(openPR) Berlin, 13. Dezember 2008. Ab dem 06.01.2009, zeigt das Berliner Filmtheater "die Kurbel" ein Jahr lang jeden Dienstag um 19:30 Uhr einen anderen großen Filmklassiker in der deutschen Fassung von 35mm-Film für 5€ pro Eintrittskarte.
Das traditionsreiche Berliner Kino "Die Kurbel" kann auf eine mehr als siebzigjährige Historie zurückblicken: 1934 gegründet, machte das Kino eine wechselvolle und turbulente Geschichte mit, die selbst einen Filmstoff hergeben würde. Vom Munitionslager im Zweiten Weltkrieg zum Pornokino in den 70ern, um dann später wiederum Arthouse-Filme oder Originalsprachigen Film zu zeigen.
Nun verschreibt sich das Traditionshaus den Filmklassikern.
Unter dem Motto: ALTE FILME NEU ERLEBEN, werden jeden Dienstag um 19:30 Uhr Filmklassiker zum Preis von fünf Euro vorgeführt. Selbstverständlich wird dem genialen Regisseur Ernst Lubitsch mit "Sein oder Nicht sein" gedacht, der unvergessene James Dean wird in "…denn sie wissen nicht was sie tun" zu sehen sein, der Kultfilm und der einzig wahre Road-Movie "Easy Rider" wird ebenso über die Leinwand laufen, wie Wim Wenders poetisches Meisterwerk "Himmel über Berlin", und noch viele andere mehr. Eröffnet wird die Reihe am 6. Januar 2009 mit dem Klassiker von 1941: CITIZEN KANE.
Endlich kann man diese grandiosen Filme da sehen, wofür sie gedreht wurden – nämlich der Kinoleinwand. Alle Filme werden auf 35mm in der deutschen Fassung gezeigt.
Lassen Sie Sich überraschen und entführen in die Welt der unsterblichen Filmklassiker, als Namen wie Orson Welles, Grace Kelly, James Dean oder Romy Schneider noch die Filmplakate schmückten.
Viel Vergnügen bei der cineastischen Reise in die Vergangenheit wünscht Ihnen das Team von der "Kurbel"!
Filmtheater die Kurbel
Giesebrechtstraße 4
10629 Berlin
Tel.: 030 8891 5998
Mehr Informationen zu der Filmreihe und Download des Flyers unter:
http://www.die-kurbel.com/seite/special_gr.php?id=295
Pressekontakt:
Sebastian Böhm
T 030 88 91 35 92
F 030 88 91 35 93
M 0176 96915470
W kinokurbel.de
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Betreiber Informationen:
Terra-Real Grundstücks-, Telekommunikations- u. Filmtheater GmbH
Sybelstr. 32 10629 Berlin Tel. 030 / 32 40 961 Fax. 030 / 32 75 181
Geschäftsführer: S.M. Karolinski, M. Waks
Ust ID: DE 160474778
Über das Unternehmen
1934/1935 baut der Architekt Karl Schienemann für den jüdischen Betreiber den Eckladen im Wohnhaus Giesebrechtstraße Ecke Sybelstraße zum Kino um.
Es entsteht das erste echte „Tonfilm-Kino“ Berlins. 1935 wird ein umlaufendes Vordach zur Straße hin angebaut, auf welchem der Schriftzug „DIE KURBEL“ Platz findet.
1937 übernimmt die Berliner Kinobetreiber-Legende Walter Jonigkeit (Delphi) die Kurbel. Bis weit in die Kriegszeit werden in der Kurbel Filme gezeigt. Ab 1944/45 dient die Kurbel als Lager für Munition. Da die Kurbel nach Kriegsende relativ unbeschadet geblieben ist, räumt Herr Jonigkeit das Munitionslager. Er lässt die gelagerten Panzerfäuste entschärfen und verkauft die Zündsteine der Waffen auf dem Schwarzmarkt. Mit dem gemachten Geld gelingt es ihm, einen Kinobetrieb zu starten und so ist die Kurbel am 27. Mai 1946 das zweite Kino in Berlin, welches nach dem Krieg wieder den Betrieb aufnimmt. Als Premiere wird in Original-Sprache der russische Film „Um Sechs Uhr Abends nach dem Krieg“ gegeben. Weitere russische Filme folgen. Sie werden gezeigt, da keine anderen Filme zu bekommen sind oder von den Besatzern nicht genehmigt werden. Die Kurbel liegt im englischen Sektor von Berlin und nach einigen Monaten laufen nur noch englische Filme im Programm.
In den 50iger Jahren wird der Vorbau mit Glas verkleidet und somit das Foyer vergrößert. Die Kurbel zeigt 2 ½ Jahre lang den Klassiker „Vom Winde verweht“. Zu diesem Anlass lässt Herr Jonigkeit extra ein Sonderprogramm drucken.
Der Betreiber Walter Jonigkeit gerät aber beim allgemeinen Kino-Sterben in den 70iger Jahren so in die Enge, dass er sich 1973 von der Kurbel trennt. Er betreibt weiterhin den Delphi Filmpalast an der Kantstrasse.
1973/74 werden in der Kurbel kurzzeitig Sex-Filme gezeigt.
Aber 1974 übernehmen die MÜNCHNER STUDIO FILMTHEATER BETRIEBE die Kurbel, nach dem sie das Filmtheater Bellevue (heute ist dort das Grips-Theater) aufgrund einer Mieterhöhung schließen mussten. Der Theaterleiter, Herr Walter Pholi macht aus der Kurbel ein echtes OFF-KINO. Es laufen Titel des NEUEN DEUTSCHEN FILMS.
Ab 1980 hat Herr Peter Freund die Leitung der Kurbel.
1983 beendet er die Tradition der Genre-Filme im Nachtprogramm. Herr Freund setzt wieder vermehrt auf Programmkino und schafft es, über die Wendezeit bis in das Jahr 1990.
1990 übernimmt die Ufa Filmtheater AG als Betreiber das Kino und erweitert ähnlich wie im Filmpalast Kosmos die Kurbel um zwei weitere Säle. Frau Marianne Reich wird Theaterleiterin.
Ab 1995 werden in der Kurbel erst wenige, dann ausschließlich Filme in der englischen Original-Sprache gezeigt. So wird die Kurbel Berlins zweites „OV-Kino“ neben dem Odeon in Schöneberg.
Ab 2000 gibt die Ufa der Kurbel einen neuen Vornamen „Ufa Arthouse“.
Nachdem 2001 am Potsdamer Platz das Kino-Center Cinestar auch OV-Filme bringt, zeigt die Kurbel trotz Besucher-Protesten wieder synchronisierte Fassungen.
2003 meldet die Ufa Theater AG Insolvenz an und schließt deutschlandweit 33 Kinos. So trifft es auch die Kurbel, die am 26. Juni 2003 mit dem ehemaligen Sensationserfolg „Vom Winde verweht“ schließt.
Doch der Dornröschenschlaf währt nicht lange. Zum neuen Jahr öffnet die Kurbel
am 1. Januar 2004 wieder die Säle. Der neue Betreiber, Herr Christoph Heckenbücker und Frau Alexandra Thiel von der CH Medien GmbH gehen mit Schwung an die Sache und die Kurbel wird ein sog. „One Dollar“-Kino. Man zeigt Nachspieler (Filme, die schon einige Wochen in anderen Kinos laufen) für den Preis von 1,99 Euro.
Doch noch im selben Jahr muss die CH Medien GmbH Konkurs anmelden.
Aber ab Mitte Februar 2005 wird der Betrieb nach kurzer Pause jetzt von der Hausverwaltung selber organisiert. In Herrn Moishe Waks als Geschäftsführer und Herrn Mirko Gosdzinski als Theaterleiter finden sich Menschen, die mit Frische und Ehrgeiz die Kurbel weiter leben lassen wollen. Die Kurbel hebt die Preise wieder auf ein reelles Niveau, um gutes Kino zu machen. Im Dezember 2005 scheidet Mirko Gosdzinski als Theaterleiter aus; seine Stelle übernimmt Sebastian Böhm, der vorher Vorführer in der Kurbel war.
Ab Juni 2005 wird die Kurbel wieder Premieren Kino. Großes Kino - kleiner Preis.
Ab März 2006 gibt es wieder die Sneakpreview in der Originalfassung.
2008 - der Spagat zwischen Mainstream, Familienunterhaltung und Arthouse geht auf. Die Kurbel erfreut sich mehr und mehr begeisterter Besucher.