(openPR) 08. Januar 2004 - Zu den Arbeitsmarktzahlen fuer Dezember 2003 erklaert der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:
Die Arbeitslosigkeit lag im Dezember mit 4,31 Millionen Arbeitslosen nur noch um 91.000 ueber dem Vorjahr. Damit hat sich der positive Trend der letzten Monate noch verstaerkt. Im Osten wurde der Vorjahresstand sogar leicht unterschritten. Ein klares Aufwaertssignal ist der Rueckgang der Jugendarbeitslosigkeit um immerhin sieben Prozent.
Die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl ist gegenueber November um 21.000 zurueckgegangen. Die Prognosen des Sachverstaendigenrates und der Wirtschaftsforschungsinstitute noch vom letzten Herbst wurden unterschritten. Das ist hauptsaechlich auf die Hartz-Reform zurueckzufuehren. Der Boom bei den Existenzgruendern und Minijobs ist markant, auch die PSA (Personal Service Agenturen) laufen inzwischen besser. Auf diesem Fundament kann man aufbauen. Wenn im Laufe des Jahres die Konjunktur anzieht, wird es schneller zur Schaffung von Arbeitsplaetzen kommen als in frueheren Jahren. Die Beschaeftigungsschwelle sinkt. Die unguenstige Beschaeftigungsentwicklung hatte sich bereits im September 2003 (letzte verfuegbare Zahl) abgeschwaecht.
Der effizientere Einsatz der Arbeitsmarktpolitik und ein konsequentes Foerdern und Fordern haben dazu gefuehrt, dass der Haushaltsansatz im letzten Jahr unterschritten wurde. Es besteht berechtigte Hoffnung, dass die Haushaltsentwicklung in Bezug auf die BA auch in diesem Jahr besser laeuft als zuletzt geschaetzt. Neben einer konsequenten und moeglichst unbuerokratischen Umsetzung der Hartz-Reformen durch die Arbeitsaemter kommt es auch darauf an, dass sich die Existenzgruender, die zunaechst finanziell massiv unterstuetzt werden, weiterbilden und ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse vertiefen. Dazu sollten die Bundesanstalt fuer Arbeit, aber auch private Traeger Bildungsbausteine entwickeln. Spaeter werden wir pruefen, ob ein freiwilliges Angebot ausreicht oder ob eine solche Weiterbildung verpflichtend fuer Gruender einer Ich-AG sein muss.








