(openPR) Muslimische Frauen müssen Mut beweisen, wenn sie Sport betreiben wollen. Mut und Selbstsicherheit gegen Anfeindungen und Spott der Menschen um sie herum. Sport mit Kopftuch ist auch in der heutigen Zeit noch für viele ein rotes Tuch. Die aktuelle Ausgabe der Sportsfreundin, das derzeit auflagenstärkste Outdoor-Sportmagazin für Frauen, greift das Thema „Sport mit Kopftuch“ auf. Das noch junge Magazin will die Leidenschaft für die Bewegung vermitteln und die Lust am Sport wecken. Doch was ist, wenn Frauen keinen Sport machen dürfen? Oder nur unter erschwerten Bedingungen? Die Welt hat dabei zugesehen: Es ist der 20. August 2008 um 16.03 Uhr. Man schaut nach Peking zu den Olympischen Spielen. Es ist das zweite Halbfinale über die 200m der Frauen. Die Sprinterinnen kommen aus den USA, Russland, Großbritannien. Ein ganz normales Rennen - fast. Denn eine Frau sticht sofort ins Auge: Roqaya al- Gassra, Läuferin aus Bahrain. Trotz der Hitze ist sie dick bekleidet – mit Kopftuch, Langarmshirt und Knöchel bedeckenden Leggings. Während ihre Konkurrentinnen auf den Nebenbahnen knappe Laufshorts und Tanktops tragen, also aerodynamische Laufbekleidung, zeigt die 25 – jährige Roqaya nur im Gesicht Blöße. Sie ist Muslimin, trägt islamkonform den Hidschab und schwitzt sicher mehr als alle anderen zusammen. Es macht ihr nichts aus, denn sie läuft nicht für sich. Sie geht auch für alle Frauen der muslimischen Welt an den Start, die wie sie unglaublich hart dafür kämpfen müssen, Sport treiben zu dürfen. Sie will mit ihrem Lauf Mut machen und läuft um Akzeptanz, Anerkennung und gegen Tradition und Gesellschaft. Roqaya al-Gassra wird am Ende sechste ihres Halbfinal – Laufes und muss ihre Goldträume begraben. Mit zeitgerechter Laufbekleidung hätte sie es vielleicht geschafft, weil der Luftwiderstand nicht so groß gewesen wäre, mutmaßten Experten. Sie ist dennoch Siegerin und wird zur Heldin und Ermutigung all jener muslimischer Frauen, die sich bisher aus religiösen Gründen nicht trauten, Sport zu treiben. Ihre 200 Meter sind nicht die sportliche Statistik, sondern ein verbindendes Zeichen von Menschen und Religionen. 200 Meter gegen Diskriminierung und Vorurteile. 200 Meter für Sport mit Kopftuch. Die aktuelle Ausgabe der Sportsfreundin gibt es am Kiosk, im Abo und im Sportfachhandel bei Globetrotter und SportScheck.
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