(openPR) Rückblick auf die Woche vom 15.12. - 21.12.2008
Am vergangenen Dienstag senkte der Offenmarktausschuss der Federal Reserve Bank erwartungsgemäß den Zinssatz.
Alles andere als erwartungsgemäß war der Zielzinssatz. Es ist ein fluktuierender Zinssatz zwischen 0% und 0,25%, der niedrigste Satz in der Geschichte. Nach einer kurzen Rallye an den amerikanischen Börsen kam es am folgenden Tag zur Ernüchterung und aus der kurzfristigen Euphorie wurde die Sorge, dass die Fed ihr Pulver nun - größtenteils - verschossen hatte.
Die Gerüchte um ein riesiges Stimulus Paket des nächsten amerikanischen Präsidenten verdichten sich zusehends und eine Summe von $850 Mrd. oder mehr taucht immer wieder auf.
Am Freitag gab es für GM und Chrysler verfrühte Weihnachtsgeschenke in Form von Notfallkrediten in Höhe von $13,4 Mrd. sowie weitere $4 Mrd. im Februar.
Von Donnerstag, den 11.12. bis zum darauf folgenden Donnerstag, den 18.12. kam es, u.a. wegen der Fed Entscheidung, zu der größten Eurorallye gegenüber dem Dollar in der Geschichte.
Die Wirtschaftsdaten der letzten Woche waren schlecht:
Die Industrieproduktion ging im November um -0,6% zurück.
Die Zahl der Baubeginne fiel um -18,9% im Vergleich zum Vormonat, das ist der stärkste Rückgang seit 1984.
Der Consumer Price Index (CPI) fiel im November um -1,9%, der größte Rückgang seit den 1930‘er Jahren.
Die Bank of Japan folgte der Fed und senkte ihre Zinsen auf ein Niveau von 0,10%.
Die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) beschloss in der vergangenen Woche dem niedrigen Erdölpreis durch eine massive Senkung der Förderquoten entgegen zu wirken. Sie beschlossen die Förderquote ab Januar um 2.2 Mio. Barrel Erdöl täglich zu senken. Die Meldung verpuffte wirkungslos, Öl verlor auf Wochensicht.
Generell haben wir eine Beruhigung der Märkte in den vergangenen Wochen feststellen können und dies trotz bemerkenswert schlechter Daten und Nachrichten. Jedoch liegt die Messlatte für eine Beruhigung sehr niedrig.
Indizes:
Dow Jones: - 0,59 %
DAX Index: + 0,71 %
Nikkei 225: + 4,28 %
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