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Tierschützer retten Fohlen vor dem Schlachthaus

25.11.200819:57 UhrVereine & Verbände

(openPR) Maishofen / Much · Fohlen, die nicht dem Rassestandard entsprechen, werden quer durch Europa transportiert und enden im Schlachthof. Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. konnte acht dieser Fohlen auf seinen Gnadenhof retten.



„Im Sommer erfreuten sich noch die Touristen an den über die Wiesen springenden Fohlen. Doch kaum sind die Touristen weg, wird ausgesiebt“, erklärt Wolfgang Stephanow vom Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. in Much bei Bonn. „Die Fohlen, die nicht den perfekten Rassestandards entsprechen, landen als Ausschussware auf Pferdeauktionen.“ Auf Auktionen wie der im österreichischen Maishofen. Dies ist die größte Pferdeauktion Europas und laut Stephanow für viele Fohlen der Beginn eines schrecklichen Martyriums, das in den Schlachthäusern Belgiens, Frankreichs und Italiens ende. Mehr als 3.000 Pferde würden jeden Herbst in Deutschland und Österreich versteigert. Laut Angaben der Züchter enden ca. 90 Prozent aller Fohlen beim Schlachter. Bei Hengstfohlen seien es sogar nahezu 96 Prozent. „Es ist unerträglich wie die verängstigten Fohlen, die sich an ihre Mütter drängen, weggezerrt werden“, berichtet Stephanow. Niemals zuvor habe er Mütter so flehen und Kinder derart schreien gehört. Die Stuten versuchten ihre Fohlen zu schützen, die Viehhändler und Schlachter hingegen trieben die Fohlen mit Gewalt auf Hänger und LKW. Aus Gewalt gegen Tiere werde auch hier hin und wieder Gewalt gegen Menschen: „In der Vergangenheit wurden auch friedlich protestierende Tierschützer krankenhausreif geprügelt.“
Trotz der seit 2007 geltenden EU-Verordnung zum „Schutz von Tieren beim Transport“ blieben Ladedichte und Transportzeiten zum Schlachthof tierschutzrelevant. „Nach wie vor dürfen Tiere unter bestimmten Bedingungen wie dem Transport in speziell ausgestatteten Fahrzeugen oder die Einhaltung von Versorgungspausen beliebig lange transportiert werden“, weiß Stephanow. „Kontrollen von Tierschützern und Journalisten haben gezeigt, dass die Tiere auf den Transporten erheblich leiden und teilweise schwer verletzt werden. Dass die EU tierärztliche Grenzkontrollen nun vollends abschaffen will, ist ein Skandal!“ Dem stressigen Transport folge die Angst vor der Schlachtung. „Die Fohlen nehmen die Angst ihrer Leidesgenossen wahr“, so Stephanow. „Entsprechend gestresst und nervös sind die Fohlen, wenn die Schlachter ihr Werk beginnen wollen: Ist das Ansetzen des Bolzenschussgerätes bei einem erwachsenen Tier schon schwierig, so ist er bei einem nervösen und verängstigten Fohlen fast unmöglich. Im Akkord wird die ‚Fleischware‘ getötet und zerlegt – jede Minute ein Fohlen, nur so rentiert sich das Geschäft.“ Teilweise seien die Tiere noch bei Bewusstsein, wenn ihnen an Ketten hängend die Kehle aufgeschnitten werde.
Die Zuchtverbände halten trotz massiver Proteste unbeirrt an der Massenzucht von Fohlen fest. Freie Zuchtauswahl, „genetische Vielfalt“ und die Förderung „seltener Haustierrassen“, wie bei den Noriker-Pferden, stünden ansonsten auf dem Spiel. „Hinter solchen Scheinargumenten steht jedoch schlicht die Gier nach Profit, die mit Steuergeldern auch noch subventioniert wird“, beschwert sich Wolfgang Stephanow. „So werden unter dem Deckmantel der Förderung seltener Haustierrassen Noriker-Züchter mit EU-Geldern gefördert – neben den ebenfalls subventionierten Lebendtiertransporten zum Schlachthof.“

Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) ersteigerte bei der diesjährigen Auktion acht Fohlen, die ansonsten geschlachtet worden wären. Sie erholen sich derzeit auf dem Gnadenhof des ETN, Hof Huppenhardt in Much bei Bonn. Aktuelle Fotos in Druckqualität sind bei uns erhältlich.

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