(openPR) Gemäß dem National Bureau of Economic Research (NBER) befinden sich die USA seit Dezember 2007 in einer Rezession.
Das Komitee von Wirtschaftsexperten verwendet hier eine andere, flexiblere Definition der Rezession. Sie legen beispielsweise mehr Wert auf den Arbeitsmarkt und die Löhne und blendeten dafür das Wirtschaftswachstum im 2. Quartal 2008 aus.
Die durchschnittliche Dauer von Rezessionen nach 1945 betrug 10 Monate, somit liegt die jetzige bereits über dem Durchschnitt.
Der am Freitag veröffentlichte Arbeitsmarktbericht spiegelte die Situation deutlich wider, im November wurden 533.000 Stellen abgebaut, so viel wie seit 34 Jahren nicht mehr. Die Arbeitslosenquote stieg von 6.5% auf 6.7%.
Der designierte US Präsident Barack Obama kündigte das größte Infrastruktur-Programm seit über 50 Jahren an.
Ziel ist es große Teile der Infrastruktur, wie beispielsweise Straßen, Brücken, Krankenhäuser, Schulen aber auch die Zahl schneller Internetanbindungen deutlich zu verbessern und dadurch 2,5 Mio. Arbeitsplätze zu sichern oder zu schaffen.
Die Vorstandsvorsitzenden der „big three“, die drei größten amerikanischen Automobilhersteller waren vergangene Woche wieder in Washington, um für dringend benötigte Übergangskredite zu werben. Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch keine Entscheidung gefallen, tendenziell werden sie aber - unter Auflagen - staatliche Hilfen bekommen.
Die Wirtschaftsdaten der letzten Woche waren wieder einmal schlecht, insbesondere der ISM Index der von 44.4 Punkte auf 37.3 Punkte fiel und auch die Factory Orders (Dollarvolumen der neuen Industrieaufträge für lang- und kurzlebige Wirtschaftsgüter) fielen von -2,5% im Vormonat auf -5,1% im November.
Die Europäische Zentralbank reagierte am Donnerstag auf „eine erhebliche Verlangsamung der wirtschaftlichen Aktivität“ (J.-C. Trichet) im Euroraum und nahm den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf nunmehr 2,50 Prozentpunkte zurück. Dies stellt den größten Zinsschritt in der Geschichte der EZB dar. Ermöglicht wurde dieser und auch andere Zinsschritte weltweit durch den Rückgang der Inflationsgefahr, sowie teilweise auch durch den enormen Rückgang des Ölpreises. Dieser verlor auf Wochensicht ca. 25% und steht nun bei $ 40,81. Die OPEC hat bereits angekündigt, bei ihrem nächsten Treffen die Förderquoten deutlich zu verringern.
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