(openPR) Nach einer Ausstellung im Sommer 2002, in der Manfred Sihle-Wissel Skulpturen aus Holz und Metall sowie Aquarelle zeigte, präsentiert das Ostholstein-Museum nun vom 7. Dezember 2008 bis zum 1. Februar 2008 „KÖPFE“, die der in der Nähe von Rendsburg lebende Bildhauer Manfred Sihle-Wissel in den letzten zwanzig Jahren schuf. Eine seiner Kopfplastiken ist ständig in Eutin zu bewundern: Für den Eingangsbereich der Eutiner Landesbibliothek schuf Manfred Sihle-Wissel im Jahre 1994 auf Veranlassung der damaligen Bibliotheksleiterin Ingrid Bernin-Israel den Kopf Herzog Peter Friedrich Ludwigs.
Neben den großen skulpturalen Arbeiten nimmt das Modellieren von Köpfen immer größeren Raum in Manfred Sihle-Wissels Werk ein. Der Kunsthistoriker Prof. Dr. Lars Larsson, der selbst von Sihle-Wissel porträtiert wurde, beschreibt dessen Arbeitsweise wie folgt: „Er modelliert direkt vor dem Modell, ohne vorher Zeichnungen, Photos oder andere Studien gemacht zu haben. Er arbeitet sehr konzentriert und schnell; in einer Sitzung, die selten mehr als zwei Stunden dauert, ist ein Tonkopf in etwa natürlicher Größe fertig. Der Tonkopf zeigt deutliche Spuren der raschen Modellierung, ... Jeder Porträtierte erkennt sich darin wieder, und die meisten wären wohl mit dem Tonkopf als Endprodukt schon voll zufrieden.“ Von dem Tonkopf wird ein Gipsabguss gefertigt, den Sihle-Wissel dann in einer zweiten Arbeitsphase in seinem Atelier weiter bearbeitet; diese Arbeit erfolgt in Abwesenheit des Modellierten. Hier kommen nun die energisch geschnitten Facetten ins Spiel, die das Spiel von Licht und Schatten erzeugen, das so charakteristische für Sihle-Wissels Köpfe sind.
Gelegentlich kommt es zu einem weiteren Arbeitsschritt, in dem Manfred Sihle-Wissel die Gipsköpfe bemalt, wobei die Bemalung dazu dient, den optischen Eindruck des weißen Gipses abzumildern aber auch dazu, die Wirkung der plastischen zu unterstreichen. Häufig werden von den Gipsformen Bronzegüsse gefertigt.
Manfred Sihle-Wissel zeigt in der Ausstellung gut sechzig der über 200 Köpfe, die er in fast zwanzig Jahren fertigte, seien es Politiker, Künstler oder auch Freunde und Nachbarn.
Die Köpfe stammen aus Privatbesitz, weitere wurden von der Elsbeth-Weichmann-Stiftung, Hamburg, dem Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg sowie der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, Schloss Gottorf, Schleswig, leihweise zur Verfügung gestellt. Allen Leihgebern dankt das Ostholstein-Museum herzlichst.
Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 7. Dezember 2008 um 11.30 Uhr. Nach der Begrüßung durch Dr. Julia Hümme, die ab dem 1. Februar 2009 die Leitung des Ostholstein-Museums übernimmt, gibt Prof. Dr. Heinz Spielmann, Hamburg, selbst von Manfred Sihle-Wissel porträtiert, eine Einführung in die Ausstellung.
Zu der Ausstellung ist i Wachholtz-Verlag der Katalog „KÖPFE 2008“, der zum Preise von 15,00 Euro erhältlich ist, erschienen.
Manfred Sihle-Wissel: KÖPFE
7.12.2008-1.2.2009
Ostholstein-Museum
Schlossplatz 1
23701 Eutin
Tel.: 0 45 21 -70 18 -0
Fax: 0 45 21 -70 18 18
E-Mail:
www.oh-museum.de
Öffnungszeiten:
di-fr 15-17 Uhr
sa+so 14-18 Uhr
do+so auch 10-12 Uhr
am 24., 25. und 31.12.2008 ist das Ostholstein-Museum geschlossen.











