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Brustkrebs-Früherkennung wird intensiv genutzt

19.12.200814:37 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Studienergebnisse zum Mammographie-Screening vorgelegt

Berlin – Das Mammographie-Screening, eine Röntgenuntersuchung der Brust, kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Brustkrebs bei möglichst vielen Frauen in einem frühen Stadium zu entdecken und damit die Heilungschancen zu steigern. Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben im zweijährigen Rhythmus Anspruch auf diese Untersuchung. Die Women’s Health Coalition (WHC) und die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) haben in einer wissenschaftlich begleiteten Studie das Meinungsbild der Frauen zu diesem Früherkennungsangebot untersucht. „Zwei Drittel der eingeladenen Frauen haben bereits am Mammographie-Screening teilgenommen, und 90 Prozent von ihnen würden auch wieder daran teilnehmen. Das spricht für eine hohe Akzeptanz des neuen Angebotes“, sagte Irmgard Naß-Griegoleit, Präsidentin der WHC, anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse.



Jede zehnte Frau in Deutschland ist im Laufe ihres Lebens von Brustkrebs betroffen. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 63 Jahren. Zur Früherkennung von Brustkrebs wurde in den letzten Jahren in Deutschland ein strukturiertes und qualitätsgesichertes Mammographie-Screening-Programm für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren eingeführt. Inzwischen ist es nahezu flächendeckend verfügbar. Ziel des Programms ist es, bösartige Tumoren in der Brust in einem sehr frühen Stadium zu entdecken. Dadurch bessern sich nicht nur die Heilungschancen, sondern es können auch schonendere Therapiemethoden angewendet werden. Langfristig kann so die Sterblichkeit an Brustkrebs reduziert werden. Das Mammographie-Screening ergänzt das bisherige Angebot zur Brustkrebs-Früherkennung.

Nun wurde die erste methodisch hochwertige Studie vorgelegt, in der anspruchsberechtigte Frauen zum Mammographie-Screening befragt wurden. Ziel der Studie, die vom Bundesministerium für Gesundheit finanziell unterstützt wurde, war es, die Motivation der Frauen für die Teilnahme am Mammographie-Screening beziehungsweise Gründe für die Nichtteilnahme zu erheben, die individuellen Erfahrungen der Frauen mit dem Screening zu bewerten und Informationsdefizite aufzudecken. Von über 9.000 telefonisch angesprochenen Frauen füllten mehr als 3.200 einen umfangreichen Fragebogen aus, der wissenschaftlich ausgewertet wurde. Dabei zeigte sich, dass die Zufriedenheit mit dem Screening hoch ist. „Was die Frauen besonders schätzen, sind die Sicherheit und Professionalität, die sie im Screening erleben“, betonte Hilde Schulte, Bundesvorsitzende der FSH. „Die meisten Frauen empfinden den im Einladungsschreiben angebotenen festen Termin als hilfreich und fühlen sich gut betreut.“

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, der am 18. Dezember 2008 in Berlin die erste Auswertung der Studie vorgestellt wurde, zeigte sich beeindruckt: „Ich freue mich über die hohe Akzeptanz, die das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening bei den Frauen genießt. Dies zeigt, dass die Einführung des Screening-Programms trotz vieler Widerstände ein richtiger Schritt war und das Programm in seiner jetzigen Form von den Frauen mitgetragen wird. Ich gratuliere der WHC und der Frauenselbsthilfe zu dieser wichtigen und sorgfältig durchgeführten Studie.“

„Die hohe Akzeptanz des Mammographie-Screenings beweist, dass Frauen ein hohes Bedürfnis haben, etwaige bösartige Erkrankungen früh feststellen zu lassen“, betonte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Die Befragten wissen: Früh erkannte Brustkrebserkrankungen sind zu über 90 Prozent heilbar. Diese Botschaft steht im Mittelpunkt der Aufklärungsarbeit der Deutschen Krebshilfe zum Thema Brustkrebs-Prävention. Jedoch konnten in der Studie noch einige Wissensdefizite aufgedeckt werden: Fast zwei Drittel der Frauen wissen nicht, dass das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, mit zunehmendem Alter ansteigt. „Hier werden wir in Zukunft vermehrt Aufklärung betreiben“, betonten Schulte und Naß-Griegoleit, die Initiatorinnen der Studie.

In den nächsten Wochen werden weitere detaillierte Auswertungen vorgenommen und veröffentlicht. Nähere Informationen gibt es bei der WHC unter www.whc.de sowie bei der FSH unter www.frauenselbsthilfe.de.

Mammographie
Etwa 10,4 Millionen Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren haben in Deutschland alle zwei Jahre Anspruch auf eine qualitätsgesicherte Mammographie-Screening¬-Untersuchung. Die Einladung erfolgt schriftlich per Post. Die Kosten für die Untersuchung werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen, eine Praxisgebühr fällt nicht an. Privat versicherte Frauen müssen eventuell einen Selbstbehalt bezahlen. Es werden zwei Röntgenaufnahmen von jeder Brust gemacht und von mindestens zwei Ärzten unabhängig voneinander ausgewertet. Nach dem Screening erhalten Frauen innerhalb von sieben Werktagen eine Mitteilung über das Ergebnis. Ist eine weitere Untersuchung zur Abklärung nötig, wird auch der Haus- oder Frauenarzt über den Verdachtsbefund informiert, wenn die Frau dies wünscht. Die weitere Diagnostik erfolgt dann zum Beispiel mittels weiterer Röntgenaufnahmen, Ultraschall und gegebenenfalls einer Gewebeentnahme (Biopsie). Bei unauffälligem Befund erfolgt nach zwei Jahren eine erneute Einladung. Weitere Informationen gibt es auch bei der Deutschen Krebshilfe unter www.krebshilfe.de.

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Berlin, 19. Dezember 2008

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