(openPR) 26. Februar 2004 - Zum Tode des mazedonischen Praesidenten Boris Trajkovski erklaert die stellvertretende aussenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und Vorsitzende des Gespraechskreises Suedosteuropa der SPD im Bundestag, Uta Zapf:
Der Tod von Boris Trajkovski ist eine Tragoedie und ein schwer zu ersetzender Verlust fuer das mazedonische Volk. Die politische Kraft und Leistung Boris Trajkovskis bleibt unvergessen.
Mit grosser Umsicht und Fingerspitzengefuehl und gegen erhebliche politische Widerstaende im eigenen Land hat er im Jahre 2001 die ausschlaggebende Rolle bei der Verhinderung des Ausbruchs eines blutigen Buergerkriegs gespielt. Nicht nur das Zustandekommen des Ohrid-Abkommens ist seine bleibende Leistung, sondern auch dessen Umsetzung. Dies war nicht immer leicht.
Boris Trajkovski hat in vielen gefaehrlichen Situationen weise und umsichtig mutige Entscheidungen getroffen, die den Friedensprozess in Mazedonien vorangebracht haben. Sein Bestreben war, sein Land an die Europaeische Union und die NATO heranzufuehren. Trotz schwierigster wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen hat er beharrlich an diesem Ziel gearbeitet.
Eine besondere Tragik seines Todes liegt darin, dass er eben an jenem Tag mit seinem Flugzeug abstuerzte, da sein Premierminister Branko Crvenkovski den Antrag auf EU-Mitgliedschaft in Dublin ueberreichen wollte.
Die EU und die internationale Gemeinschaft sind jetzt gefordert, Mazedonien zu unterstuetzen. Trajkovskis Tod darf nicht zu einer neuen Krise in dieser Republik fuehren.









