(openPR) Anfang vom Ende der Schiffsfonds?
Erfurt, den 22. Januar 2009. Gleich drei Schiffsfonds haben um den Jahreswechsel Insolvenz angemeldet. So hat das Amtsgericht Hamburg am 29. Dezember das Insolvenzverfahren über das Vermögen der MS Charline Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG eröffnet, persönlich haftende Gesellschafterin ist die FAFA Capital Emmissions-GmbH aus Hamburg. Auch über das Vermögen der Cramer Schiffahrts GmbH & Co. KG „MS Hannes C“ bzw. MS „Carl C“ wurden durch das AG Meppen am 5. Januar entsprechende Insolvenzverfahren eröffnet. Die Embdenda Partnership AG (Emden) hatte die beiden Schiffsfonds 2004 bzw. 2005 emittiert.
„Leidtragende sind mal wieder die Anleger, die statt der versprochenen Rendite, nun mit dem Totalverlust ihrer Anlagen rechnen müssen“, erklärt Claudia Lunderstedt-Georgi, Geschäftsführerin des Deutschen Verbraucherschutzrings e.V. (DVS) aus Erfurt. „Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder vor zu hohen Erwartungen und Risiken der Schiffsfonds gewarnt. Offensichtlich sind diese Insolvenzen die ersten Signale vom möglichen Ende weiterer Schiffsfonds.“
Anleger der insolventen Schiffsfonds sollten ihre Forderungen unbedingt alsbald bei den jeweiligen Insolvenzverwaltern schriftlich anmelden bzw. auch Schadenersatzansprüche rechtlich prüfen lassen, empfiehlt die DVS-Geschäftsführerin.
Im Insolvenzverfahren MS „Hannes C“ sind die Forderungen bis spätestens 20. März 2009 anzumelden. Der Berichts- und Prüfungstermin findet am 7. April um 14 Uhr im Amtsgericht Meppen statt. Die Anmeldetermine der Forderungen im Insolvenzverfahren MS „Charline“ bzw. MS „Carl C“ stehen noch nicht fest; dürften aber in den nächsten Tagen veröffentlicht werden.
Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS) hat eine Arbeitsgemeinschaft „Schiffsfonds“ gegründet und bietet geschädigten Anlegern gegen eine geringe Gebühr eine Erstbewertung durch im Kapitalanlagerecht erfahrene Rechtsanwälte an. Weitere Informationen unter www.dvs-ev.net.
Selbst die Verbraucherzentralen sehen die Schiffsfonds offensichtlich kritisch und warnen die Anleger vor den Gefahren des Grauen Kapitalmarktes und vor noch höheren Verlustrisiken. “Auch bei Schiffsfonds ist die Euphorie der letzten 5 Jahre durch zuletzt eingebrochenen Charterraten verschwunden“, meint dazu beispielsweise die sächsische Verbraucherzentrale in einer Pressemitteilung von Anfang Januar. „Dem können wir nur zustimmen. Wir befürchten, dass noch weitere Schiffsfonds im Laufe des Jahres in mehr als nur schweres Fahrwasser kommen werden“, meint die DVS-Geschäftsführerin Claudia Lunderstedt-Georgi.










