(openPR) Patienten fordern nach der Operation aus ihrer Schmerzpumpe (PCA) die erforderliche Opiatmenge selbst ab. Für Güven Braune (Charite Berlin) ist dies das optimale Analgesie-Verfahren. Theoretisch bestünden die Risiken Überdosierung oder Suchtentwicklung. Doch nach einschlägigen Erfahrungen nehmen Patienten "nur soviel Opiat, dass ein Restschmerz bestehen bleibt."
In seinem Ratgeber "Der Akutschmerzdienst" beschreibt Braune die Voraussetzungen für eine intravenöse PCA: Patienten sollten
- nach ausführlicher Aufklärung in der Lage sein, die Schmerzpumpe zu bedienen und das Prinzip zu verstehen
- in der Lage sein, ihre Schmerzen zu beschreiben
- für die Dauer der PCA über einen venösen Zugang verfügen
- keine schweren Funktionsstörungen der Leber, der Nieren, des Herz-Kreislaufsystems sowie des zentralen Nervensystems haben
- nicht alkohol-, arzneimittel- oder drogenabhängig sein
- nicht unter Betreuung stehen und
- nicht unter Schlafapnoe oder schwerer COPD leiden.
In der Beratung sollten Patienten auf mögliche Nebenwirkungen einer Opium-Überdosierung hingewiesen werden: Übelkeit, Müdigkeit, Verlangsamung und Vertiefung der Atmung.
Güven Braune, Anja Heymann:
Der Akutschmerzdienst
Ratgeber für Pflegende und Ärzte in der perioperativen Therapie
Pabst Lengerich/Berlin 2008, 164 Seiten, ISBN 978-3-89967-478-1









