(openPR) Erste offene Kirche „Nightfever“ am 12. Dezember in der Gymnasialkirche, Recklinghausen. Aktion hält den Geist des Weltjugendtages wach.
Recklinghausen. 350 Jahre währt die Geschichte der Gymnasialkirche an der Heilig-Geist-Straße in der Fußgängerzone in Recklinghausen. Nun wollen Jugendliche der Gebetsgruppe „Adler“ ein neues Kapitel aufschlagen und das „Feuer“ des Weltjugendtages in die alt-ehrwürdigen Gemäuer tragen.
Wer am Freitag in der Innenstadt noch letzte Einkäufe erledigt, kann Verwunderliches erleben: Junge Christen sprechen freundlich Passanten an und laden sie ein, Kirche einmal ganz anders, offen, begeistert und froh zu erleben.
Recklinghausens erste „Nightfever“-Gebetsnacht beginnt am Freitag, 12. Dezember, um 18.30 Uhr mit einer Messe, die von Jugendlichen und Pfarrer Bernd Hante (Liebfrauengemeinde) vorbereitet wird. Von 19.30 bis 23 Uhr sind alle eingeladen zu Gebet, Gesang oder zum Gespräch mit einem der Priester. Ein lockeres Gespräch über Fragen, die man immer schon mal stellen wollte, ist genau so möglich, wie der Empfang des Sakraments der Versöhnung. Die Einladung in die Kirche an diesem Abend beschränkt sich nicht auf Anhänger eines bestimmten Glaubens, sie richtet sich schlicht an alle Menschen.
„Nightfever“ war ursprünglich ein Abend der Gemeinschaft Emmanuel beim Weltjugendtag 2005 in Köln und wurde im Anschluss in St. Remigius in Bonn von vielen geistlichen Gemeinschaften und Studierenden verschiedener Fakultäten und Bistümer aufgegriffen und durch ihre Begeisterung und Freude in zwanzig Städte Deutschlands, ja sogar nach Wien weitergetragen. Die Freude und Barmherzigkeit Gottes, die die Initiatoren beim Weltjugendtag erlebt haben, möchten sie an alle Menschen weiterschenken.
Das Feuer, das im Herbst 2005 mit einer Nacht der offenen Kirche in der Kirche St. Remigius entzündet wurde, hat sich inzwischen weit ausgebreitet. Was damals als einmaliges Ereignis geplant war, zog so viele – vor allem junge Menschen – an, dass es längst zu einem neuen Aufbruch in der Kirche geworden ist. Inzwischen gibt es die Abende regelmäßig im Kölner Dom, in Augsburg, Wien, Nürnberg, Trier, Erfurt, Freiburg, Mainz, Saarbrücken und in vielen anderen Städten. „Wir wollen zeigen, dass Kirche ganz anders sein kann, als häufig allgemein angenommen wird. So wollen wir gerade glaubensfernen jungen und älteren Menschen, einen neuen Zugang ebnen“, erklärt Jacek Spendel von der Jugendgruppe „Adler“. Der 30-Jährige war schon beim Weltjugendtag 2005 mit dabei und möchte nun „Nightfever“ nach Recklinghausen holen.
Im Kölner Dom gehört die Gruppe zu den tragenden Säulen des monatlichen Abends. „Wir laden Passanten aus der Fußgängerzone ein, für ein paar Minuten in die Kirche zu kommen, um dort eine Kerze zu entzünden und diese am Altar aufzustellen. Die Kerze brennt die ganze Nacht als sichtbares Zeichen für ihre Anliegen weiter, wenn sie die Kirche wieder verlassen. Ebenso können die Besucher einen Zettel mit Bitten, Sorgen oder Dank in eine Box werfen. Orden beten in diesen Anliegen“, freut sich Bettina Duda. Die nur von Kerzen erhellte Kirche verbreitet eine angenehme Atmosphäre, die durch die Gesänge, Texte und Gebete noch unterstrichen wird. Jeder Besucher der Kirche findet Zeit für sich und kann kommen und gehen, wann er möchte. „Einige bleiben zwanzig Minuten, andere zwei Stunden“, so Martina Patuschka aus dem Adler-Team. Auch einer der Initiatoren von „Nightfever“ in Bonn, Kaplan Andreas Süß, wird zum ersten „Nightfever“ im Bistum Münster kommen.
Nähere Informationen finden Sie unter: www.nightfever-online.de










