenschnitt, Goldrausch 2008, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Foto: Carsten Eisfeld
Je m´appelle.., Installationsdetail, farbige Papiere auf Papier, Folien auf Papier, Scherenschnitt, Goldrausch 2008, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Foto: Carsten Eisfeld

(openPR) VLASAKcontemporary präsentiert Katja Pudors aktuelle Raumcollage in der Soloshow „Nordleuchten“ ab dem 30. Januar 2009.

(...) Katja Pudors zumeist großformatigen, raumgreifenden Installationen sind flexible Gefüge, deren Bestandteile nur für die Dauer einer Präsentation fixiert werden. Als Trägermedien dienen Papier, Leinwand und MDF-Platten, die mit Schellacktinte, Graphit, Acrylfarben und Aufklebern bearbeitet werden. Das durch die Montage selbst gefertigter Schablonen entstehende Neben- und Übereinander verschiedener Formen, Muster und Texturen verweist auf die Gestaltungsprinzipien der Collage. Anders jedoch als die Collage, die gemeinhin auf vorhandene Bilder zurückgreift, kombinieren Pudors Arbeiten Fragmente eigener, bereits realisierter Projekte, die sie um neue Komponenten erweitert.



Immer wieder löst sie Teile einer Installation aus dem vorhergehenden Zusammenhang und fügt sie in andere Arrangements ein. Die einzelnen Elemente – der Scherenschnitt eines asiatischen Drachen, die Zeichnung einer Wolkenlandschaft oder die Abschrift eines Rousseau-Textes – werden durch die wiederholte Verwendung in verschiedenen Kontexten re-aktiviert und beleuchten als Signifikanten unterschiedliche Aspekte eines Themas oder Motivs. Als ’vagabundierende Requisiten’ halten sie die Verbindung zu früheren Projekten aufrecht und werden zu Markern eines komplexen Verweissystems, das Vergangenes mit Gegenwärtigem verklammert.

Pudors Vorgehensweise ist spielerisch, gleichwohl nicht vom Zufall bestimmt. Sie sucht, ordnet, entwirft und setzt zusammen, was in notwendiger Beziehung zueinander steht. In gewisser Weise befinden sich ihre Installationen immer in einem unfertigen Zustand: sie sind konkret, aber nicht elaboriert. Dem entspricht auch die Hängung der Arbeiten, die mithilfe von Tape und Nägeln so geringfügig wie nötig stabilisiert und auf der Wand oder am Boden befestigt werden. Die Möglichkeit
des schnellen Zugriffs, der plötzlichen Intervention, ist von Anfang an mitgedacht. Wie Graffitis auf einer Hauswand, wachsen Pudors Installationen geradezu in den Raum hinein und besetzen ihn bis zu einem gewissen Grad, ohne sich mit der Architektur dauerhaft zu verbinden.

Bei der Auswahl und Inszenierung ihres Materials unterläuft sie herkömmliche Prinzipien der Hierarchisierung: Die Darstellung eines barocken Interieurs erscheint gleichrangig neben Motiven der Popkultur – eingespannt in ein Cluster, das Malereien, Grafiken, Assamblagen und Collagen vereint. Das Heterogene wird zum verbindenden Moment.

Pudors Arbeiten sind situationsbezogen. Sie orientieren sich an den Gegebenheiten des jeweiligen Raumes, den die Künstlerin als Experimentierfeld begreift. Auf der Grundlage von Skizzen und Entwürfen entwickelt sie ihre dreidimensionalen, temporären Konstruktionen von einer ’Schlüsselarbeit’ ausgehend als organische Gefüge. Der eigentliche Kompositionsprozess findet folglich erst vor Ort statt. Dem liegt eine theatrale Strategie zugrunde, die sämtliche Elemente einer Bühnensituation, wie Kulisse, Licht, Bewegung und Klang, ’in Szene setzt’. Erfordert eine Installation eine zusätzliche klangliche Komponente, eine Colonette oder eine Tapisserie, so wird die Kooperation mit anderen Künstlern notwendig. (...)
Im Zusammenspiel mit der Umgebung provoziert Pudor Stimmungen und Atmosphären, deren Wirkung sich der Betrachter nur schwer entziehen kann. Tastend wandert der Blick über die ornamentalen Oberflächen, hält inne, streift weiter und verliert sich wiederholt in der Fülle der Details. Bei genauerem Hinsehen wird man der besonderen Qualitäten des Materials gewahr. Reflektierende Folien und farbige Stoffe, die in das Patchwork eingelassen sind, bringen die Installationen zum Leuchten und verleihen ihnen einen glamourösen Anstrich. Insofern verbindet sich mit Pudors Arbeiten jenseits einer rein kognitiven Betrachtungsweise auch immer ein sinnliches Anliegen und Erleben.

Autorin: Annette Gentz, Kulturwissenschaftlerin, lebt in Berlin. Arbeitet an einem Promotionsprojekt über Intimität und Körperlichkeit in der Fotografie des Dirty Realism. Veröffentlichungen zur Fotografie, Ästhetik, Film- und Medienkunst, zuletzt in: Karin Harrasser, Thomas Macho, Burkhardt Wolf (Hg.): Folter. Politik und Technik des Schmerzes, München, 2007.

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