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Der Fall Commerzbank - Ratlos und verwirrt in der Krise

09.01.200911:39 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Der Fall Commerzbank - Ratlos und verwirrt in der Krise
Die etwas andere Online-Zeitung: Nicht Nachrichten sind Thema, sondern Meinungen und Stimmungen im Volk.
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(openPR) BERLIN - Mich beschleicht so langsam das Gefühl, dass ein Haufen von Dilettanten unser Land regiert. Ich weiß nur nicht: Sind die Politikerinnen und Politiker wirklich so dumm oder opfern sie ihren Verstand auf der Altar möglicher Stimmengewinne bei der nächsten Wahl. Was da als mögliche Konjunkturpakete als Rettung vor der Finanzkrise angedacht wird, ist in meinen Augen so unglaublich daneben und wirkungslos, dass ich mir verwundert die Augen reibe und mich frage, wer denn diesen Haufen engagiert hat und auch noch dafür bezahlt, dass er uns regiert. Upps, das waren ja wir, die Wähler.



Zur Erinnerung: Eine Milliarde sind 1.000 Millionen

Aktueller Fall: Commerzbank. Diese Bank ist an der Börse so ca. 4 Milliarden Euro wert. Und was tut unser Staat? Er pumpt inzwischen über 18 Milliarden Euro in dieses marode Unternehmen, das sind 18.000 Millionen Euro, dies nur zur Verdeutlichung, weil manchen von denen da oben der Unterschied zwischen einer Million und einer Milliarde nicht so geläufig zu sein scheint. Und was bekommen wir, die Steuerzahler, für unsere 18 Milliarden Euro? Einen Anteil von 25 Prozent plus eine Aktie an der Bank, eine sogenannte Sperrminorität, um das Schlimmste zu verhindern. Wie bitte? Der Staat pumpt allen Ernstes 18.000 Millionen Euro in eine Bank, die aktuell gerade mal 4.000 Millionen Euro wert ist und bekommt dafür einen Anteil von 25 Prozent? Würden Sie solch ein Geschäft machen, auch wenn man Ihnen Zinsen für Ihren überhöhten Kaufpreis bezahlen würde? Ach ja, nicht zu vergessen: Außer den direkt bezahlten 18,2 Milliarden Euro bekommt die Bank auch noch weitere 15 Milliarden Euro als Garantien. Übrigens: Nach Bekanntgabe der Teilverstaatlichung ist der Börsenkurs der Commerzbank-Aktie - streckenweise auf Rekordtief - in den Keller gerauscht, die Bank ist jetzt noch weniger wert, dies nur als Detail am Rande. Vermutlich ist die Allianz als Verkäufer der Dresdner Bank, an deren Übernahme sich die Commerzbank gerade verschluckt, heilfroh, dass es zu dieser Regelung gekommen ist (auch wenn sie sich noch ein wenig beteiligt hat, indem sie u.a. faule Papiere aus dem Deal herausgekauft hat). Süffisante Frage wieder mal: Wer ist der eigentliche Nutznießer der Krise?

Nehmen wir die alte Rostlaube eines Nachbarn …

Anders gefragt: Ihr Nachbar will Geld von Ihnen. Als Sicherheit hat er lediglich einen alten verbeulten Pkw im Wert von 4.000 Euro. Sonst keinerlei Sicherheiten. Würden Sie Ihrem Nachbar 18.000 Euro für seinen Wagen bezahlen, wenn er Ihnen dafür 25 Prozent des Wagens gibt und treuherzig versichert, in einigen Jahren möglicherweise Zinsen für Ihr Geld zu zahlen? Würden Sie nicht wenigstens den ganzen Wagen haben wollen? Aber auch dann nicht für 18.000 Euro, oder?

Der Staat als Spekulant, zu viel Geld für wenig Einfluss

Jetzt heißt es ja zur Ehrenrettung: Wenn wir das nicht tun, wird alles nur noch teurer. Und vielleicht können wir in ein paar Jahren ja unseren Anteil an der Bank gewinnbringend verkaufen. Ich sage Ihnen: Das ist Quatsch. Zum einen könnten sie jetzt schon für das Geld die ganze Bank bekommen und zum anderen ist das nicht anderes als Spekulation, und zwar in einem Rahmen, der die finanziellen Dimensionen der Vergangenheit armselig klein erscheinen lässt. Und die Hilfe für die strauchelnden Landesbanken bleibt dabei so nebenbei erst mal auf der Strecke …

Kommunismus statt Kapitalismus

Wenn Ihnen Herr Lafontaine oder sonst ein Linkspolitiker vor einem Jahr gesagt hätte, dass unser Staat demnächst Großanken zu einem völlig überhöhten Kaufpreis teilverstaatlicht, Sie wären lachend weggelaufen. Jetzt haben wir den Salat und keiner regt sich darüber auf. Was ist das bloß für eine Welt, in der wir leben?

Mehr Kredite für die Wirtschaft?

Als letzte Rechtfertigung für diesen Wahnsinnskauf wird noch das Argument in die Rund geworfen, man hoffe, mit dieser Beteiligung die Vergabe von Krediten an die Wirtschaft zu sichern. Die Praxis der letzten Wochen hat gezeigt, dass genau das nicht der Fall ist.

Die Zeit ist reif für eine totale Erneuerung.

Obama lässt grüßen, wir drücken ihm und uns die Daumen. Damit sich etwas in Deutschland ändert, brauchen wir Sie. Zumindest als Leser, besser als Autor. Auf Wiedersehen bei http://www.politik-check.de/

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