(openPR) Traditionell veranstaltet das Gefäßzentrum Wernigerode der Harz-Klinikum Wernigerode-Blankenburg GmbH im November 2008 wieder das „Wernigeröder Gefäßforum“. Ziel des jährlich stattfindenden Forums ist es, den aktuellen Erkenntnisstand, relevante neue Veröffentlichungen und Studien sowie etablierte und innovative Diagnostik und Therapiekonzepte in einem Teilbereich der Gefäßmedizin umfassend vorzustellen.
Schwerpunktthema in diesem Jahr war die „Interventionelle Gefäßtherapie“, d.h. die minimal invasive, nicht offen-operative Therapie verschiedenster Gefäßerkrankungen. Das mittlerweile breite Spektrum dieser minimal invasiven Therapieverfahren ist in der Hand von Gefäßmedizinern ergänzend oder alternativ zu herkömmlich operativen Verfahren zunehmend die Therapie der Wahl bei den verschiedensten vaskulären Erkrankungen in allen Gefäßterritorien. Am Gefäßzentrum Wernigerode werden interventionelle Eingriffe in sämtlichen Gefäßterritorien durchgeführt. Das Wernigeröder Zentrum besitzt bezüglich dieser Therapieverfahren überregionale Bedeutung und versorgt eine Vielzahl von Patienten auch benachbarter Bundesländer mittels interventioneller Eingriffe im Bereich der hirnversorgenden Gefäße, der peripheren Gefäße sowie auch im Bereich der Gefäße des Bauchraumes und der Nieren.
Zum Auftakt der Veranstaltung referierte Herr Dr. Tom Schilling, Chefarzt der Medizinischen Klinik sowie Leiter der Abteilung Angiologie/Diabetologie und des Gefäßzentrums Wernigerode über die Entwicklung und allgemeine Grundprinzipien der interventionellen Gefäßtherapie sowie im Anschluss über die Möglichkeiten der Anwendung dieser Therapieform bei peripherer arterieller Verschlusserkrankung (Schaufensterkrankheit, Raucherbein). Nachfolgen wurde die Durchführung eines solchen Gefäßeingriffes durch ihn mittels Präsentation eines Live-Falles demonstriert. Hier konnte ein ca. 20 cm langer Verschluss einer Oberschenkelschlagader erfolgreich mittels Ballonerweiterung und Implantation eines Stents – d.h. einer Gefäßstütze behandelt werden. Herr Dr. Eckhard Kuna, Leiter der Abteilung Gefäßchirurgie am Gefäßzentrum Wernigerode stellte nachfolgend die Optionen bei der Therapie von Aneurysmen d.h. Gefäßaussackungen der Bauchschlagader und Beckenschlagader u.a. an konkreten Fallbeispielen vor. Nachdem im Anschluss wiederum Herr Chefarzt Dr. Schilling die interventionelle Therapie im Bereich der hirnversorgenden Gefäße darstellte und die diesbezüglichen aktuellen technischen Möglichkeiten, den aktuellen Wissensstand sowie wiederum Fallbeispiele präsentierte, wurde durch Herrn Chefarzt Dr. Ulf Redlich – Chefarzt der Klinik für Radiologie am Harz-Klinikum Wernigerode-Blankenburg gezeigt, dass die interventionelle Gefäßtherapie auch außerhalb der Wiedereröffnung verschlossener Gefäße hilfreich sein kann. Er demonstrierte, wie durch gezielt platzierte Gefäßverschlüsse neue therapeutische Optionen bestehen - z.B. bei der Stillung akuter Blutungen innerer Organe oder im Rahmen der Tumormedizin, wo durch Verschlüsse tumorversorgender Gefäße Krebserkrankungen unterstützend bekämpft werden können.
Nach der Präsentation eines zweiten Live-Falles aus der Abteilung Angiologie des Gefäßzentrums Wernigerode referierte Herr Oberarzt Dr. R. Weser, Leitender Oberarzt des Herzzentrums Coswig über die interventionelle Therapie viszeraler Gefäße – d.h. der organversorgenden Gefäße des Bauchraumes.
Zwischen den Themenblöcken sowie im Anschluss an die Veranstaltung wurden bei intensiven Diskussionen zwischen den Teilnehmern die referierten Dinge weiter vertieft und bewertet.










