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Investmentbarometer von J.P. Morgan Asset Management: Stimmung deutscher Anleger hellt sich deutlich auf

Bild: Investmentbarometer von J.P. Morgan Asset Management: Stimmung deutscher Anleger hellt sich deutlich auf
Jean Guido Servais, J.P. Morgan Asset Management
Jean Guido Servais, J.P. Morgan Asset Management

(openPR) Nach einem Rekordtief im Mai fassen die Deutschen wieder stärkeres Börsenvertrauen / Investmentklima unverändert stabil

Frankfurt, 16. August 2010 – Die deutschen Privatanleger scheinen ihr Misstrauen gegenüber börsennotierten Geldanlagen überwunden zu haben: Die heftige Abkühlung der Börsenstimmung im Mai war nur von kurzer Dauer. Inzwischen erwarten wieder 47,3 Prozent der Deutschen, dass sich der Aktienmarkt in den kommenden sechs Monaten positiv entwickeln wird. Noch im Mai waren nur 23,4 Prozent davon überzeugt gewesen. Es überwog die Skepsis, ob sich der Aktienmarkt von der vorangegangenen Eurokrise schnell wieder erholen würde. Mit dem Aufwärtstrend des DAX kehrt jetzt auch das Vertrauen der Anleger in den deutschen Aktienmarkt zurück. „Nach der überstandenen Finanzkrise hatte die Eurokrise nur kurze Auswirkungen auf das Anlegerverhalten“, resümiert Jean Guido Servais, Marketing Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei J.P. Morgan Asset Management. „Trotz vieler negativer Spekulationen hatten sich die Märkte nach den Rettungsmaßnahmen der Regierungen und Banken wieder stabilisiert – und die Anleger fanden schnell zum alten Optimismus zurück.“



Im Zuge der Schuldenkrise in Europa hatten sich die Anleger bei der letzten Befragung im Mai sehr skeptisch gezeigt. 28,1 Prozent zweifelten an einer positiven Entwicklung des deutschen Aktienmarktes in den folgenden sechs Monaten. Bei der aktuellen Umfrage sind nur noch 16,0 Prozent so skeptisch.
Im Mai hatten die Börsen-Pessimisten zum ersten Mal seit Juni 2009 mit 36,0 Prozent wieder die Oberhand über die Optimisten mit 23,4 Prozent gewonnen. Doch seitdem sich die Sorgen um die europäischen Peripheriestaaten gelegt haben, pendelten sich diese Verhältnisse zu Gunsten der Optimisten wieder ein.

Im Rahmen der Investor Confidence-Studie führt die Gesellschaft für Konsumforschung GfK regelmäßige Befragungen für J.P. Morgan Asset Management durch. Dabei werden rund 2.000 Personen repräsentativ für Deutschland nach ihrem Anlageverhalten und ihrer Investitionsbereitschaft befragt. Im Juli dieses Jahres wurde die 90. Umfrage durchgeführt. Dabei wurde vor allem deutlich, dass die Anleger wieder zuversichtlicher für die weitere Börsenentwicklung gestimmt sind.

Investor Confidence-Index fast wieder auf März-Hoch

Der Investor Confidence-Gesamtindex zeigt die Gesamtstimmung im Markt hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Aktienmarktes an. Nach einem negativen Wert im Mai zeigt sich auch hier ein kompletter Stimmungswechsel. Mit einem Anstieg um 4,8 Punkte notiert der Indexwert nun wieder im positiven Bereich und erreicht einen Wert von 3,4. Somit ist das Börsenvertrauen vom März (Gesamtindexwert von 4,0) fast wieder hergestellt. Diese Stimmungsaufhellung zeigt sich ebenfalls deutlich im J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Index, der ausschließlich die optimistischen Aussagen der Befragten auswertet. Dieser erreicht im Juli einen Wert von 113 und ist somit nur noch 7 Punkte vom März-Hoch (120) entfernt – dem besten Ergebnis seit Herbst 2007.

Die Indexwerte zeigen neben der allgemeinen positiven Stimmung vor allem eine weitere Besonderheit: In den Vormonaten war zu beobachten gewesen, dass gerade Frauen in Sachen Geldanlage hauptsächlich auf Sicherheit setzen und grundsätzlich eher vorsichtiger agieren als Männer. Nun wird deutlich, dass Frauen andererseits auch schneller wieder Vertrauen in die Börse fassen. So zeugt der Investor Confidence-Index mit einem Wert von 131 von einem größeren Optimismus bei den Frauen als bei den Männern, deren Wert lediglich 106 erreicht.




Investmentbereitschaft wächst nur langsam

Trotz des Stimmungsanstiegs der deutschen Privatanleger bleibt ihre Investmentbereitschaft zunächst konstant. So planen 37,8 Prozent der Deutschen, in den nächsten sechs Monaten zu investieren. Im März planten 36,6 Prozent Investitionen in der näheren Zukunft und selbst während der letzten Befragung im Mai sank die Investitionslust lediglich um 2,4 Prozentpunkte auf 34,2 Prozent. „Diese verhaltene Investmentbereitschaft ist ein Zeichen dafür, dass die Anleger noch abwarten“, erläutert Servais. „Viele von ihnen agieren zurückhaltend und ändern ihr Anlageverhalten nicht sofort, wenn das Börsenvertrauen sinkt oder steigt.“

Fonds auf dem Vormarsch

Interessant ist die Verteilung der zukünftigen Anlagen, also die Antwort auf die Frage, welche Investitionen die Deutschen in den kommenden Monaten planen.
Sinkende Werte verzeichnet dabei insbesondere das Sparbuch. Bei der letzten Umfrage standen sicherheitsorientierte Anlagen wie Sparbücher und Tagesgeldkonten noch hoch im Kurs, die Anleger wollten ihr Geld vor allem schwankungsarm verwahrt wissen. Bei der aktuellen Umfrage sank die Zahl der Anleger, die ihr Geld zukünftig noch in Sparbüchern verwalten wollen, von 13,1 auf 11,5 Prozent. Auch Tagesgeldkonten büßten an Beliebtheit ein, die Prozentzahl sank von 14,5 auf 10,5 Prozent. Im Gegensatz hierzu stieg besonders die Popularität von Investmentfonds: Das ist bemerkenswert, denn seit August 2008 ist dieser Prozentsatz nicht mehr über 17,0 Prozent gestiegen. Nach der Lehman-Insolvenz im Herbst 2008 und der folgenden Finanzkrise waren auch Investitionen in Fonds eher rückläufig. Im Verlauf der Krise sank der Wert sogar auf 10,3 Prozent. Bis Mai 2010 hatte er sich wieder auf 14,1 Prozent gesteigert. Innerhalb von zwei Monaten ist der Wert dann um weitere 4,3 Prozent angestiegen. So konnten Investmentfonds bei der Befragung im Juli von allen Anlageformen den stärksten Zuwachs verbuchen: Nun wollen wieder 18,4 Prozent der Privatanleger in den nächsten sechs Monaten in Fonds investieren.


Zur J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Studie (Deutschland)
Im Auftrag von JPMorgan Asset Management erstellt die Gesellschaft für Konsumforschung, Nürnberg (GfK) seit März 2002 regelmäßig ein Investmentbarometer. Die Umfrage erfolgt jeweils unter rund 2.000 Frauen und Männern ab 20 Jahren (bis Januar 2008: 14 Jahren), die repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland sind. Je Befragung werden circa 500 Interviewer eingesetzt. Die Studie erfasst die Einstellungen zu den Entwicklungen der Aktienmärkte und zum Investmentverhalten von deutschen Privatanlegern (Besitzer von Aktien, Investmentfonds, Optionsscheinen, Zertifikaten, Rentenpapieren). Die aktuelle 90. Befragungswelle fand vom 9. bis 23. Juli 2010 statt. Vierteljährlich erfolgen zudem Studien in Schweden und Spanien sowie in Hongkong und Indien.

Der J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Gesamtindex
Für die Berechnung des Index werden die einzelnen Antwortvorgaben mit einem Faktor gewichtet (sehr wahrscheinlich: +20, wahrscheinlich: +10, weder wahrscheinlich noch unwahrscheinlich: 0, unwahrschein¬lich: -10, sehr unwahrscheinlich: -20). Der Mittelwert dieser Antwortwerte spiegelt die Gesamtstimmung im Markt wider. Der Index bewegt sich in einer Spannbreite von -20 bis +20: Antworten alle Befragten mit „sehr wahrscheinlich“, beträgt der Gesamtindex 20. Im umgekehrten Fall, wenn alle eine Verbesserung als sehr unwahrscheinlich einschätzen, ergibt sich ein Index von -20. Der aktuelle Wert im Juli 2010 stieg von -1,4 auf 3,4.

J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Index
Seit Mai 2004 gibt es mit dem J.P. Morgan Investor Confidence-Index eine zweite Größe zur Beschreibung der Anlegerstimmung. Der Index gibt die Veränderung der positiven Erwartungen in Relation zu einem Basismonat an. Dabei werden ausschließlich die gewichteten Bewertungen jener Personen, die von einer positiven Entwicklung in den kommenden sechs Monaten ausgehen, in die Berechnung einbezogen. Die gewichteten prozentualen Anteile der Antworten „sehr wahrscheinlich“ und „wahrscheinlich“ werden addiert und ins Verhältnis zu den Werten des Basismonats (Mai 2004 = 100) gesetzt. Der aktuelle Wert vom Juli 2010 stieg von 61 auf 113.

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