(openPR) DÜSSELDORF - In Gottschalks „Wetten, dass ..?“ wurde so richtig deutlich, was derzeit finanzpolitisch läuft in dieser Republik: Da werden zwei recht gut erhaltene Autos verschrottet, um eine Abwrackprämie zu kassieren. Autos, die einer Not leidenden Familie durchaus noch gut hätten helfen können, über die Runden zu kommen. Aber an Nachhaltigkeit bzw. an echter Hilfe für arme Bürger scheint man nicht interessiert, lieber kurbelt man mit deutschen Steuergeldern die Weltwirtschaft an. Denn viele der jetzt staatlich geförderten Autos sind gar keine deutschen, sondern japanische Reisschüsseln & Co.
An dieser Stelle gibt es gerne einen Aufschrei, dann wird betont, wir lebten nicht auf einer Insel, dürften uns nicht abschotten. Ohhh, könnte man da denken, dann schafft doch bitte auch globale Lösungen, denkt wirklich global. Aber daran fehlt es dann ja offensichtlich wieder, arrgh. Wenn es mit der Autosubvention nicht klappt, dann lasst euch doch etwas anderes einfallen. Dafür bezahlen wir euch, deshalb haben wir euch gewählt. Es zwingt euch doch niemand, die Krise mit Abwrackprämien zu bekämpfen, um mit deutschem Steuerzahlergeld weltweit Autobauer zu fördern. Man könnte ja auch, wie in Großbritannien, mit einer Mehrwertsteuersenkung die Konjunktur ankurbeln. Es gibt also Alternativen.
Ist das wirklich alles, was die Politik zu bieten hat, um unsere Arbeitsplätze zu sichern und die Wirtschaft anzukurbeln? Manche halten dieses Vorgehen für eine erbärmliche Bankrotterklärung. Sie könnten mit dieser Ansicht Recht haben, steht zu befürchten.
So gut sich das für den Bürger auch anhören mag, der im Einzelfall für vielleicht ein wirklich altes Auto, das er ohnehin verschrotten muss, eine Abwrackprämie bekommt: In vielen Fällen jedoch, wie das auch Gottschalk zeigt, werden Bedürfnisse künstlich geweckt. Ist das die Aufgabe der Politik? Ist das die Lösung der Finanzkrise? Ist das alles, was denen da oben dazu einfällt? Das Ganze ist, wenn überhaupt ein Sieg, dann ein Pyrrhussieg, also eigentlich ein Verlust, weil man aus der Schlacht, der Krise, extrem geschwächt herausgeht - und nicht gestärkt, wie es die Politik mit ihren leeren Worten oft glauben machen mag. Denn Geld wächst nicht im Himmel, die nächste Steuererhöhung kommt bestimmt.













