(openPR) Wirtschaftsjunioren kritisieren Verzerrung des Wettbewerbs
Berlin, 19. November 2008. Die Wirtschaftsjunioren Deutschland kritisieren die Überlegungen der Bundesregierung, dem Unternehmen Opel finanziell unter die Arme zu greifen. "Wenn es um das Statussymbol Auto geht, dann setzt in der Politik regelmäßig der Verstand aus, geht es dagegen um die Bildung, hat keiner einen Cent übrig", sagt Anja Kapfer, Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Deutschland. Es könne aber nicht sein, dass der Staat einzelne Unternehmen stützt und dafür auf Kosten der Bürger wieder mehr Schulden macht. "Der Staat ist zuständig, wenn der Markt versagt und nicht, wenn ein einzelnes Unternehmen Pleite geht", sagt Kapfer.
Die Vorsitzende des Verbandes, in dem 10.000 junge Unternehmer und Führungskräfte organisiert sind, sieht in der Unterstützung vor allem eine Verzerrung des Wettbewerbs. "Wenn ein Mittelständler in der Krise steckt, muss er auch ohne Hilfe klar kommen", sagt Kapfer. "Wer soll in Zukunft entscheiden, wer Unterstützung bekommt und wer nicht?". Gleichzeitig zweifelt sie am Erfolg eines staatlichen Eingriffs. "Gesunde Unternehmen brauchen keine Subventionen, kranke gehen trotz staatlicher Hilfen Pleite", ist Kapfer überzeugt.
Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit rund 10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Seit 1958 sind die Wirtschaftsjunioren Deutschland Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI).







