(openPR) Lage an den Geldmärkten hat sich seit Oktober letzten Jahres entspannt / AAA-Geldmarktfonds haben sich im letzten Jahr etabliert und sind dank Clearstream-Fähigkeit auch für Privatanleger verfügbar
Frankfurt, 16. Januar 2009 – Die Experten von J.P. Morgan Asset Management erwarten für 2009 eine tiefe Rezession der Weltwirtschaft. Eine langfristige Deflation oder gar wirtschaftliche Depression sei allerdings trotz des weitverbreiteten Deleveraging-Prozesses nicht wahrscheinlich. „In den letzten Monaten haben die Fed und andere Zentralbanken entschlossen und gezielt gehandelt“, betont Christoph Bergweiler, Vertriebsleiter bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Die Zentralbanken seien innerhalb von 15 Monaten nach Ausbruch der Krise zu unkonventionellen Maßnahmen bis hin zum so genannten „quantitative easing“ übergegangen, also beispielsweise dem Aufkauf von Wertpapieren durch die Notenbanken und die Ausweitung ihrer Bilanz. Japan benötigte hierfür in den 1990er Jahren noch acht Jahre. Die japanische Zentralbank erhöhte 1990/91 trotz Krise die Zinsen weiter und drosselte damit das Geldmengenwachstum. Auch bei der großen US-Depression in den 1930er Jahren galt die trotz Abschwung fortgesetzte geldpolitische Straffung der amerikanischen Notenbank als Auslöser. Das geldpolitische Handeln bereitete damals den Weg für fallende Immobilienpreise und die Bankenkrise. Aktuell hat sich die Lage an den Geldmärkten seit Herbst vergangenen Jahres dagegen deutlich entspannt: Die Risiko- und Liquiditätsprämien der Libor-Sätze sinken kontinuierlich, und die Spreads haben sich seit Oktober 2008 wieder halbiert. „Natürlich hat sich der Markt noch nicht wieder normalisiert, aber der Trend geht in die richtige Richtung“, unterstreicht Bergweiler.
Strenge Anlagekriterien für institutionelle Geldmarktfonds mit AAA-Rating
Auch wenn die Finanzierungen wieder günstiger werden – ein Ende der erhöhten Volatilität an den internationalen Aktienmärkten ist derzeit dennoch nicht absehbar. Viele Anleger investieren entsprechend konservativ und risikoavers. In diesem von Unsicherheit geprägten Umfeld haben Stabilität und schnelle Verfügbarkeit der Kapitalanlagen für Anleger weiterhin höchste Priorität, weshalb sich im letzten Jahr so genannte Liquidity Funds, also institutionelle Geldmarktfonds mit AAA-Rating etablieren konnten. Diese unterliegen besonders strengen Anlagekriterien, um den Anlegern einen Schutz vor Verlusten zu bieten. Unter anderem ist für die Wertpapiere, in die der Fonds investiert, eine maximale Restlaufzeit von 397 Tagen festgelegt. Die maximale durchschnittliche gewichtete Restlaufzeit darf dabei 60 Tage nicht überschreiten. Die Liquidity Funds unterwerfen sich zusätzlich den strengen Kriterien der Rating-Agenturen, für die beispielsweise die Liquidität ein wichtiger Parameter ist. So liegt das täglich verfügbare Kapital bei den Geldmarktfonds mit AAA-Rating üblicherweise bei 20 Prozent, diese Quote kann in bestimmten Marktphasen aber auch deutlich erhöht werden. Zudem ist eine breite Investorenbasis wichtig, was ebenfalls eine permanente Liquidität des Fonds ermöglichen soll. „In die institutionellen Geldmarktfonds investieren Unternehmen, Banken, Zentralbanken, Pensionsfonds und Depotbanken, aber vermehrt auch Dachfondsmanager, die eine liquide Anlagemöglichkeit mit kalkulierbaren Ertragschancen suchen. Im letzten Jahr haben zunehmend auch Privatinvestoren diese ursprünglich für institutionelle Investoren konzipierten Produkte genutzt, um ihr Portfolio sicher und flexibel aufzustellen“, unterstreicht Sven Lorenz, bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt für Geldmarktfonds verantwortlich.
„Institutionelle Geldmarkfonds wie der JPM Euro Liquidity Fund investieren in eine breite Palette konservativer Geldmarktpapiere mit guter Bonität und kurzen Restlaufzeiten“, erläutert Lorenz das Anlageuniversum. In der Regel befinden sich mehr als 100 Emittenten im Fonds – das erhöht die Risikostreuung und damit die Sicherheit. Die Verzinsung orientiert sich am aktuellen Marktniveau und hat den Interbanken-Geldmarktsatz als Ziel. Einen noch konservativeren Investmentansatz verfolgt der JPM Euro Government Liquidity Fund: Er setzt ausschließlich auf direkte Investments in kurzlaufende Staatspapiere oder Wertpapierpensionsgeschäfte auf diese und bietet damit ein Höchstmaß an Sicherheit.
Dank der im aktuell turbulenten Umfeld attraktiven Kombination von Stabilität und Sicherheit erzielten Liquidity Funds seit Ausbruch der Finanzkrise im Juli 2007 kontinuierliche Zuwächse und haben ihr Volumen um nahezu 30 Prozent auf rund 600 Milliarden US-Dollar (Kumuliertes Wachstum der Fondsvermögen in institutionelle Geldmarktfonds mit AAA-Rating außerhalb der USA per 31. Dezember 2008) gesteigert. Als weltweit größter Manager von institutionellen Geldmarktfonds setzt J.P. Morgan Asset Management auf einen bewährten Investmentprozess, der auf einem strengen Risikomanagement basiert. Seit Mitte 2007 konnte der Marktanteil der institutionellen Geldmarktfonds mit AAA-Rating von 18 auf 31 Prozent ausgebaut werden (Quelle: iMoneyNet Offshore Analyser, monatliche Daten per 30.11.2008). Erfolgsfaktor, auf dem das Vertrauen der Anleger aufbaut, ist neben dem Top-Rating der drei wichtigsten Agenturen, dass es seit 1995 bisher keinen Tag mit negativer Wertentwicklung gab. Darüber hinaus sind die institutionellen Geldmarktfonds von J.P. Morgan Asset Management über Clearstream handelbar. Somit können auch Privatanleger diese Fonds einfach über ihre Hausbank oder ihren Finanzberater erwerben.
JPMorgan Liquidity Funds – Euro Liquidity Fund
ISIN A (acc) EUR: LU0070177232 (aufgelegt im Januar 1995)
ISIN C (acc) EUR: LU0088882138 (aufgelegt im Februar 1999)
Fondsmanager: Joe McConnell
Vergleichsindex: Sieben-Tages Euro LIBID
Fondsvolumen: rund 18 Milliarden Euro (Stand: 31.12.2008)
Bewertungsstichtag: täglich
Barverrechnungstag: T + 0 / T + 1 (Clearstream Settlement)
JPMorgan Liquidity Funds – Euro Government Liquidity Fund
ISIN A (acc) EUR: LU0326548780
ISIN C (acc) EUR: LU0326549168
Auflegungsdatum: 21. Dezember 2007
Fondsmanager: Olivia Maguire
Vergleichsindex: Overnight Euro LIBID (Total Return Gross)
Fondsvolumen: rund 11,1 Milliarden Euro (Stand: 31.12.2008)
Bewertungsstichtag: täglich
Barverrechnungstag: T + 0 / T + 1 (Clearstream Settlement)
JPMorgan Asst Management – Global Liquidity
J.P. Morgan Asset Management ist mit einem verwalteten Vermögen von rund 550 Milliarden US-Dollar einer der weltweit größten Anbieter von Geldmarktfonds, davon werden allein außerhalb der USA über 186 Milliarden Euro in Geldmarktfonds mit AAA-Rating verwaltet (Stand: 31. Dezember 2008). Dies belegt das große Vertrauen der Anleger in die umfassende Expertise der Gesellschaft bei der Verwaltung von kurzfristigen Anlagen. So global wie die betreuten Kunden aufgestellt sind, präsentieren sich auch die Vertriebs- und Service-Teams in den USA, Europa und Asien. Auch in Frankfurt gibt es ein eigenes Liquidity-Team zur Betreuung der Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz rund um das Thema Geldmarktfonds. Rund 40 Prozent der Dax-Unternehmen vertrauen bereits J.P. Morgan Global Liquidity ihr Geld an.
Zur Historie von Geldmarktfonds: Bereits im Jahr 1970 wurde der erste Geldmarktfonds in den USA aufgelegt. Der Durchbruch dieser neuen Anlageklasse kam mit dem Ölpreisschock in den späten 1970er-Jahren, als die Zinsen innerhalb eines kurzen Zeitraums auf ein zweistelliges Niveau anstiegen. In dieser Zeit fielen Aktien- und Rentenkurse, während Geldmarktfonds kurzfristig die höheren Zinsniveaus adaptieren konnten. Seitdem erfreut sich dieses Anlageinstrument stetig steigender Beliebtheit, so dass per 31. Dezember 2008 in den USA über 3,83 Billionen US-Dollar in Geldmarktfonds investiert waren, davon rund 650 Milliarden US-Dollar in Geldmarktfonds mit AAA-Rating (Quelle: US-Fondsverband Investment Company Institute ICI).
Geldmarktfonds in Deutschland: Unter dem Begriff „Geldmarktfonds“ findet sich in Deutschland eine breite Palette von Fondsprodukten. Die Grenzen, in welche Wertpapiere diese Fonds investieren dürfen, weichen hinsichtlich Bonität und Laufzeit der einzelnen Papiere stark voneinander ab. Welche Papiere genutzt werden, hängt insbesondere von den Renditezielen der jeweiligen Fonds ab. Angesichts der nach wie vor volatilen Märkte gewinnen so genannte institutionelle Geldmarktfonds mit AAA-Rating an Beliebtheit. Diese Fonds unterwerfen sich nicht nur den strengen Richtlinien der Rating-Agenturen, sondern auch der „2a-7“-Richtlinie des US-Gesetzes und der Institutional Money Market Fund Association (IMMFA). Einige dieser Fonds sind inzwischen auch über Clearstream handelbar, so dass sie auch für Dachfonds und Privatanleger einfach zugänglich sind.
Richtlinien für institutionelle Geldmarktfonds mit AAA-Rating: In den USA sind alle Fonds durch den „Investment Company Act“ von 1940 geregelt. Die für Geldmarktfonds relevante Regel „2a-7“ wurde 1983 speziell für diese Fondsgattung eingeführt, um den Anlegern einen Schutz vor Verlusten zu bieten. Darin ist unter anderem festgelegt, dass das einzelne Wertpapier, in das der Fonds investiert, maximal eine Restlaufzeit von 397 Tagen (13 Monaten) haben darf. Auch die Kreditqualität des Fonds und die maximale Gewichtung einzelner Emittenten sind reguliert. Geldmarktfonds mit AAA-Rating unterwerfen sich zusätzlich den strengen Kriterien der Rating-Agenturen. Die drei wichtigsten Agenturen sind S&P, Moody’s und Fitch. Sie untersuchen weitere für institutionelle Geldmarktfonds wichtige Parameter wie beispielsweise die Liquidität: Da ein AAA-Geldmarktfonds permanent die potenziellen Auszahlungswünsche seiner Kunden erfüllen muss, ist er üblicherweise mit rund 20 Prozent in Cash investiert. Im volatilen Marktumfeld des letzten Jahres stieg der Cash-Anteil häufig sogar noch höher. Zudem ist eine breite Investorenbasis wichtig: In der Regel darf ein einzelner Investor nicht mehr als 5 Prozent des Fondsvolumens halten. Aufgrund dieser beiden Voraussetzungen ist eine permanente Liquidität des Fonds möglich.
Institutional Money Market Fund Association (IMMFA): Die im Jahr 2000 gegründete IMMFA mit Sitz in London ist eine Vereinigung der Anbieter von AAA-Geldmarktfonds. Die IMMFA setzt Standards, die für alle Mitglieder verbindlich sind. So wurde das Reporting von Geldmarktfonds vereinheitlicht und ein Code of Practice eingeführt in dem unter anderem die maximale durchschnittliche Restlaufzeit von 60 Tagen geregelt ist. In diesem Forum können sich die Fondsanbieter darüber hinaus grenzüberschreitend über viele Themen austauschen und gegenüber den Behörden der verschiedenen Länder gestärkt auftreten und Standards setzen.
Wichtige Informationen
Der Wert und die Rendite einer Investmentanlage können sowohl steigen als auch fallen. Eine positive Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine zukünftige positive Wertentwicklung, und Anleger erhalten u.U. nicht den investierten Betrag zurück. Anlagen in Fremdwährung können Währungsschwankungen unterliegen und dadurch die Rendite positiv wie negativ beeinflussen. Alle Angaben beziehen sich auf die Anteilklasse A + C unserer Luxemburger Umbrellafonds. J.P. Morgan Asset Management veröffentlicht ausschließlich produktbezogene Informationen. Dies ist keine auf die individuellen Verhältnisse des Lesers abgestimmte Handlungsempfehlung. Informieren Sie sich stets vollständig im aktuellen Verkaufsprospekt. Zeichnungen und Anträge auf Rücknahme können nur auf Basis des aktuellen ausführlichen Verkaufsprospekts und des letzten Jahres- bzw. Halbjahresberichtes getätigt werden. Diese sind kostenlos erhältlich beim Herausgeber in Deutschland, JPMorgan Asset Management (Europe) S.à r.l., Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, D-60311 Frankfurt, sowie der Zahl- u. Informationsstelle, J.P. Morgan AG, Junghofstraße 14, D-60311 Frankfurt oder bei Ihrem Finanzvermittler.












