(openPR) BERLIN. Zu den THG-Dopingfällen in den USA und Großbritannien erklärt der sportpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Detlef :
Der Tanz um das goldene Kalb nimmt auch im Sport immer drastischere Formen an. Die kriminellen Energien zur Erzielung sportlicher Höchstleistungen wachsen beängstigend. Die Entwicklung von vermeintlich nicht nachweisbaren chemischen Substanzen zur Leistungssteigerung, wie das anabole Steroid THG (Tetrahydrogestrinone) sind der jüngste traurige Beweis.
So erfreulich für den Anti-Doping-Kampf die Aufdeckung ist, so nachdenklich macht die systematische Arbeit bestimmter pharmazeutischer Unternehmen auf diesem Feld.
Vor diesem Hintergrund darf die Bundesregierung die Mittel für die Dopinganalytik keinesfalls kürzen. Der Ansatz im Haushalt für 2004 muss geändert werden. Zudem müssen die Staatsanwaltschaften auch in Deutschland ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf diese Entwicklung richten. Die Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes reichen für eine Verfolgung solcher Delikte aus. Die vorhandenen gesetzlichen Mittel müssen gegebenenfalls unnachgiebig gegen Labore eingesetzt werden, die sich zu Handlangern solch krimineller Machenschaften machen.
Unsere Sportfachverbände sind ausnahmslos aufgerufen, vorsätzlichen Verstößen gegen sportliches Fairplay mit aller Härte und Konsequenz entgegenzutreten. Die unverständlich weiche und stellenweise verharmlosende Haltung amerikanischer Sportfunktionäre zeigt, welche Ausmaße die Doping-Entwicklung annehmen kann.










